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Weltmeere: Asien ist der Hauptverursacher für Plastikmüll

Weltmeere: Asien ist der Hauptverursacher für Plastikmüll
Laut der Umweltbehörde der Vereinten Nationen landen jährlich acht Millionen Tonnen Plastikabfall in den Ozeanen der Welt. Zwei Drittel des schwimmenden Plastikmülls stammen aus den asiatischen Staaten China, Indonesien, den Philippinen, Thailand und Vietnam. Das Marktforschungsinstitut IHS Markit geht in einer Studie davon aus, dass die Nachfrage nach Plastikmaterial bis 2021 jährlich um 4,6 Prozent steigen wird. China wird jährlich zehn Millionen Tonnen mehr an Plastik verbrauchen, aber auch Indien ist ein weiterer Wachstumsmotor.
Weltmeere - Asien ist der Hauptverursacher für Plastikmüll
Weltmeere – Asien ist der Hauptverursacher für Plastikmüll

Bekannt ist, dass vor allem Flüsse große Mengen Plastikmüll in die Ozeane transportieren. Im Fachmagazin „Nature Communications“ hat eine Forschungsgruppe eine Studie veröffentlicht, welche Flüsse am meisten Plastik ins Meer befördern. Laut der Studie stammen 67 Prozent des Plastikmülls in den Ozeanen von nur 20 verschmutzten Flüssen die meisten davon liegen in Asien. Forscher schätzen, dass jährlich zwischen 1,1 und 2,4 Millionen Tonnen Plastikmüll über Flüsse in den Weltmeeren landen.

Diese zehn Flüsse sind laut der neuen Studie die größten Verschmutzer:

  • Jangtse (China): 333.000 Tonnen (jährlich)
  • Ganges (Indien, Bangladesch): 115.000 Tonnen
  • Xi (China): 73.900 Tonnen
  • Huangpu (China): 40.800 Tonnen
  • Cross (Nigeria, Kamerun): 40.300 Tonnen
  • Brantas (Indonesien): 38.900 Tonnen
  • Amazonas (Brasilien, Peru, Kolumbien, Ecuador): 38.900 Tonnen
  • Pasig (Philippinen): 38.800 Tonnen
  • Irrawaddy (Myanmar): 35.300 Tonnen
  • Solo (Indonesien): 32.500 Tonnen
Weltmeere - Asien ist der Hauptverursacher für PlastikmüllIn der Region scheint allerdings bislang nur Indonesien gewillt zu sein, etwas gegen die Abfallflut zu unternehmen. Im Februar 2017 beschloss Indonesien sich an der UN-Kampagne „Clean Seas“ („Saubere Meere“) zu beteiligen. Die Regierung in Jakarta verpflichtete sich dabei, die Plastikabfälle bis zum Jahr 2025 um 70 Prozent zu verringern.
Der Inselstaat musste kürzlich im Urlauberparadies Bali über einen sechs Kilometer langen Küstenstreifen den Abfallnotstand ausrufen.Seitdem sammelten 700 Müllmänner rund 100 Tonnen Abfall ein, um die Strände von dem Unrat zu säubern. Die Bewohner weisen aber jede Mitschuld an den schwimmenden Abfällen weit von sich. Ein Hotelier auf Bali meinte dazu: „Wir wären dumm, wenn wir so unseren Fremdenverkehr schädigen.“ Der Grund sei die Region Java, denn von dort gerate der Abfall ins Meer und die Strömung schwemme dann den Müll an die Küste Balis.

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