Header Banner
Header Banner
Header Banner
Header Banner
Header Banner

Vulkane

Vulkane

Lieber Leser, wir befinden uns ja zurzeit in der heißesten Jahreszeit, die uns Thailand so zu bieten hat. Was also liegt näher, als sich mit einem mindestens genauso heißen Thema zu befassen. Die Rede ist von den zahlreichen Vulkanen und Geysiren, die es auf der Erde gibt.

Wir leben ja bekanntlich auf einer Kugel, die mit rasanter Geschwindigkeit um die Sonne saust. Dies geht schon ungefähr vier Milliarden Jahre so. Am Anfang war die Erde ein glühender Feuerball, der sich im Laufe der Zeit, und wir sprechen hier von Milliarden Jahren, abgekühlt hat. Zumindest, was die äußere Schale angeht. Der Kern ist nach wie vor flüssig und besteht aus Eisen, flüssigem Gestein und allen anderen Mineralien. Im Vergleich kann man es sich so vorstellen, dass wir auf einer Orange leben, die Schale ist der kalte Teil und der Rest eben heiß!

Auf dieser flüssigen Magmabrühe schwimmen die Erdplatten oder besser gesagt, sie driften, sie sind nämlich in Bewegung. Die heutige Ansicht der Erde war nicht immer so, es gab in grauen Vorzeiten ganz andere Kontinente, und die Gebirge der Erde sind ebenfalls relativ jung und durch diese Verschiebungen entstanden. An den Bruchkanten dieser Kontinentalplatten entsteht natürlich eine enorme Energie, und diese wird entweder durch Verwerfungen oder Erdbeben abgebaut.

Genau wie Pickel in der Haut bilden sich auch unter hohem Druck stehende Magmakammern, die dann Vulkane aufhäufen und gelegentlich explodieren. Alle Begleiterscheinungen, die mit dem Aufstieg und Austritt der glutflüssigen Gesteinsschmelze verbunden sind, bezeichnet man als Vulkanismus.

Bei einem Vulkanausbruch werden nicht nur glutflüssige, sondern auch feste oder gasförmige Stoffe freigesetzt. Im Fall der Erde schmelzen in einer Tiefe ab 100 Kilometer, in der Temperaturen zwischen 1.000 und 1.300 Grad Celsius herrschen, Gesteine zu zäh- plastischem Magma, das sich in großen, tropfenförmigen Magmaherden in zwei bis 50 Kilometer Tiefe sammelt. Wenn der Druck zu groß wird, steigt das Magma über Spalten und Klüfte der Lithosphäre auf. Magma, das auf diese Weise an die Erdoberfläche gelangt, wird als Lava bezeichnet.

Die meisten Vulkane haben annähernd die Form eines Kegels, dessen Hangneigung von der Zähigkeit der Lava abhängt. Die Gestalt kann aber auch unregelmäßig oder kuppelförmig aufgewölbt sein.

Der Begriff „Vulkan“ leitet sich übrigens von der italienischen Insel Vulcano ab. Diese ist eine der Liparischen Inseln im Tyrrhenischen Meer. In der römischen Mythologie galt diese Insel als die Schmiede des Vulcanus, des römischen Gottes des Feuers.

Die Erde ist umhüllt von einem Flickenteppich, der teilweise schlecht vernäht und löchrig ist. An den Nahtstellen und aus den Löchern kann sich ihr heißes Inneres einen Weg nach oben bahnen. Allein in den vergangenen vier Jahrhunderten haben Vulkane etwa 300.000 Menschen getötet. Doch die Feuerspucker sind genauso Lebensspender, Rohstofflieferant, Touristenmagnet – und dadurch bedeutende Wirtschaftsquelle. Weltweit gibt es Tausende von ihnen. Rund 500 gelten als aktiv, jährlich melden sich etwa 50 lautstark und bildgewaltig zu Wort.

Die restlichen Vulkane sind nicht etwa alle erloschen, viele legen gerade nur ein Päuschen ein. Und nicht einfach irgendwo, sondern zum Beispiel auch in Bayern.

