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Wer waren die Kelten?

Wer waren die Kelten?

In der vorherigen Ausgabe haben wir uns kurz über die Wikinger unterhalten. In nur 200 Jahren haben sie es geschafft, bis zum heutigen Tage in Geschichten und Mythen fortzuleben. Mit großem seemännischen Geschick haben sie die Meere befahren und sind dabei bis Amerika und Grönland vorgestoßen. Nach diesen rund 200 Jahren sind sie in den Völkern Skandinaviens und den nördlichen europäischen Kulturen aufgegangen.

Wer waren die Kelten?
Wer waren die Kelten?

Viel früher lebten die Kelten. Sie besiedelten einst ganz Europa und hinterließen ihre Spuren in Großbritannien genauso wie in Frankreich, Deutschland und sogar in Anatolien (Türkei). Zum ersten Mal erwähnt wurden die Kelten schon um 500 vor Christus, aber noch heute, nach so langer Zeit, wirkt die keltische Kultur nach. Wer waren also diese geheimnisvollen Vorfahren?

Die Forschung hat es nicht leicht mit ihnen, denn sie scheinen nichts oder nur sehr wenig schriftlich festgehalten zu haben. Alles, was ihnen wirklich wichtig war, wurde ausschließlich mündlich weitergegeben.

Die Feinde der Kelten waren zum Glück wesentlich mitteilsamer. Vieles, was man heutzutage über die Kelten weiß, stammt aus griechischer oder römischer Feder. Auch Ausgrabungsfunde helfen, die keltische Kultur besser zu verstehen. Besonders die Römer hatten lange und schwere Auseinandersetzungen mit diesem Volk. Wehrhaft und bestens organisiert, machten sie den Römern das Leben schwer. Gaius Julius Cäsar hat in seinen erhaltenen Tagebüchern offen geschrieben, dass die Kelten die Einzigen sind, vor denen er Angst habe.

Aber: Kelte ist nicht gleich Kelte. Eigentlich ist es schwierig, von „den Kelten“ allgemein zu sprechen, denn es gab nie einen keltischen Staat mit einheitlichen Gesetzen, der von einem keltischen König oder Fürsten regiert wurde. Vielmehr setzten sich die Kelten aus zahlreichen verschiedenen Stämmen zusammen, die über ein sehr großes Gebiet verteilt lebten. Sie unterschieden sich alle stark voneinander, wurden von verschiedenen Fürsten regiert und nicht selten führten die einzelnen Stämme auch Krieg miteinander.

Allobroger, Helvetier, Aequitaner, Sequaner – das sind nur ein paar wenige Beispiele für die vielen keltischen Stämme. Trotz ihrer Verschiedenheit hatten sie allerdings auch wichtige Dinge gemeinsam: Sie sprachen weitgehend dieselbe Sprache und pflegten eine ähnliche Kultur.

Das römische Credo „Teile und herrsche“ war dann auch verantwortlich für die Niederlage der keltischen Stämme.

Der vielleicht berühmteste (wenn auch nicht echte) Kelte ist wohl Asterix. Das verwundert erst einmal, denn es heißt doch immer „Asterix, der Gallier“! Aber auch die Gallier waren Kelten.

Sicher ist, dass die Kelten sehr religiös waren und verschiedenen religiösen Riten folgten. Das Einhalten und Ausführen dieser Riten war bedeutsame Aufgabe der Druiden. In dieser Hinsicht waren sie vergleichbar mit den Priestern unserer Zeit. Der Begriff „Druide“ wird vom keltischen Wort „dru“ abgeleitet, was „Eiche“ bedeutet. Einen Druiden kennen wir alle: Miraculix ist besonders schlau, und nicht umsonst haben die Gallier ihm den berühmten Zaubertrank zu verdanken, mit Hilfe dessen sie den Römern trotzen konnten.

Der Begriff „Kelte“ kommt vom griechischen Wort „keltoi“, was „die Erhabenen“ oder „die Tapferen“ bedeutet. Das klingt zwar bewundernd, aber Griechen und Römer waren alles andere als begeistert von ihren keltischen Nachbarn. Sie hielten sie für blutrünstige und primitive Barbaren. Sie galten als sehr kriegerisches Volk.

Wer waren die Kelten?Der schlechte Ruf, den die keltischen Krieger bei Griechen und Römern hatten, kam trotzdem nicht von ungefähr: Im Jahr 387 vor Christus besetzten zahlreiche keltische Krieger Rom, richteten großen Schaden an und gaben die Stadt erst gegen Lösegeld frei.

Auch Griechenland bekam es im Jahr 278 vor Christus mit den Kelten zu tun. Als Folge wäre die Stadt Delphi fast von den Kelten eingenommen worden, dazu kam es aber letztlich nicht.

In den Jahren 58 bis 52 vor Christus zog dann Julius Caesar noch einmal in den Krieg gegen die gefürchteten Kelten, als er das „freie Gallien“ erobern wollte. Wie aus Julius Caesars Aufzeichnungen hervorgeht, leisteten die Gallier den Römern bis zum Ende erbitterten Widerstand. Ihr Führer Vercingetorix ist auch das Vorbild für den allseits beliebten Asterix.

Nächstes Mal sind die Germanen dran, bis dahin schöne Grüße von Asterix, Obelix und

Eurem Herby

herby

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