Header Banner
Header Banner
Header Banner
Header Banner

Weniger Pressefreiheit

Weniger PressefreiheitIn letzter Zeit häufen sich die Berichte über „Vorschläge“ von Premierminister General Prayuth Chan-ocha, wie er sich die Berichterstattung in der Presse vorstellt.

Am 3. November unterbreitete der General den Vorschlag, nicht mehr über Thaksin Shinawatra zu berichten. Thaksins Schwester Yingluck hatte ihren Bruder im Ausland besucht, worüber teils ausführlich berichtet wurde.

Daraufhin meinte der General, dass die Medien keine Bilder von einer Person zeigen sollen, die gegen das Gesetz verstieß. Schon zuvor war Thaksins Name aus der neuen Auflage von Schulbüchern für den Geschichtsunterricht getilgt worden.

Am 6. November legte der General nach und verbat sich, dass Zeitungen eine negative Sprache in Schlagzeilen verwenden, wenn sich der Artikel um den General dreht.

Ein Sprecher sagte, der General sei besorgt, weil durch die Sprache der Medien seine Glaubwürdigkeit als starker, ernstzunehmender Führer gefährdet werden könnte. Der Premierminister glaube, die Wörter hätten einen negativen Ton. „Wir sind nicht sicher, wie die Wörter erfunden wurden.“

Es geht um Wörter wie „behaupten“, „dementieren“ oder „wütend“, die immer wieder in Zeitungen auftauchen.

Diese Wörter sind negativ und unkonstruktiv. Wenn die Öffentlichkeit diese Wörter hört, denkt sie, dass der Beamte, über den in den Nachrichten berichtet wird, nicht glaubwürdig ist“, sagte der Sprecher.

Am 13. November schließlich verbot die Polizei das englischsprachige Buch „A Kingdom in Crisis“ von Andrew Marshall. Das Buch handelt insbesondere von den Zusammenhängen zwischen Monarchie und der anhaltenden innenpolitischer Krise.

Dass ausländische Bücher über die Monarchie verboten werden, ist nichts Neues. Neu aber ist, dass der alleinige Besitz dieses Buches mit einer Haftstrafe von drei Jahren geahndet werden kann.

Marshall bedankte sich auf der Plattform Twitter für die kostenlose Werbung durch die Polizei.

Ähnliche Beiträge