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Unsere letzten Kaiser

Unsere letzten Kaiser

Kennen Sie das deutsche Eck in Koblenz?

Auf einer wuchtigen dreieckigen Halbinsel, genau dort wo die Mosel in den Rhein fließt, gegenüber der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz, wurde ein monumentales Denkmal errichtet, auf dem Kaiser Wilhelm I. auf seinem Pferd sitzend die Attraktion darstellte.

Mit samt dem Gaul war das Monstrum 14 Meter hoch. Eine amerikanische Granate fegte den Kaiser am 16. März 1945 vom Sockel, was natürlich reiner Zufall war! Lange war der große Sockel verwaist, nur eine deutsche Fahne wehte im Wind (schluchz!). Aber am 25. September 1993 wurde durch die private Initiative der Familie Theisen aus Koblenz der Kaiser wieder installiert.

Kaiser_Wilhelm I
Kaiser_Wilhelm I

Kaiser Wilhelm I.

Dieser Kaiser Wilhelm I., geboren am 22. März 1797 als Wilhelm Friedrich Ludwig von Preußen und gestorben am 9. März 1888, aus dem Haus Hohenzollern, war seit 1858 Regent und seit 1861 König von Preußen. Ab 1866 Präsident des Norddeutschen Bundes sowie ab 1871 erster Deutscher Kaiser.

Wilhelm war konservativ eingestellt und hatte wegen seiner Rolle bei der Niederschlagung der Revolution von 1848/49 (die ersten Demokraten) den Beinamen „Kartätschenprinz“. Noch während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/1871 hatte er sich dem Gedanken widersetzt, zusätzlich Deutscher Kaiser zu werden, erlangte im Kaiserreich aber große Popularität.

Otto von Bismarck
Otto von Bismarck

Seine Regierungszeit war wesentlich vom Wirken Otto von Bismarcks als preußischer Ministerpräsident und Reichskanzler geprägt. Am 1. Januar 1807 – Preußen hatte am 14. Oktober 1806 bei Jena und Auerstedt eine vernichtende Niederlage gegen Napoleon hinnehmen müssen – ernannte sein Vater den neunjährigen Wilhelm zum Leutnant.

1861 bestieg Wilhelm den preußischen Thron, da war er schon General. Am 18. Oktober 1861 fand die prachtvolle Krö-
nungsversammlung in Königsberg in der Schlosskirche statt. Wilhelm setzte sich selbst die Krone aufs Haupt und nahm das Zepter, den Reichsapfel und das Reichsschwert vom Altar, danach krönte er seine Frau zur Königin und sagte: „Von Gottes Gnaden tragen Preußens Könige seit 160 Jahren die Krone.“

Im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 übernahm Wilhelm wieder den Oberbefehl über die gesamte in Frankreich einrückende Armee, befehligte selbst bei Gravelotte und bei der Schlacht bei Sedan; zudem leitete er von Ok-
tober 1870 bis März 1871 von Versailles aus nominell die militärischen Operationen und die politischen Verhandlungen über die Gründung des Deutschen Reichs. Tatsächlich spielt auch hierbei Bismarck die wesentliche Rolle. Wilhelm war nur schwer davon zu überzeugen, Preußen künftig in einem gesamtdeutschen Nationalstaat aufgehen zu lassen, auch wenn er selbst an dessen Spitze treten sollte.

Der Annahme des Titels Deutscher Kaiser widersetzte er sich noch bis zum Vorabend der Kaiserproklamation im Spiegelsaal von Versailles, die am 18. Januar 1871 stattfand.

Kaiser Friedrich III
Kaiser Friedrich III

Kaiser Friedrich III. und Kaiser Wilhelm II.

Sein Sohn Friedrich III., mit vollem Namen Friedrich Wilhelm Nikolaus Karl von Preußen, folgte ihm auf den Thron, war allerdings sehr schwach und von Krankheit gezeichnet. Nach nur 99 Tagen als Deutscher Kaiser verstarb er und sein Sohn Wilhelm II., mit vollem Namen Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen aus dem Haus Hohenzollern, übernahm das junge deutsche Kaiserreich.

Wir hatten also drei Kaiser und „Willy 2“ war nicht der Sohn, sondern der Enkel!

Kaiser Wilhelm II
Kaiser Wilhelm II

Er war von 1888 bis 1918 im Amt und hatte den großen Fehler begangen, sich seinen Generalen zu beugen und zusammen mit seinem Kollegen, dem österreichischen Kaiser 1914 den 1. Weltkrieg zu entfesseln.

Obwohl kein einziger gegnerischer Soldat auf deutschem Boden stand, wurde durch den Aufstand der deutschen Marine der Krieg beendet und Deutschland hart bestraft.

Der Kaiser dankte ab und ging ins niederländische Exil, wo er am 4. Juni 1941 gut bewacht von Soldaten der Wehrmacht verstarb und auch beigesetzt wurde. Es erregte kaum Aufsehen in der deutschen Bevölkerung. Hitler schickte zwar einen monströsen Kranz nach Doorn und einige Nazi-Bonzen zur Bestattung. Aber ansonsten war dem NS-Regime daran gelegen, keinen Wirbel um den Tod des Ex-Kaisers zu machen.

Die Monarchie war nie das Ding der Nazis.

Gäbe es heute noch einen Kaiser, hätten wir jetzt Thronfolger. Der Chef des Hauses Hohenzollern, Georg Friedrich Prinz von Preußen (36), und seine Frau, Sophie Prinzessin von Preußen (34), sind vor einiger Zeit Eltern von Zwillingen geworden.

Ich persönlich brauche keinen Adel in der Verantwortung und schon gar keinen Kaiser. Lassen wir den Engländern ihre Königin – wir haben unsere Regentin Frau Merkel und das reicht wirklich bis auf Weiteres!

Euer Herby

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