Header Banner
Header Banner
Header Banner
Header Banner

Wer waren die Germanen?

Wer waren die Germanen?

Nach den Wikingern und den Kelten sind diesmal die Germanen an der Reihe. Eine einheitliche Volksgruppe, also die Germanen hat es allerdings nicht gegeben.

Eine Vielzahl von Völkern und Stämmen, die allesamt von den Römern als „Barbaren“ bezeichnet wurden, bildeten gemeinsam diesen Begriff. Franken, Sachsen, Thüringer, Alemannen, Cherusker, Vandalen und Goten sind am bekanntesten. Die eigentlichen Siedlungsgebiete liegen hauptsächlich im Norden des heutigen Deutschlands. Die Alemannen siedelten am oberen Rheinufer, also der heutigen Schweiz, dem Elsass und natürlich entlang am Rand des südlichen Schwarzwaldes.

Erst um 80 vor Christus taucht der Begriff „Germanen“ beim griechischen Geschichtsschreiber Poseidonios auf. Den Begriff verbreitet hat Gaius Julius Cäsar (100-44 vor Christus) in seinem Werk „De bello gallico“. Seit dieser Zeit hatten die Römer einige Kontakte zu den germanischen Stämmen und Völkern, die zuerst kriegerischer Art waren. Unsere Vorfahren waren eben nicht nur Siedler und Viehzüchter, sie trugen ihre Streitigkeiten auch mit dem Schwert und mit der Keule aus.

Die Siedlungs- und Gesellschaftsstruktur der verschiedenen Germanenstämme war im Wesentlichen gleich. Die Familie bildete den Kern der germanischen Gesellschaft. Ihr gegenüber waren alle Mitglieder zu voller Loyalität verpflichtet. Das Oberhaupt hatte die Aufgabe die gesamte Familie zu schützen. Dies umfasste auch die Unfreien, die Knechte und Mägde waren.

Eine Sippe umfasste alle Blutsverwandten. Zusammen siedelte man in einer Dorfgemeinschaft und kämpfte im Krieg als geschlossener Verband. Kam es zu Streitigkeiten, besaßen die Sippen das Recht, ihre Angelegenheiten selbst zu regeln.

Wurde ein Mitglied einer Sippe angegriffen, stand die ganze Sippe zusammen und verteidigte es. Alle freien und kampffähigen Männer einer Stammesgemeinschaft bildeten zusammen den sogenannten Thing, der als Versammlung des Stammes das Oberhaupt wählte.

Wer waren die Germanen?
Wer waren die Germanen?

Götter gab es ebenfalls genug, der bekannteste dürfte wohl Wotan (Odin) sein, der es so richtig krachen ließ, wenn er sauer war. Donar warf seinen Hammer durch die Gegend, und der Rest der Götterschar war auch nicht gerade liebevoll angelegt. Donar ist übrigens der Namensgeber für unseren Donnerstag.

Die Gegend war zu diesen Zeiten ein richtiger Dschungel an Bäumen und Sümpfen, fast undurchdringlich und den Menschen unheimlich. Auch die schon etwas dekadenten Römer blieben lieber auf dem flachen Land und bauten zum Schutz den Limes quer durch Europa.

Der gebildete und sogar zuvor im Dienste Roms stehende Cherusker „Arminius“, ausgestattet mit dem römischen Bürgerrecht, lockte den Oberbefehlshaber Varus in den Urwald, und aus dem Hinterhalt wurden drei Legionen und auch Varus (Selbstmord) vernichtet.

Kurz angemerkt: Weder Arminius noch seine Barbaren hatten Hörner oder gar Flügel an den Helmen, wenn sie denn überhaupt welche trugen. Das Hermannsdenkmal in der Nähe von Detmold ist also ein Fantasieprodukt.

Das eigentliche Problem der Germanen waren die relativ kleinen Gruppen der Stämme, die sich als selbstständige Einheiten empfanden. Den Germanen gelang es deshalb selten, mehrere Stämme für ein Ziel zu vereinen. Genau dies hatten die Römer frühzeitig erkannt und machten es sich zu Nutze. Sie schlossen Bündnisse mit verschiedenen Stämmen und spielten die Germanen gegeneinander aus.

Untypisch für germanisches Verhalten war deshalb der Arminius-Aufstand im Jahre 9 nach Christus. Gemeinsam versuchte man, sich gegen die Römer zur Wehr zu setzen. Die Herrschaft der Römer über die germanischen Stämme rechts des Rheins wurde so verhindert. Hätten die am Aufstand beteiligten Germanen weiter zusammen agiert, wäre es ihnen vielleicht gelungen die Römer auch links des Rheins in Bedrängnis zu bringen. Doch die germanische Mentalität war eine andere. Kaum waren die Römer vertrieben, brachen erneut Streitigkeiten zwischen den verschiedenen Stämmen aus. Wäre Arminius ein Römer gewesen, wäre ihm aufgrund seiner Leistung der Stolz des gesamten Imperiums gewiss gewesen. Als Germane hingegen wurde Arminius im Jahr 21 nach Christus Opfer seiner eigenen Verwandten, die befürchteten, dass er zu mächtig würde und vergifteten ihn.

Die Germanen
Die Germanen

Viele Jahrhunderte mussten vergehen, bis aus den germanischen Stämmen ein eigener Staat, Deutschland, entstand. Schmerzvoll war die Geburt und sehr unruhig.

Die Nazis hätten gerne eine germanische Bevölkerung gehabt, selbst sahen sie nicht unbedingt wie Germanen aus. Die Arier waren übrigens keine Germanen, denn die leben irgendwo im Kaukasus.

Heute ist die Bevölkerung Germaniens ein buntes Miteinander aus allen nur erdenklichen Völkern, und es vermischt sich unaufhörlich weiter.

Meine Freunde und ich sehen auch nicht gerade wie typische Germanen aus, schon eher wie Barbaren, besonders nach durchzechter Nacht.

Beim Zeus ich wünsche Euch allen ein gutes Jahr 2018!

Euer

herby

Ähnliche Beiträge