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Volkskrankheit – Diabetes

Volkskrankheit – Diabetes

Heute geht es mal um Süßes! Aber nicht wie Sie denken um Naschereien! Nein, um Blutzucker, sprich Diabetes.

Jeder hat schon von Diabetes gehört. Die Einen haben sie und wissen es, die Anderen wissen es und ignorieren sie und die weitaus größte Gruppe weiß es nicht. Leider tut Diabetes nicht weh, wäre es so, wäre es einfach.

Diabetes ist eine Volkskrankheit, die schleichend abläuft. Gefühlsärmere Fußsohlen, schlechtere Augenleistung (besonders Nachts), ständiger Durst (…habe ich auch!) und  im fortgeschrittenen Stadium, Durchblutungsstörungen (besonders in den Beinen) bis zur schwarzen Amputation, Blindheit, Leber- und Nierenstörungen, nachlassen der Sexualität (und das in Pattaya) und vieles mehr!

Geregelt wird der Blutzuckerhaushalt im Körper übrigens hauptsächlich von der Bauchspeicheldrüse (Pancreas). Sie reguliert den Zuckerabbau mittels Insulin. Wenn hier eine Störung vorliegt, kommt es zu Diabetes. Aber auch die Leber mischt im Zucker mit, produziert sie doch ebenfalls Zucker (Alkohol wird da umgewandelt).

Eine vererbte Diabetes (Typ 1) muss vom ersten Tag an mit Insulin, lebenslang, behandelt werden. Unter die Klasse Typ 2, fallen alle anderen Diabetiker. Hier muss der Arzt entscheiden, wie und mit welchen Mitteln behandelt wird. Um es gleich zu sagen, bei richtiger Lebensweise können Diabetiker steinalt werden.

Wie sehen die Werte aus? Der Blutzucker liegt nüchtern normalerweise zwischen 3,9 und 5,5 mmol/l (oder bei der Messeinheit in Milligramm: 70-99 mg/dl). Ein einmalig gemessener Blutzuckerwert darüber ist noch kein Beweis für das Vorliegen einer Diabetes. Bei wiederholten Messungen oberhalb dieses Normbereichs oder einmaligen, extrem stark erhöhten Werten ist die Diagnose Diabetes aber so gut wie gesichert.

Die Diagnose Diabetes wird außerdem durch Diabetes typische Symptome und einen erhöhten Blutzucker-Langzeitwert  (HbA1c) bestätigt.
Nochmals, nach gängiger Lehrmeinung liegt Diabetes mellitus dann vor, wenn eines der folgenden Kriterien erfüllt ist: Nüchtern Blutzucker e“ 7 mmol/l (126 mg/dl) Blutzucker e“ 11,2 mmol/l (200 mg/dl) zwei Stunden nach der Gabe von 75 g Glukose (oraler Glukose-Toleranztest = oGTT) Blutzucker e“ 11,2 mmol/l (200-mg/dl) und sonstige Anzeichen für Diabetes, wie beispielsweise starker Durst und häufiges Wasserlassen oder unerklärlicher Gewichtsverlust. So, dass wäre klar!

Dass Diabetes Herz und Gefäße gefährden kann, ist weithin bekannt. Jetzt betonen Wissenschaftler der Universität Tübingen einmal mehr, dass bei Zuckerkranken auch das Krebsrisiko steigt. Allerdings gilt dies vor allem dann, wenn der Blutzucker schlecht eingestellt ist. Man kann sich also schützen. Scheinbar auch mit der Wahl der richtigen Tabletten. Eine Risikoerhöhung wurde zum Beispiel nachgewiesen für: Brust-, Darm-,  Blasen-, Leber-, und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Warum das so ist, wissen die Wissenschaftler nicht so genau. Sie vermuten aber, dass durch einen hohen Blutzuckerspiegel das Wachstum von Krebszellen unterstützt wird. Sie benötigen für ihre Ausbreitung ganz viel Zucker. Allerdings: Auch die Behandlung mit Insulin oder Sulfonyl-harnstoffen scheint das Krebsrisiko zu erhöhen. Die Tübinger Ärzte sagen nun, dass gefährdete Menschen mit Diabetes mit Metformin oder dem Wirkstoff Gliclazid behandelt werden sollten. In Studien zeigten sich unter einer Metformin-Therapie günstige Effekte auf die Krebsgefahr. Metformin ist ein Medikament, das die Glukoseaufnahme in der Darmzelle verzögert und die Freisetzung von Glukose aus der Leber vermindert. Zudem wird die Insulin-Wirkung verbessert, was zu einer erhöhten Aufnahme von Zucker durch Muskel- und Fettzellen führt. Metformin ist das Standard-Medikament für Diabetiker und kostet in thailändischen Apotheken fast nichts! Ich habe recht gute Erfahrungen mit einem Medikament von Novartis gesammelt, GALVUS MED 1000, ist nicht billig, hat bei mir gut gewirkt. Unbedingt sollte der Arzt die Entscheidung treffen.

