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Wunsch der Marine: U-Boote

Wunsch der Marine: U-Boote

Die thailändische Marine bereitet sich auf den Bau von Trockendocks vor, in denen die drei U-Boote, die China liefern soll, gewartet und repariert werden können.

Entstehen könnte die Einrichtung auf dem Mahidol Adulyadej Naval Dockyard in Sattahip, teilte eine Quelle mit, die hinzufügte, dass der Vizepremierminister General Prawit Wongsuwon die Örtlichkeiten in Augenschein genommen hatte und dabei über den Sachstand informiert worden war.

Dies ist ein weiteres Indiz dafür, dass die umstrittene Anschaffung der U-Boote in nicht allzu weiter Ferne liegen könnte. Aber auch ein Beweis, dass es bei den Kosten für die Anschaffung allein nicht bleiben wird.

Zuletzt hatte die Marine versucht, sechs gebrauchte deutsche U-Boote zu kaufen. Die damalige Regierung Yingluck Shinawatra war dem Wunsch jedoch nicht nachgekommen. Nach dem Putsch 2014 wurde der Wunsch seitens der Marine erneut vorgetragen.

Das 40 Rai große Areal Mahidol Adulyadej Naval Dockyard könnte die drei U-Boote beheimaten, hier könnten sie in Trockendocks, die noch gebaut werden müssen, auch repariert und gewartet werden.

Wann das Kabinett grünes Licht für die Anschaffung der pro Stück 13,5 Milliarden Baht teuren Unterseeboote gibt, ist indes nicht bekannt. Eigentlich hätte der Bescheid schon im März erteilt werden sollen. Zuletzt war davon die Rede gewesen, dass ein U-Boot vom Typ S26T angeblich gratis ist, wenn zwei gekauft werden: Buy two, get one free.

General Prawit, auch Verteidigungsminister, sagte, dass die Marine zum Wohl des Landes handle. „Tatsächlich ist die Marine schon lange bereit für den Erhalt von U-Booten, aber die Pläne wurden nach Angriffen von Kritikern zurückgezogen. Einige sagen, der Golf von Thailand sei zu seicht für U-Boote, und die Marine hat das klargestellt. Und doch geben einige Leute vor, das nicht zu verstehen“, wunderte sich General Prawit.

Er erklärte, dass U-Boote für unterschiedliche Missionen eingesetzt werden könnten. Eine sei es, unter Wasser „zu sehen und zu erkunden“, und das auf eine Entfernung von 200 Seemeilen.

Zuvor hatte er gesagt, dass die territoriale Bedrohung wachse, und die steigende Anzahl maritimer Missionen die Marine dazu zwang, ihre (nicht vorhandenen) U-Boot-Einheiten auszubauen.

Wenn man die Nachrichten über Nachbarländer liest, dann geht die einzige maritime Bedrohung zurzeit von China aus, das seine Territorialansprüche durch künstlich aufgeschüttete Inseln im Chinesischen Meer ausbauen will. Vielen Ländern gefällt das nicht. Thailand hatte sich zu dieser Thematik bislang jedoch nicht geäußert, sondern vielmehr die U-Boote beim Auslöser des Streits um die künstlichen Inseln bestellt, namentlich China.

Die Marine hat seit über 60 Jahre keine U-Boote mehr. Gern weggelassen in der lokalen Berichterstattung wird, dass die U-Boote 1951 verschrottet wurden – zur Strafe nach einem von der Marine angezettelten Putsch, der gescheitert war.

Wunsch der Marine: U-Boote
Wunsch der Marine: U-Boote

2011 wollte sie sechs deutsche Zweite-Hand-U-Boote zum Sonderpreis von 7,7 Milliarden Baht kaufen, aber die Regierung Yingluck schob die Entscheidung so lange auf, bis die U-Boote anderweitig verkauft waren und sich die Angelegenheit von selbst erledigt hatte.

Der damalige Verteidigungsminister General Yutthasak Sasiprapa hatte sich gegen den Kauf ausgesprochen, indem er den Kosten-Nutzen-Faktor gegenüberstellte. Auch damals hatte es Kritik gegeben, das Vorhaben konnte die damalige Regierung nicht durchsetzen, selbst wenn sie es gewollt hätte.

Nach dem Putsch 2014 wurden die Karten neu gemischt. General Prawit soll im internen Kreis gesagt haben, falls die jetzige Regierung keine U-Boote anschaffe, würde es schwierig werden, diesen Wunsch der Marine bei einer gewählten Regierung umzusetzen. Auf den Punkt gebracht: Jetzt oder nie.

Geplant ist ein weiteres Dock für die U-Boote in der Nähe einer Insel vor Sattahip mit einem Berg: Dort können die U-Boote nicht gesichtet werden, verlautbare die Marine. Eines soll in der Andamanensee eingesetzt werden, daher soll auch dort ein Dock entstehen. Entweder in Krabi oder in Phang Nga.

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