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Unfall im Walmart: Kunde soll 6,4 Millionen Euro erhalten

Unfall im Walmart: Kunde soll 6,4 Millionen Euro erhalten

Beim Einkauf in einer Walmart-Filiale in Phenix City (Alabama) brach sich Henry Walker (damals 59) im Juni 2015 seine Hüfte. In der Obstabteilung griff er nach einer Wassermelone und blieb mit seinem Fuß in einer Holzpalette am Boden stecken, denn sein Fuß sei dabei in eine Seitenöffnung der Palette gerutscht. Als er sich zu seinem Einkaufswagen umdrehen wollte, hing sein Fuß fest und der 59-Jährige stürzte. Nach dem Sturz benötigt der Veteran der U.S. Army mittlerweile eine Gehhilfe.

Walker klagte gegen Walmart (11.690 Mitarbeiter, 413 Milliarden Euro Umsatz) und warf dem Konzern vor, er habe es versäumt „ein vernünftiges Maß an Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, seine Örtlichkeiten sachgemäß zu sichern und die Öffentlichkeit vor unsicheren und gefährlichen Bedingungen zu warnen“. Er hätte sich bestimmt nicht verletzt, wenn die Wassermelone leichter zu erreichen und die Holzpalette nicht im Weg gewesen wäre, meinte Walker. Vor Gericht wurde auch ein Überwachungsvideo aus der Walmart-Filiale als Beweismittel gezeigt. In dem Video sah man dann deutlich, dass auch andere Kunden in der Holzpalette steckenblieben, weshalb man Walker keine besondere Ungeschicklichkeit vorwerfen konnte.

Das Gericht gab dem mittlerweile 61-jährigen Armeeveteranen Recht und beschloss, dass Walmart ihm 2,1 Millionen Euro Schadensersatz und 4,3 Millionen Euro Schmerzensgeld bezahlen muss. Shaun O’Hara, einer seiner Rechtsanwälte, sagte: „Wenn man unversehrt in einen Supermarkt geht, erwartet man ja wohl nicht, auf einer Trage wieder rausgebracht zu werden.“ Er bezeichnete die Gesamtsumme als angemessen. Walmart sei von dem Urteil enttäuscht und habe vor Berufung einzulegen.

Weitere kuriose Rekordklagen in den USA

Johnson & Johnson musste 2017 354 Millionen Euro bezahlen.
Johnson & Johnson musste 2017 354 Millionen Euro bezahlen.

Im August 2017 hatte Eva Echeverria (63) gegen den US-Kosmetikkonzern Johnson & Johnson geklagt. Seit ihrem elften Lebensjahr benutzte sie das Babypuder des Kosmetikriesen, der letztendlich Eierstockkrebs bei ihr ausgelöst hat und der 2007 festgestellt wurde. Echeverria bekam vor einem Gericht in Los Angeles Recht und die Geschworenen haben ihr Schadensersatz in Höhe von 354 Millionen Euro zugesprochen.

13,6 Millionen Euro bekam 2015 die Witwe eines Kettenrauchers.
13,6 Millionen Euro bekam 2015 die Witwe eines Kettenrauchers.

Cynthia Robinson hatte den US-Tabakkonzern R.J. Reynolds Tobacco Co. in Florida 2008 verklagt, nachdem ihr Mann im Alter von 36 Jahren 1996 an Lungenkrebs gestorben ist. Ihr Vorwurf war, dass der Konzern die Gefahren des Rauchens und die Suchtgefahr seiner Produkte verheimlicht habe. Ihr Mann hatte als 15-Jähriger mit dem Rauchen angefangen und kam von der Sucht nicht mehr los. Ein Gericht hatte der Ehefrau dann 17 Milliarden Euro Schadensersatz zugesprochen. Im Januar 2015 hat aber ein Berufungsgericht die Summe auf freundliche 13,6 Millionen Euro reduziert.

545.000 Euro kostete McDonald’s ein verschütteter Kaffee.
545.000 Euro kostete McDonald’s ein verschütteter Kaffee.

Im Jahr 1994 bekam Stella Liebeck (79) von einem Gericht in New Mexico zunächst 2,5 Millionen Euro von McDonald’s zugesprochen, weil sie Verbrennungen dritten Grades erlitten hatte. Sie wollte auf dem Beifahrersitz Milch und Zucker in den Becher kippen, den sie zwischen ihren Beinen platziert hatte. Dabei verschüttete sie Kaffee und verbrannte sich die Haut an den Oberschenkeln. Die Strafe wurde aber Jahre später auf 545.000 Euro reduziert.

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