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Verwunderliche Dinge

Verwunderliche Dinge

Es ist immer interessant, wenn man das erste Mal in einem neuen Land ist und plant, ein paar Wochen zu bleiben. Die folgenden Dinge werden einen Besucher unweigerlich in Erstaunen versetzen, vielleicht sogar nerven, wenn er in Deutschland ist.

Sonntags Ruhetag

Das ist etwas, woran man sich wohl erst mal gewöhnen muss. Wenn man das erste Mal in Deutschland ist, wird man sich wundern, dass sonntags alles geschlossen ist. Das mag seine Vorteile haben, denn das bedeutet, dass Leute tatsächlich am Wochenende Zeit haben und mit der Familie verbringen können. Im Sommer füllen sich die Parks, in den Restaurants gibt es viel zu tun, oder man kann sich mit Freunden zu Hause zum Essen verabreden.

Auf der anderen Seite aber ist es ziemlich schwierig, einkaufen zu gehen, wenn man berufstätig ist. Man kann zwar ein paar Snacks an Imbissbuden oder an Tankstellen bekommen, aber alle Supermärkte und Kaufhäuser sind geschlossen. Wenn man das außerhalb Deutschlands erzählt, dann mag das niemand glauben, zumal in keinem Land, in dem ein 7-Eleven rund um die Uhr sieben Tage die Woche geöffnet hat.

Die Anmeldung

Wenn man mehr als drei Monate in Deutschland ist, muss man sich anmelden. Hört sich einfach an, zumal man im 21. Jahrhundert alles online erledigen kann. Nicht aber so in Deutschland. Wegen einer offensichtlichen Technikphobie muss man hier persönlich beim Bürgeramt vorstellig werden und Papierkram mitbringen. Wenn man sich in Berlin anmelden will, darf man mitunter einen Monat oder länger auf einen Termin warten.

Fahrkarten stempeln

Für jeden, der aus Ländern wie den USA oder Großbritannien oder auch aus Thailand kommt, scheint es bizarr, dass man einfach so auf die Plattform einer U-Bahn-Station gehen kann. Das liegt daran, dass der deutsche Service auf einer merkwürdigen Basis arbeitet: Man muss natürlich eine Fahrkarte kaufen, aber es wird darauf vertraut, dass man das auch tut. Die meisten Leute, die vor Ort leben, werden eine Monatskarte haben, es gibt auch ein App, um online Fahrkarten zu kaufen.

Doch Leute, die gerade ankamen, brauchen eine Fahrkarte aus Papier. Und wie soll man das Kleingedruckte lesen, wenn man kein Deutsch spricht und die Karte zudem vor der Fahrt abstempeln muss. Hat man eine Fahrkarte und stempelt sie nicht ab, fährt man schwarz.

Die Kontrolleure sind meist in Zivil. Wenn man das erste Mal in Deutschland ist und einem kommt eine Person nahe, die einen Trainingsanzug und eine Kapuze trägt, ein Gerät herausholt und nach der Fahrkarte fragt, dann ist das für Ausländer kein legitimer Kontrolleur, was verwirrend und geradezu bedrohlich wirken kann.

Medikamente nur in Apotheken

Hier soll keineswegs dazu ermuntert werden, deutsches Bier zu trinken, aber es kann schon sehr verführerisch sein. Das Problem ist dann, am nächsten Morgen eine Kopfschmerztablette aufzutreiben. Anders als in Thailand gibt es in Supermärkten keine Medikamente, man muss zur Apotheke.

Und da sonntags alles geschlossen ist, steht man mit seinen Kopfschmerzen da. In anderen Ländern wäre so etwas unvorstellbar, in Deutschland gehört das zum täglichen Leben. Manche Apotheken haben einen Notdienst, ansonsten darf man sein Glück auf Bahnhöfen oder Flughäfen versuchen.

Überholte Geräte

Einen Küchenabfallzerkleinerer, der im Waschbecken in der Küche eingebaut ist, kennen Deutsche nur aus amerikanischen Filmen. Amerikaner, die in Deutschland sind, glauben, sie seien im Mittelalter angekommen. Ein Küchenabfallzerkleinerer ist ein Ding, in dem Küchenabfälle klein gehackt und mit dem Abwasser entsorgt werden. In Deutschland ist das Science Fiction.

Vor zehn Jahren hatte die Hälfte der US-Haushalte solch einen Zerkleinerer, in Großbritannien waren es immerhin sechs Prozent. In Deutschland fast 0 Prozent. Daher haben die meisten Deutschen nie einen mit eigenen Augen gesehen. In Deutschland muss man sich daher daran gewöhnen, das gebrauchte Geschirr über einem Mülleimer abzukratzen. Wie gesagt, Mittelalter!

Ein weiteres kaum benutztes Gerät ist der Wäschetrockner. Sehr beliebt in den USA, oft vorhanden in Großbritannien, aber in Deutschland eher selten. Die meisten Deutschen hängen ihre nasse Wäsche sogar dann an die Leine, wenn sie nur eine Wohnung und kein Haus haben. Unglaublich, aber wahr!

Nur Bares ist Wahres

Barzahlung gehört in den USA und in Großbritannien beinahe der Vergangenheit an. Die Überwachungsproblematik und die Möglichkeit von Cyber-Diebstählen soll hier jedoch nicht das Thema sein, sondern die Bequemlichkeit, die mit Karten- und App-Zahlungen einhergeht.

In Deutschland wird Bargeld verlangt, sogar in vielen Restaurants. Und wenn man mit Karte bezahlen kann, dann kommt doch tatsächlich ein Kellner mit einer Quittung, die man unterschreiben muss. In anderen Ländern gibt es so etwas schon lange nicht mehr. Wenn man kein Bares mehr hat, und der nächste Geldautomat viele Kilometer entfernt ist, dann hat man ein Problem.

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