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Wale – die größten Säugetiere Der Mensch – ihr größter Feind

Wale – die größten Säugetiere Der Mensch – ihr größter Feind

Wie im letzten HALLO angedeutet, geht’s mal wieder um große Tiere, sehr große Tiere, nämlich um die Wale.

Wale sind übrigens keine Fische sondern Säugetiere, die mit ihren etwa 80 Arten ausschließlich im Wasser leben. Man unterscheidet zwei Unterordnungen: Die Bartenwale (Mysticeti), die sich als Filtrierer von Plankton ernähren und zu den größten Tiere der Erdgeschichte zählen, und die räuberisch lebenden Zahnwale (Odontoceti), zu denen auch die Familie der Delfine  gehört.

Wale sind also aquatische (wasserlebende)  Landwirbeltiere (Meeressäuger), was allerdings erst durch Carl von Linné im Jahr 1758 richtig gestellt wurde.

Mit Ausnahme weniger Flussdelfinarten leben Wale im Meer. Den Übergang zum Wasserleben vollzog diese Säugergruppe vor etwa 50 Millionen Jahren im frühen Eozän.

Körperbau und Nachwuchs

Wale sind eng verwandt mit den Paarhufern (Artiodac-tyla), beide Gruppen bilden gemeinsam das Taxon Cetartio-dactyla (so nennen Wissenschaftler eine Gruppe von Tieren mit Hufen). Die Bestände vieler Walarten sind infolge von Umweltverschmutzung, der Fischerei und des industriell betriebenen Walfangs deutlich zurückgegangen. Wale sind neben den Seekühen die einzigen, vollständig an das Leben im Wasser, angepassten Säugetiere. Sie sind nicht in der Lage, an Land zu überleben. Bei gestrandeten Walen drückt das Körpergewicht ihre Lungen zusammen oder bricht ihnen die Rippen, da die Unterstützung durch den Auftrieb des Wassers fehlt. Kleinere Wale sterben aufgrund ihrer guten Wärmeisolation an Hitzschlag.

Der Körperbau der Wale ist ihrem Lebensraum angepasst, dennoch teilen sie weiterhin wesentliche Merkmale mit allen anderen höheren Säugetieren (Eutheria): Wale sind Luftatmer und besitzen Lungen. Je nach Art können sie zwischen wenigen Minuten und bis zu mehr als zwei Stunden, wie die Pottwale, untergetaucht bleiben. Wale besitzen ein besonders leistungsfähiges Herz. Dadurch wird der im Blut aufgenommene Sauerstoff sehr effektiv im Körper verteilt. Sie gehören zu den gleichwarmen Tieren, das heißt, sie halten im Gegensatz zu den wechselwarmen Tieren eine konstante, von der Umgebung unabhängige, Körpertemperatur.

Wale gebären vollentwickelte Kälber und säugen sie mit extrem fettreicher Muttermilch aus speziellen Milchdrüsen. Die Embryonalentwicklung findet im Körper der Mutter statt. Während dieser Zeit wird der  Embryo durch ein spezielles Nährgewebe, die Plazenta, ernährt.

Körper, Alter und Sozialverhalten der Wale

Wale gehören zu den größten Tiere, die jemals auf der Erde gelebt haben.

Der Blauwal ist mit einer Körperlänge von bis zu 33,5 Metern und einem Gewicht bis zu 200 Tonnen das größte bekannte Tier der Erdgeschichte (ein LKW bringt gerade mal 18 Meter und 40 Tonnen auf die Waage). Der Pottwal ist der größte Räuber aufder Erde. Die kleinsten Walarten erreichen dagegen nur eine maximale Körperlänge von etwa 1,50 Metern, wie etwa der La-Plata-Delfin, der Hector-Delfin und der kalifornische Schweinswal.

Wale zeichnen sich auch durch eine für höhere Säugetiere ungewöhnliche Langlebigkeit aus. Manche Arten, wie etwa der Grönlandwal, können ein Alter von über 200 Jahren erreichen. Die meisten Wale sind äußerst gesellige Tiere mit einem hoch entwickelten Sozialverhalten, nur wenige Arten leben paarweise oder als Einzelgänger. Die Walgruppen oder –schulen bestehen dabei meistens aus 10 bis 50 Tieren, zu bestimmten Gelegenheiten (bei Massenauftreten von Nahrung oder zur Paarungszeit) können die Gruppen jedoch auch weit über 1.000 Tiere umfassen (genau wie bei uns!). Auch Vergesellschaftung mit anderen Walarten ist dabei möglich. Zur Kommunikation untereinan-
der geben die männlichen Tiere gesangsähnliche Töne und Melodien ab (Walgesang), die über hunderte Kilometer im Wasser zu hören sind.

Neuere Forschungen haben ergeben, dass wohl jede Walpopulation ihren eigenen typischen Gesang entwickelt. Manchmal lässt sich sogar ein einzelner Wal an seinem spezifischen, unverwechselbaren Gesang identifizieren. Die Wale jagen auch in der Gruppe, wobei sie sich häufig mit anderen Tierarten zusammentun. So findet man viele Delfinarten gemeinsam mit großen Thunfischen auf Jagdzügen, die großen Fischschwärmen folgen. Buckelwale bilden in Gemeinschaftsarbeit Blasenteppiche, mit denen sie Kleinfisch- und Krillschwärme eingrenzen und in denen sie dann mit geöffnetem Maul auftauchen.

Neben dem Menschen haben die meisten Walarten, aufgrund ihrer Größe, nur sehr wenige Fressfeinde. Besonders nennenswert sind an dieser Stelle nur größere Haie, die gelegentlich kleinere Walarten angreifen und töten, sowie andere, meist größere, Zahnwale. Beinahe berüchtigt ist in diesem Zusammenhang der  Schwertwal (Killerwal).

Japan und Norwegen jagen wieder

Die totale Jagd auf Wale hat in den vergangenen Jahrhunderten viele Walarten bis an den Rand des Aussterbens gebracht. Viele Arten sind für immer verloren.

Unfassbar, dass Japan und Norwegen wieder zum Halali blasen und diese überwiegend friedlichen Tiere gnadenlos abschlachten. Auch das so gerne gegessene Thunfischfleisch ist oft von Delfinen! Denken Sie daran, wenn wieder mal eine Dose aufgerissen wird.

Für unsere Feinschmecker, die alles essen, wenn es nur exotisch klingt: Walfleisch sieht aus wie eine Kreuzung aus Rindersteak, Thunfisch und Leber! Und fühlt sich auch so an!

Es lässt sich super schneiden und muss gut durchgebraten werden. Na dann, guten Appetit!

Ich gönne mir weiterhin lieber einen Schweinebraten oder ein Schnitzel.

Euer herby

herby

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