Header Banner
Header Banner
Header Banner
Header Banner

Unfälle an unbeschrankten Bahnübergängen nehmen zu

Unfälle an unbeschrankten Bahnübergängen nehmen zu

Ein neuer Tag, ein neuer Unfall: In Thailand gibt es fast 600 illegale Bahnübergänge, die von Anwohnern gebaut wurden, um Strecken zu verkürzen. Nachdem es innerhalb von drei Tagen drei Unfälle gab, sehen sich die Behörden genötigt, etwas zu ändern – wieder einmal. Das Problem ist nicht neu, immer wieder kommt es zu Unfällen auf unbeschrankten Bahnübergängen, ob legal oder illegal spielt dabei keine Rolle. Nachdem innerhalb von einer Woche sechs Personen starben und 21 teils schwer verletzt wurden, kündigte das Verkehrsministerium an, die Sicherheit auf Bahnübergängen verbessern zu wollen.

Verkehrsminister Luftwaffengeneral Prajin Juntong sagte, dass im Land mindestens 584 Bahnübergänge von Anwohnern gebaut wurden, was natürlich nicht mit der staatlichen Eisenbahngesellschaft SRT koordiniert wurde. Diese inoffiziellen Übergänge, die nicht auf SRT-Karten verzeichnet sind, erhöhen das Risiko, dass Züge mit Fahrzeugen zusammenstoßen, weil Zugführer nicht damit rechnen, dass die Gleise überquert werden.

Prajin sagte, er habe eine Arbeitsgruppe einberufen, um sich des Problems anzunehmen mit dem Ziel, Warnlichter an Bahnübergängen anzubringen und auf diese Weise Fahrzeugführer vor herannahenden Zügen zu warnen.

Weiterhin werde die SRT an 775 Bahnübergängen Schranken bauen, um aus den unbeschrankten Übergängen beschrankte zu machen. Hinzu kommt, dass die SRT für das kommende Jahr 403 Millionen Baht bereitgestellt hat, um Schranken an weiteren 130 Bahnübergängen zu bauen.

Prajin schätzt, dass jedoch insgesamt drei Milliarden Baht benötigt werden, um alle Arbeiten abzuschließen. Daher soll im kommenden Jahr das Budget weiter erhöht werden.

Unfälle an unbeschrankten Bahnübergängen nehmen zu 1Es gab weder Warnlichter noch Schranken an dem Bahnübergang im Stadtbezirk Khon Kaen, als ein Zug auf dem Weg von Nakhon Ratchasima nach Nong Khai mit einem Laster zusammenstieß. Es handelte sich um den bislang schwersten Unfall in der Serie.

SRT-Sprecherin Nuan-anong Wongchan sagte, vier Personen wurden getötet und weitere 20 schwer verletzt. 60 Menschen wurden leicht verletzt.

Getötet wurden die Zugführe sowie ein Passagier und ein Mönch.

Augenzeugen berichteten, der Zug habe den Bahnhof Khon Kaen gerade verlassen und war auf dem Weg nach Nong Khai. Nach etwa 15 Minuten sei ein Lastwagen auf den Gleisen gesichtet worden. Der Lkw fuhr auf die Gleise, obwohl die Zugführer Warnsignale abgaben.

Einen Tag zuvor war in Phitsanulok ein Honda von einem Zug gerammt worden, als der Wagen die Gleise überquerte. Das Auto war mitten auf der Strecke stehen geblieben, der Motor sprang nicht mehr an. Verletzt wurde bei diesem Unfall niemand.

Weniger glücklich ging ein Unfall wiederum einen Tag zuvor aus: Ein Ehepaar starb, als ein Zug in Phetchaburi, aus Bangkok kommend, nach Hua Hin unterwegs, das Fahrzeug des Pärchens auf einem illegalen Bahnübergang rammte. Bei dem Zusammenstoß ging das Auto in Flammen auf, das Pärchen hatte keine Chance.

Ähnliche Beiträge