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Waldhelden gegen Hotelkette Mandarin Oriental

Waldhelden gegen Hotelkette Mandarin Oriental

Eine neue Kampagne der Forest Heroes gegen Mandarin Oriental legt die Verbindungen der Luxushotelkette zu Astra Agro Lestari offen, der vorgeworfen wird, nachhaltig an der Regenwaldzerstörung in Indonesien beteiligt zu sein.

Die Forest Heroes, die sich für die Erhaltung des Regenwaldes einsetzen, begannen mit einer Kampagne gegen Mandarin Oriental und werfen der Eigentümerin der Hotelkette vor, an der Abholzung der Regenwälder, der Zerstörung von Elefantenhabitaten und dem Verstoß gegen Gemeinderechte in Indonesien beteiligt zu sein.

Die Aktivisten, die vor Mandarin-Oriental-Hotels in London, New York und Jakarta protestierten, wiesen darauf hin, dass Jardine Matheson, die die Hotelkette besitzt, gleichzeitig die Muttergesellschaft der indonesischen Palmölfirma Astra Agro Lestari ist.

Waldhelden gegen Hotelkette Mandarin Oriental
Waldhelden gegen Hotelkette Mandarin Oriental

Jardine ist auf den Bermudas registriert, Geschäftsführer ist Ben Keswick, der gleichzeitig der Vorsitzende des Aufsichtsrates von Mandarin Oriental und Vorstandsmitglied von Astra ist.

Astra befeuert die Abholzung des Regenwaldes in den indonesischen Provinzen West-Kalimantan und Zentral-Sulawesi. Die Machenschaften der Firma in Aceh zerstören laut Forest Heroes die Heimat des Sumatra-Elefanten.

Deborah Lapidus, Leiterin der Forest-Heroes-Kamagne, sagte, dass „man einer der am ökologisch zerstörerischsten Firmen auf dem Planenten Profite zukommen lässt, wenn man im Mandarin Oriental absteigt.“ Der Vorsitzende von Mandarin Oriental, Ben Keswick, solle aufhören, mit seiner Firma Regenwälder und die Heimat von Elefanten zu zerstören, fügte sie hinzu.

Forest Heroes veröffentlichte zudem im Rahmen der Kampagne einen investigativen Bericht, wonach Astra Indonesiens zweitgrößter Palmölproduzent ist und zwischen 2006 und 2014 über 14.000 Hektar Regenwald abholzen ließ. Weiterhin wurden seit 2009 rund 27.000 Hektar torfreicher Boden zerstört. Mit letzterer Aktion wurden zwei Millionen Tonnen Treibhausgase erzeugt, die den Emissionen von 830.000 Fahrzeugen in einem Jahr gleichkommen. Weiterhin eignete sich die Firma in der Provinz Aceh ein 250 Hektar großes Gebiet an, das als Heimat für Sumatra-Tiger und -Elefanten gilt. Dort will Astra eine neue Mühle bauen, die in diesem wichtigen Habitat weitere Zerstörungen verursachen würde. Sowohl die Tiger als auch die Elefanten sind als gefährdete Tierarten gelistet.

Astra veröffentlichte eine Stellungnahme, in der es heißt, dass das Unternehmen ökologische Themen sehr ernst nehme und mehrere Umweltpreise gewonnen habe. Es halte sich an indonesische Gesetze und Vorschriften und sei über diese sogar hinausgegangen.

Astra entwickle Plantagen nur auf Ländereien, die von der Regierung zur Plantagennutzung ausgewiesen seien, diese befänden sich außerhalb geschützter Wald- und Naturgebiete. Ferner teilte Astra mit, dass man jetzt nicht mehr vorhabe, in Aceh eine Palmölmühle zu bauen. In einer weiteren Stellungnahme wurde darauf hingewiesen, dass Mandarin Oriental ein anderes börsennotiertes Unternehmen sei als Astra, und dass man nicht umhin komme, die Umweltverträglichkeit der Hotelkette in der Hotelbranche als führend zu bezeichnen.

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