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USA fordern 662 Millionen Dollar von Kambodscha

USA fordern 662 Millionen Dollar von Kambodscha

Nach über 50 Jahren fordern die USA die Rückzahlung der „Kriegsschulden“ von Kambodscha in Höhe von 662 Millionen Dollar. Die US Air Force hatte während des Vietnamkriegs in den 1970er-Jahren mit „B-52 Stratofortress“-Bombern mehr als 500.000 Tonnen Bomben über Kambodscha abgeworfen und damit schätzungsweise 500.000 Zivilisten getötet. Denn die „B-52“-Bomber flogen so hoch, dass sie nicht zwischen kambodschanischen Dörfern und ihren eigentlichen Zielen, den nordvietnamesischen Versorgungslinien, unterscheiden konnten.

Die Bombardierungen trieben hunderttausende Zivilisten in die Arme der kommunistischen Roten Khmer, die im Jahr 1975 an die Macht kamen und für weiteres Elend sorgten. Bis 1979 sollen unter den Roten Khmer zwei Millionen Menschen durch Hinrichtung oder den Hungertod umgekommen sein.

Um eine Hungerkrise abzuwenden, stellten die USA der offiziellen Regierung von Kambodscha ein Darlehen von 274 Millionen Dollar bereit, um die Nahrungsmittelversorgung zu sichern. Die damalige Regierung wurde von General Lon Nol kontrolliert, der sich zuvor mit Hilfe der Amerikaner an die Macht geputscht hatte, aber 1975 floh. Danach übernahmen die Roten Khmer die Regierung und die Schreckensherrschaft begann.

Doch die kambodschanische Regierung reagiert abweisend auf die Forderungen. Hun Sen, Kambodschas Premierminister und ehemaliger Kommandant der Roten Khmer, sagte in einem Interview: „Die USA haben in meinem Land Probleme verursacht und fordern nun Geld von mir. Sie haben Bomben auf unsere Köpfe geworfen und verlangen nun eine Rückzahlung. Wenn wir dieser Aufforderung nicht nachkommen, werden sie dem IWF sagen, uns kein Geld mehr zu leihen. Wir sollten unsere Stimmen erheben und lieber über das Land sprechen, das in andere (Länder) eingedrungen ist und Kinder getötet hat.

William Heidt, der derzeitige US-Botschafter in Phnom Penh, meinte zu dem brisanten Thema: „Für mich sieht Kambodscha nicht wie ein Land aus, das in Verzug sein sollte (…) Überall in der Stadt entstehen Gebäude, die ausländischen Investitionen fließen und die Staatseinnahmen steigen rasch. Die Weigerung Kambodschas, seine Schulden an die USA zurückzuzahlen, stelle das Land auf eine Stufe mit dem Sudan, Somalia und Simbabwe.

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