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„Wir wollen nicht sterben!“

„Wir wollen nicht sterben!“

Unter den drei Menschen, die beim Brand im Ratchathewi Apartmenthaus starben, war ein 18 Jahre alter Schüler, der die renommierte Triamudom-Suksa-Schule ging und davon träumte, Arzt zu werden. Er starb an einer Rauchvergiftung.

Während der Teenager auf tragische Weise dem Inferno zum Opfer fiel, gibt es Überlebende, die schilderten, warum sie immer noch atmen. Hauptsächlich liegt dies wohl an einem Safety-First-Training, das sie in der Schule oder anderswo absolvierten.

Sie deuteten an, dass dieses Training lebenswichtig ist, um sicherzustellen, dass man in einem Apartmenthaus in einer großen Stadt überleben kann – denn ein Brand kann jederzeit und überall ausbrechen.

Nattawut Kongsawat, ein Bewohner, der nach dem Vorfall Anfang April ins Krankenhaus kam, sagte, er sei überwältigt davon, wie alle einander halfen und wie selbstlos auch Fremde gewesen seien.

Er sagte auch, dass Sicherheitskompetenz und das Wissen darüber, wie ein Gebäude in einem Notfall evakuiert werden müsse – das habe er in der Universität gelernt – an diesem Tag sein Leben retteten.

Er sagte, dass jedem diese Themen näher gebracht werden sollten, insbesondere den wertvolleren Mitgliedern der Gesellschaft. Idealerweise würden solche Themen in Stundenpläne der Schulen aufgenommen, fügte er hinzu, zusammen mit Erste-Hilfe-Kursen.
Im Ratchathewi Apartmenthaus, das im Herzen Bangkoks liegt und in dem die Mieten angemessen sind, leben rund 300 Mieter, die meisten Büroangestellte und Studenten, die in der Nähe Siam Square studieren oder arbeiten.

Woran ich mich am besten erinnere ist der Rauch. Der Rauch war überall“, sagte, Thananchai Chooautsaha ein Apotheker, der im fünften Stock wohnt. Der Brand brach im vierten Stockwerk aus.

Thanachai sagte, er habe in seinem Zimmer ein Computerspiel gespielt, als er jemanden „Feuer“ rufen hörte. Er glaubte erst an einen schlechten Scherz und reagierte nicht – bis das Chaos ausbrach.

Innerhalb von Minuten begann auf dem Gang vor der Eingangstür ein verrücktes Konzert von Rufen und Bullern gegen Türen, erzählte er. „Als ich die Tür öffnete, war überall dicker Rauch. Ich rannte um mein Leben.

Er stolperte den Gang entlang und dann die Hauttreppe hinunter. Da er keine Sirenen hören oder Feueralarm auslösen konnte, überlegte er voller Panik, wie er seine Nachbarn informieren konnte.

Da waren keine Alarmknöpfe, nur Glaskästen mit Feuerlöschern drin“, sagte er.
Nachdem er es hinausgeschafft hatte, schloss er sich mit anderen zusammen, die sich vor das Gebäude stellten und im Chor immer wieder „Feuer!“ riefen. Kurze Zeit später sprang die Tür auf, und die Leute stürzten hinaus, erinnerte er sich.

In dem Chaos rasten einige der Bewohner aufs Dach – nur um festzustellen, dass die Tür dorthin abgeschlossen war. Sie konnten die Tür aber aufbrechen und dort warten, bis sie gerettet wurden.

Andere drängten sich in einem Zimmer zusammen, benutzten nassen Handtücher, um den Türrahmen der Eingangstür abzudichten in der Hoffnung, dass nicht zu viel Rauch hineinströmte.

Ich habe eine Gruppe Leute gesehen, die laut geschrien haben: ‚Hilfe! Wir wollen nicht sterben!‘ Es war entsetzlich“, sagte Thananchai und fügte hinzu, er fühle sich immer noch traumatisiert, sei aber froh, dass er es geschafft habe, am Leben zu bleiben.

Er hat aber keine Lust mehr, in seiner alten Wohnung zu leben und sieht sich bereits nach etwas Neuem um.

Das Gebäude wurde vorübergehend gesperrt, damit die Behörden prüfen können, ob durch den Brand tragende Teile in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Es dauerte über drei Stunden den Brand zu löschen, weil die Feuerwehrleute Probleme hatten, zu dem brennenden Gebäude zu gelangen.

Auch wenn es in der Nähe einer Hauptstraße liegt, so steht das Gebäude selbst doch an einer schmalen Soi, in der Autos parken. Die blockierten die Feuerwehrfahrzeuge, als diese versuchten, zum Gebäude zu fahren.

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