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Wegelagerer in Uniform belästigen Touristen

Wegelagerer in Uniform belästigen Touristen

In der „Bangkok Post“ erschienen zwei Leserbriefe, in denen beschrieben wird, wie an der Bangkoker Sukhumvit Road Touristen von Polizeibeamten festgehalten werden.

Reese Walker beschwerte sich in einem Leserbrief mit der Überschrift „Thailändischer Urlaubsalptraum“:

Wir sind zwei weiße europäische Touristen. Nach nur einem Wochenende in Bangkok gehen wir, um gastfreundlichere südostasiatische Städte zu besuchen. Am Freitagabend wurde unser Taxi von der Polizei angehalten. Uns wurde gesagt, wir sollten aussteigen, und dann  wurden wir durchsucht. Meine Handtasche wurde durchsucht, während mein Verlobter alles aus seinen Taschen nehmen musste und am Straßenrand einer beängstigenden und menschenunwürdigen Leibesvisitation unterzogen wurde. Die Polizei weigerte sich, Fragen zu beantworten und war ziemlich unhöflich. Nachdem nichts gefunden wurde, durften wir ohne Erklärung oder Entschuldigung unseren Weg fortsetzen.

Als ob das nicht schon bedauerlich genug gewesen wäre, passierte dasselbe am darauf folgenden Abend bei einem Spaziergang in der Nähe der Kreuzung Asok. Wir wurden angehalten, gefilzt und durchsucht. Als wir uns nach dem Grund dafür erkundigten, lachten die Polizisten uns aus. Die Polizisten wollten von meinem Verlobten sogar einen Urintest am Straßenrand, der negativ ausfiel.

Das ist unser erster und letzter Besuch in Thailand. Die Atmosphäre ist beklemmend und bedrohlich. Die Bars und Clubs schließen früher als in anderen Städten. Und die Schikanen, denen Touristen auf der Straße ausgesetzt sind, können nicht akzeptiert werden. Wir werden die Vorfälle unseren jeweiligen Botschaften melden und Thailand wegen der beiden furchterregenden Vorfälle, die wir als rassistisch einstufen, nicht weiterempfehlen.

Ich hoffe, dass jemand, der etwas zu sagen hat, bemerkt, welcher Schaden damit der rückläufigen thailändischen Tourismusindustrie zugefügt wird.

Einen Tag nach der Veröffentlichung schob die „Bangkok Post“ den Brief eines anderen Lesers nach:

Ich muss das inakzeptable Verhalten der thailändischen Polizei, wie von der unglücklichen Reese Walker beschrieben, nicht nur bestätigen, sondern aufs Schärfste verurteilen.

Letzten Montag saß ich in einem Café in der Nähe Sukhumvit Soi 15. Dort, genau vor mir, standen zwei Tessakit, Stadtinspektoren, flankiert von zwei Polizisten. Die vier Männer in Uniform hielten so viele Touristen auf, dass ich darauf aufmerksam wurde.

Sie durchsuchten Touristen und deren Habseligkeiten sehr gründlich und fragten nach Reisepässen. Viele der Unglücklichen wurden dann festgehalten, und ich sah, wie sie Geld an die Beamten zahlten. Sie wurden gefilzt, aber ich konnte nicht erkennen, was so viele der Touristen falsch gemacht haben sollen.

Die Tessakit hatten einen kleinen Bürotisch aufgestellt und hielten dort einige Leute eine gewisse Zeit fest. Eine Frau war in Tränen aufgelöst und offensichtlich völlig außer sich.

Viele Touristen stritten mit den Tessakit-Beamten. Die Polizisten gingen dazwischen und schüchterten sie so lange ein, bis sie gehorchten.

Wenn das die Art ist, wie Thailand seine Gäste behandelt, dann ist es kein Wunder, dass Miss Walker den Exodus beginnen wird. Thailand sollte gekennzeichnet werden: Vorsicht! Beamte sind gefährlich!

Nachdem noch ein dritter Leserbrief folgte, wurden diese Nachrichten auch in einschlägigen Thailand-Foren diskutiert. Neu ist die Masche nicht, dass Touristen angehalten und zur Kasse gebeten werden. Die meisten von ihnen ließen ein Stück Papier oder eine Zigarettenkippe auf die Straße fallen, was mit einer Geldbuße von 2.000 Baht geahndet wird.

Neu ist aber, dass Touristen gefilzt werden und einen Urintest über sich ergehen lassen müssen.

Der Reiseblogger Richard Barrow ging den Vorwürfen nach und beobachtete, wie Tessakit-Beamte eine Gruppe chinesischer Touristen aufhielt, weil diese auf der Straße geraucht oder Zigarettenkippen entsorgt hatten. Auf dem Bürgersteig geparkte Motorräder (Geldbuße 5.000 Baht) interessierten die Beamten aber nicht.

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