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Wasser

Wasser

Heute geht es um ein Element, ohne dass wir nicht existieren könnten. Die Erde wäre ohne es ein trostloser Steinhaufen, und wir gehen damit um, als wäre es nichts wert. Die Rede ist von Wasser.

Ein faszinierendes Element, eine chemische Verbindung aus den Elementen Sauerstoff (O) und Wasserstoff (H). Wasser ist, wenn es noch rein ist, durchsichtig, weitgehend farb-, geruch- und geschmacklos. Wasser ist auch die einzige chemische Verbindung auf der Erde, die in der Natur als Flüssigkeit, als Festkörper und als Gas vorkommt. Wasser (flüssig) lässt sich nicht komprimieren.

Wenn man bedenkt, dass 71 Prozent der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt sind und dass das Eis auf Grönland rund 4.000 Meter dick ist, kann man eine Ahnung davon bekommen, welche Mengen auf unserem Planeten herumschwimmen oder herumliegen. Aber woher kommt es eigentlich?

Man erzählt uns ja, das die Erde ein glühender Ball war und das für viele Millionen Jahre. Wo war das Wasser damals? Die einen sagen, es war schon immer irgendwo, die anderen sagen es ist mit Kometen zu uns gekommen. Genau kann es uns keiner sagen oder beweisen.

Aber zurück zu den Besonderheiten. Haben Sie gewusst, dass im Gegensatz zu fast allen anderen Stoffen das flüssige Wasser eine höhere Dichte hat als der Feststoff (Eis). Wasser hat auch nicht seine größte Dichte am Schmelzpunkt bei 0° Celsius, sondern erst bei 4° Celsius. (Man nennt das Dichteanomalie des Wassers.) Diese Dichteanomalie ist besonders für Flüsse und Seen bedeutsam.

Die Wasserdichte, die bei rund einem Kilogramm pro Liter liegt, verhält sich nämlich im Vergleich mit den meisten anderen Stoffen ebenfalls ungewöhnlich. Am größten ist sie bei einer Temperatur von vier Grad Celsius. Wird Wasser wärmer, sinkt seine Dichte genauso wie wenn seine Temperatur unter vier Grad fällt. Das kältere Wasser dehnt sich dann aus und steigt nach oben, während vier Grad warmes, dichtes Wasser unten bleibt. Eine Folge davon ist, dass das Wasser am Grund eines Gewässers auch in kalten Wintern nicht gefriert und die Fische und anderen Wasserbewohner hier überleben können, selbst wenn oben eine Eisschicht den See oder Fluss bedeckt.

Wichtig ist auch, dass man unendlich viele Stoffe mit Wasser mischen kann und die Natur es auch reichlich praktiziert. Unser Blut, Milch Fruchtauszüge und endlos mehr.

Der menschliche Körper besteht zum größten Teil aus Wasser. Dieser Anteil nimmt jedoch im Laufe des Lebens ab. Während ein neugeborenes Kind noch ganze 70 bis 80 Prozent Wasseranteil hat, besitzt ein 85-jähriger Mensch nur noch 45 bis 50 Prozent Wasseranteil. (Bei manchen ist es mehr!)

Wasser kommt in der Natur quasi nie in reinster Form vor. Immer ist etwas darin gelöst, in den Meeren beispielsweise Kochsalz.

Reines Wasser ohne Kristallisationskeime dagegen, so haben die amerikanischen Forscherinnen Emily B. Moore und Valeria Molinera in der Theorie gezeigt, gefriert erst bei minus 48,3 Grad Celsius.

Warum ist das Meer überhaupt salzig? Weil Regenwasser kleine Mengen an Kohlendioxid enthält, ist es leicht sauer. Darum kann es Mineralsalze aus dem Boden oder dem Gestein lösen, wenn es darüber- oder hindurchfließt.

Flüsse transportieren das Salz dann ins Meer. Diese Vorgänge finden seit Jahrmillionen statt, und die Meere erhalten auf diese Weise ständig Nachschub. Zusätzlich liefern zwei weitere Prozesse, die sich im Ozean selbst abspielen, Salz nach: Aus hydrothermalen Quellen am Meeresgrund – beispielsweise an mittelozeanischen Rücken – tritt heißes, salzhaltiges Wasser aus.

Da das Meer also ständig Nachschub an Salz erhält, müsste das Wasser eigentlich immer salziger werden. Das geschieht aber nicht. Von geologischen Untersuchungen weiß man, dass die Meere seit Hunderten von Millionen Jahren einen nahezu konstanten Salzgehalt aufweisen. Das Budget ist ausgeglichen.

Wasser

Das liegt an den Salzsenken: Am Grund der Ozeane entstehen aus Meersalz und anderen Substanzen ständig neue Mineralien. Außerdem nutzen winzige Meeresorganismen die Calziumionen, um ihre Kalkschalen zu bilden. Diese Prozesse entziehen dem Meer die Salze wieder.

Von den Umweltbedingungen beeinflusst wird außerdem die Oberflächenspannung, eine weitere Eigenschaft des Wassers, die für Tiere bedeutsam ist. Sie bewirkt, dass zum Beispiel Wasserkäfer auf der Wasseroberfläche laufen können, ohne einzusinken. Beim Waschen und Spülen im Haushalt, wird diese Spannung mit Absicht verringert, damit sich Schmutz von der Kleidung oder vom Geschirr leichter löst. Man spricht von der Wasserhärte (Ph).

Nicht zuletzt ist Wasser ein guter Wärmespeicher. Wärme, die es von der Sonne aufnimmt, gibt es erst langsam wieder ab, insbesondere nachts. Im Gegensatz zum wasserfreien Mond sorgt das für angenehme Lebensbedingungen auf unserem Planeten. Auf dem Erdtrabanten fällt die Temperatur nachts nämlich bis auf minus 100 Grad Celsius, während sie tagsüber 150 Grad plus erreichen kann. Hier bei uns bleiben diese Schwankungen in einem vergleichsweise angenehmen Rahmen. Das macht das Leben vieler Arten auf der Erde erst möglich – dank der Eigentümlichkeit des Wassers.

Für mich persönlich ist es auch wichtig, dass man aus Wasser Bier brauen kann, auch das ist wichtig für das weitere Überleben, besonders in Bayern!

Gehen Sie also mit Wasser (und Bier) sorgsam um, verschwenden Sie es nicht und trinken Sie viel, die Tropen fordern ihren Tribut. Ein weiteres Wasser, das ich sehr schätze, ist das Kirschwasser, es gefriert fast nie, was auch eine Besonderheit darstellt.

Bis demnächst,

Euer

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