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Weihnachten

Weihnachten

Wie schnell doch die Zeit vergeht, gerade war noch Urlaubszeit oder eben Regenzeit angesagt, und schon plärren aus allen Lautsprechern in den Shopping-Malls Xmas-Songs, und in Kürze werden auch im Foodland wieder die unerträglichen amerikanischen Kinderchöre in Endlosschleife die Kunden zum schnellen Kaufen und verlassen des Konsumtempels antreiben. Weihnachten steht wieder vor der Tür.

Pragmatisch, wie die Thais eben sind, wird Weihnachten, oder eben kurz Xmas, genauso gefeiert wie alle anderen Festtage, die es so auf der Welt gibt. Egal ob Ostern, Vater- und Muttertag, Tag der Arbeit (an dem sinnigerweise gar nicht gearbeitet wird), Thanksgiving (bei uns besser als Erntedankfest bekannt) Valentine’s Day, Oktoberfest, oder eben Weihnachten. Alles wird vermarktet und eben gefeiert.

In verschiedenen vorherigen HALLO-Ausgaben habe ich bereits über Nikolaus gelästert, die drei heiligen Könige ins rechte Licht gerückt und auch schon bissige Kommentare über Weihnachten losgelassen. Damit ist jetzt Schluss! Das Fest der Liebe soll wenigstens in diesem Jahr versöhnlich sein.

Gerade in unseren heimatlichen Breiten, wird doch die Weihnachtszeit so besinnlich gefeiert, mit Schnee, Christbäumen, edler Beleuchtung und festlichen Gottesdiensten. Die ganze Welt staunt und singt Holy Night. Bratäpfel summen im Ofen, und die Kinder warten gebannt auf Ihre Geschenke. Hier bei uns in Thailand gibt es eher selten Schnee zu Xmas.
Die goldenen Fahnen, in den Friseurgeschäften und anderswo, hängen sowieso das ganze Jahr herum und wünschen uns alles Gute!

Wenigstens die Bargirls sind mit lustigen roten Zipfelmützen und fröhlicher Beleuchtung in Feierstimmung. Palmen sind eben keine Tannen, und wer will bei 35 Grad im Schatten schon Glühwein trinken? Festbier gibt es ja leider auch nicht, die hiesigen Brauereien haben diesen Trend noch nicht entdeckt. Über Bier schreiben wir dann im Frühjahr, wenn wieder Märzenbier angesagt ist.

Weihnachten
Weihnachten

Noch mal zur Erinnerung: Weihnachten, auch Weihnacht, Christfest oder Heiliger Christ genannt, ist das Fest der Geburt Jesu Christi. Festtag ist der 25. Dezember, obwohl die Kinder eher dem 24. entgegen fiebern, das hat wohl etwas mit den Geschenken zu tun. Dieser Christtag, oder auch Hochfest der Geburt des Herrn (lat. Sollemnitas in nativitate Domini), kurz dem Heiligen Abend (auch Heiligabend, Heilige Nacht, Christnacht, Weihnachtsabend), findet also am Vortage statt. Es ist Weihnachten!
Aber warum eigentlich ausgerechnet im Dezember – wurde Jesus tatsächlich am 25. Dezember geboren?

Das Geburtsdatum Jesu kennen wir heute nicht mehr, weil es die ersten Christen nicht interessiert hat. Während Jesus nach heutigem Stand der Wissenschaft wohl irgendwann zwischen dem Jahr 7 und 4 v. Chr. geboren wurde, ist die Feier seiner Geburt deutlich jünger.

Es gibt gute Gründe, anzunehmen, dass die ersten Christen Geburtstage im Allgemeinen überhaupt nicht feierten. Die Feier der Geburt war in der antiken Welt ein heidnischer Brauch. Der Christbaum ist auch heidnisch – na also! Ein Ritual, das mit der Anrufung von guten Geistern einherging, die die gefeierte Person schützen sollten. Das war im frühchristlichen Weltbild – ebenso wie heute – ein Problem. Dennoch gibt es heute ein Datum, an dem wir die Geburt Jesu feiern: den 25. Dezember.

Fakt ist, dass wir für den 25. Dezember im Jahr 353 oder 354 die erste Überlieferung für eine Predigt des römischen Bischofs am „Tag der Geburt des Erlösers“ haben – das älteste uns bekannte Weihnachtsfest. Wie kommt man nur darauf?

Auch hier gilt, wie so oft: So ganz genau weiß man es nicht. Es gibt im Wesentlichen zwei Theorien. Die erste – und weitaus bekanntere – ist diejenige, dass sich das Datum aus dem Bezug zum Geburtsfest des römischen Gottes Sol Invictus (Unbesiegbarer Sonnengott) ergab. Dessen Geburtstag feierte man am kürzesten Tag des Jahres, der Wintersonnenwende.

Die Winterdunkelheit konnte die Sonne nicht besiegen, die daraufhin wieder ihren Siegeszug begann und die Tage wieder länger werden ließ. (Das hat nichts mit Sommer oder Winterzeit zu tun!) Nach der Kalenderreform des Julius Caesar war dieser Tag der 25. Dezember.
Da die Deutung von Jesus Christus als „Licht“ oder „Sonne“ für Christen schon in den Evangelien und aus alttestamentarischen Prophetien bekannt war, lag es auch nahe, dieses Fest im Zuge des aufstrebenden Christentums umzudeuten.

Letztlich ist es auch nicht von Bedeutung, wann genau Jesus geboren wurde, Wichtig ist, er wurde geboren und hat uns mit seiner Lebensgeschichte den Weg gezeigt.

Ob Sie diesem Weg folgen oder nicht, auf jeden Fall sind Sie christlich geprägt worden, und alles hat eben mit Weihnachten angefangen!

Egal ob mit Festbier oder auch ohne, ich werde mein Weihnachtsbierchen trinken und der ganzen Menschheit und besonders Ihnen, liebe Leser, eine frohe Weihnacht wünschen. Frieden der ganzen Welt und etwas mehr Verständnis für die frohe Botschaft, die dieses Kind vor rund 2.000 Jahren gebracht hat.

Bis zum Neujahrsfest alles Gute, wie immer euer

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