Liebe Diabetiker, die Fastenzeit hat begonnen! Gewicht runter und Bewegung sind die einfachsten Medikamente. Finger weg von übermäßigem Kaloriengenuss, wie  Weißbrot, Reis und Kartoffeln. Etwas besser sind Nudeln, weil der Blutzucker nach dem Genuss von Pasta-Gerichten langsamer ansteigt. Nudeln haben also einen niedrigen glykämischen Index (das ist die Maßeinheit, die anzeigt, ob bestimmte Lebensmittel den Blutzucker langsam oder schnell ansteigen lassen). Das bedeutet nicht, dass Sie kein Brot mehr essen sollen. Gerade Vollkornbrot ist durchaus zu empfehlen. Wenn es um Hauptgerichte geht, sind Nudeln in jedem Fall zu empfehlen. Allerdings nur dann, wenn keine Rahm- und Sahnesaucen im Spiel sind. Ganz übel ist Laugengebäck, das hängt mit der speziellen Backmethode mit Lauge zusammen. Bei keinem anderen Gebäck steigt der Blutzucker so rasch an wie nach dem Genuss einer Laugenbrezel. Bei Diabetes sollten Sie komplett darauf verzichten.

Wenn ich zum Schluß noch was zum Bier sagen darf, traurig aber wahr, am besten nicht mehr als 1 Glas am Tag (die Gläser der Woche sparen und dann am Samstag saufen – NEIN – es ist auch nicht von einer Mass die Rede!). Zimt ist Blutzucker senkend, die thailändische Bittergurke (Maarah oder so ähnlich) ebenfalls. Ein Schnäpschen am Morgen soll allerdings  nicht schlecht sein. Generell sollten braune Spirituosen gemieden werden, wenn schon dann klar!

Essen Sie morgens ordentlich, mittags weniger und zum Abend Kalorienarm oder besser -frei. Ein Steak mit Salat ohne Soßen. Diabetes bedeutet nicht, auf Kohlenhydrate verzichten zu müssen. Im Idealfall sollten Kohlenhydrate 45 bis 60 Prozent der täglichen Nahrungszufuhr ausmachen. Entscheidend ist, welche Zuckerstoffe man zu sich nimmt. Und hier spielt der  „Glykämische Index“ eine Hauptrolle (da ist er wieder). Das ist eine Art Maßeinheit für Nahrungsmittel, die besagt, ob eine bestimmte Kost den Blutzucker deutlich in die Höhe treibt oder nicht. Ein niedriger glykämischer Index ist also besser.

Günstige Kohlenhydrat-Lieferanten sind frisches Gemüse, Obst (außer der Melone), Vollkorn-Produkte, Hülsenfrüchte und fettarme Milchprodukte. Es würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, wenn man alle Fakten über Diabetes ansprechen wollte, mein Anliegen ist ganz einfach, wenn Sie Diabetes haben, nehmen Sie die Sache Ernst. Falls Sie es nicht wissen, lassen Sie es prüfen. Ein Diabetes-Test ist völlig harmlos und schmerzfrei. Gut, wenn Sie es wissen!

 

Euer Herby

herby

 

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