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Wohin mit dem ganzen Müll?

Wohin mit dem ganzen Müll?

Pattaya steckt in einer Müllkrise. Das ist nicht zu übersehen und auch nicht zu „überriechen“. Müll, der aus den Tonnen quillt, herumliegender Müll, schwarze Müllsäcke neben und auf den Tonnen und aufgeplatzte schwarze Müllsäcke, aus denen mitunter übel riechende Flüssigkeiten sickern. Ob Central Pattaya, Jomtien oder auch Naklua. Überall ein ähnliches Bild des Jammers.

Die Einwohner der Ringmaikeed Community in Naklua traf es besonders schwer. Dort stapelten sich im Februar in der dortigen Zwischendeponie 800 Tonnen Müll.

Der Präsident der Gemeinde, Boonma Fungrak, erklärte, woran das liegt: Die Stadtverwaltung von Pattaya schloss einen Vertrag mit einem Müllabfuhrunternehmen, der vorsah, dass in Ringkmaikeed Müll in der kleinen Deponie zwischengelagert wird, bevor er in einer anderen Deponie endgültig entsorgt wird.

Seit Oktober letzten Jahres wurde immer weniger Müll abgeholt, und irgendwann wurde mehr Müll angefahren als weggeschafft.

Boonma sagte, die Gemeinde könne 300 Tonnen pro Tag aufnehmen, aber es seien zuletzt 450 Tonnen gekommen. Anwohner beschwerten sich über den wachsenden Müllberg und den Gestank. Im Februar sollen dort 800 Tonnen zwischengelagert worden sein.

Rongkaikeed ist nur ein Kapitel der immer schlimmer werdenden Müllkrise in Pattaya. Die Stadt produziert täglich so viel Müll, dass die Stadtverwaltung nicht mehr weiß, wohin er abtransportiert werden soll. Das ist der Grund, dass in der Stadt die Mülltonnen überquellen und es manchmal aussieht wie bei einem Streik der Müllabfuhr.

Mehrere Deponien, in denen der Müll zwischengelagert wird, sind so gut wie voll oder überfüllt.
Die Müllkrise begann auf Koh Lan. Auf der Insel vor Pattaya sollen sich 50.000 Tonnen Müll stapeln. Dieser Müll liegt in einer Zwischendeponie auf der Insel, der Berg wird täglich höher. Den Unrat nach Pattaya zu bringen ist sinnlos geworden, weil die Stadtverwaltung nicht einmal weiß, wohin der eigene Müll gebracht werden soll.

Vorausgegangen war eine Auseinandersetzung zwischen den Bürgern von Khao Maikaew, angeführt von deren Bürgermeister Jamnien Kitipakul, und der Stadt, weil auf der dortigen Deponie 120 Tonnen aus Krankenhäusern stammender Sondermüll abgeladen wurde. Der Bürgermeister weigerte sich, zukünftig auch nur eine Spritze oder einen Verband dort lagern zu lassen, gab aber schließlich nach und erlaubte die vorübergehende Lagerung von einer Tonne Sondermüll aus Pattayas Hospitälern.

Der Müll wurde zunächst zur Deponie an der Sukhumvit Soi 3 in Ost-Pattaya geschickt. Bis die Einwohner dort protestierten und die Schließung der überlasteten Deponie erreichten.

Damit bleibt noch eine Einrichtung in der Soi Chaiyapruek.

Khao Maikaew nahm jahrzehntelang Müll aus Pattaya auf. Aber der Bürgermeister meinte nun, genug sei genug, die Stadt müsse jetzt einen anderen Ort finden, an dem der Müll abgeladen werden kann.

Die Deponie in Khao Maikaew ist 140 Rai groß und wurde als Endlager benutzt. Die Bürger begehrten das erste Mal 2012 auf, als die Stadt damit begann, den Müll von Koh Lan dorthin zu schaffen. Die Einwohner blockierten Eingänge und zwangen die Stadtverwaltung, sich nach anderen Deponien umzusehen. Die Proteste flammten wieder auf, nachdem die 120 Tonnen Sondermüll aus Krankenhäusern auf der Deponie entdeckt wurden.

Die Stadtverwaltung hat nur wenig unternommen, um die Situation unter Kontrolle zu bekommen. Wegen des Nichtstuns ist aus der „Situation“ inzwischen ein ausgewachsenes Problem geworden.

Die Stadtverwaltung verlässt sich zunehmend auf Laem Chabang und schafft den Müll dorthin. Gleichzeitig wird innerhalb Pattayas der Müll von einem Zwischenlager zum nächsten transportiert in der Hoffnung, dass der Unrat irgendwann endgültig abtransportiert werden kann. Wenn allerdings Anwohner demonstrieren, kann die Müllkippe so gut wie abgeschrieben werden.

Man könnte denken, dass es nicht schlimmer kommen kann, aber es wird doch immer schlimmer.

Die Bauruine Waterfront am Bali Hai Pier, der nie fertig gestellte Yachthafen, ebenfalls am Bali Hai, das kaputte Parkhaus, auch das am Bali Hai Pier, der entsetzliche und unerträgliche Verkehr mit unzähligen Reisebussen, der zu großen Teilen weggespülte Strand, die einbrechende Strandpromenade, Überschwemmungen nach einem Regenschauer, die ausgedünnte Expat-Gemeinde, dafür aber ein Chinesen-Tsunami und die Polizei, die alles verbietet, was Spaß macht – aktuell Dartpfeile.

Man darf auf die Zukunft der „Riviera des Ostens“ gespannt sein, von der die Mitarbeiter der thailändischen Touristenbehörde so gerne hätten, dass sie ein Reiseziel für Familien und Qualitätstouristen ist.

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