Ein Beispiel: Am 27. August 1883 explodiert die Vulkaninsel Krakatau zwischen Java und Sumatra in der Sundastraße. Eine Serie ohrenbetäubender Eruptionen ist zum Teil noch mehr als 4.000 Kilometer entfernt in Australien und auf der Insel Rodrigues bei Mauritius zu hören. Die bis zu 800 Meter hohe Formation aus den Vulkanen Rakata, Danan und Perbuwatan zerbricht und kracht ins Meer. Wassermassen strömen in die geleerten Magmakammern. Tsunamis mit bis zu 40 Meter hohen Wellen sind die Folge. Heißer Ascheregen geht nieder. Mehr als 160 Dörfer wurden an den Küsten der Inseln Sumatra und Java zerstört, 36.400 Menschen sterben. Die Detonation, so berechnen Experten später, war mindestens 10.000 Mal so stark wie die Hiroshima-Atombombe.

Im Gedächtnis der Menschheit ist auch noch der Ausbruch des Vesuvs am 24. August 79, der gleich zwei Städte, Pompeij und Herculanemum, vernichtete. Heute steht nach Ansicht vieler Wissenschaftler der Vesuv wieder vor einem Ausbruch. Der letzte war übrigens 1944. Wenn man bedenkt, dass Neapel nur neun Kilometer entfernt ist, kann man sich leicht vorstellen, welche Auswirkungen zu erwarten sind.

Der zweite große Italiener ist der Ätna auf Sizilien und eigentlich daueraktiv. Mit einer Höhe von 3.300 Metern ein ganz dicker Brocken und ca. 600.000 Jahre alt.

Wenn wir schon bei der Größe sind, der größte bekannte Vulkan in unserem Sonnensystem liegt auf dem Mars, und ist läppische 23 Kilometer hoch! Aber erloschen!
Zurück zur Erde: Hier ist augenblicklich auf Hawaii und in der Umgebung ganz schön was los. Hawaii wird größer und unglaubliche Mengen Magma treten aus und fließen ins Meer.
Auch die Philippinen liegen auf einer sehr aktiven Zone, Pinatubo und andere vulkanische Brüder sorgen laufend für Erdbeben und Spannungen.

Der Iran und die Türkei liegen auf einer aktiven Bruchkante und seit Jahrhunderten wandern enorme Erdbeben durch den Iran gegen die Türkei. Istanbul wird eines Tages ein Fiasko erleben.

Das Erdbeben von San Francisco vom 18. April 1906 erschütterte die Küste Nordkaliforniens und gilt als eine der schlimmsten Naturkatastrophen in der Geschichte der Vereinigten Staaten. In San Francisco und Umgebung kamen durch das Beben und die anschließend ausgelösten Feuer oder durch andere Folgewirkungen mehr als 3.000 Menschen ums Leben Die weitgehend akzeptierte Schätzung der Stärke des Bebens liegt bei bis zu 8,4 auf der Richterskala. Das Epizentrum des Hauptbebens lag etwa drei Kilometer von der Stadt entfernt im Meer nahe Mussel Rock. Das Beben erschütterte die Gegend entlang der San-Andreas-Verwerfung und wurde von Oregon bis Los Angeles sowie bis nach Nevada wahrgenommen.

Für die Menschheit dürfte aber der Yellowstone am gefährlichsten sein. Hier kocht seit Jahrmillionen ein giftiger Cocktail, der, wenn es zu einer Explosion kommt, mit hohen Fontänen, die bis ins Weltall reichen können, einen großen Teil der Erdoberfläche vernichten würden.

Wir leben hier in Thailand in einer relativ ruhigen Zone, Bangkok steht im Matsch und ist also nicht durch Erdbeben gefährdet. Pattaya ist sowieso nicht von dieser Welt, und solange es kühles Bier gibt, ertrage ich die Hitze!

Euer

herby

Ähnliche Beiträge