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UNESCO kritisiert Bildung

UNESCO kritisiert Bildung

Verantwortlichkeit im thailändischen Bildungssystem muss ebenso verbessert werden wie unterdurchschnittliche Standards bei allen Altersgruppen. So das Fazit eines aktuellen UNESCO-Berichts.

Der Global Education Monitoring Report der UNESCO hebt hervor, welche Verantwortung der Staat zu übernehmen hat, damit ein hoher Bildungsstandard erreicht werden kann. Ohne diese Verantwortung können Ziele nicht erreicht werden, so die UNESCO, die außerdem warnte, dass niemand allein für Schwächen im Bildungssystem verantwortlich gemacht werden dürfe, weil dies zu negativen Nebenwirkungen führe.

Für Bildung müsse gemeinsam Verantwortung übernommen werden, und zwar vom Staat, von den Schulen, den Lehrern, den Eltern und der Privatwirtschaft, sagte die UNESCO-Chefin Irina Bokowa. Verantwortung bedeute hier, das es darauf ankomme, wie Lehrer unterrichten, Schüler lernen und der Staat reagiere. Hier müssten die Prinzipien von Gleichheit, Einbeziehung und Qualität bedacht werden.

Thailand hat ein System der Verantwortlichkeit, das sich durch die Noten in Tests herleitet, aber die Leistungen haben sich seit 2003 nicht verbessert.

Das Land hat seit 2006 keinen eigenen Bericht mehr über die Leistungen der Schüler veröffentlicht. Die UNESCO wies in ihrem Bericht darauf hin, dass es keine Beschränkung für Schülerzahlen im Klassenzimmer der Grund- und Mittelschule gebe. Gleichzeitig wurde kritisiert, dass das Land zu sehr auf Testergebnisse der Schüler bzw. Lehrerbeurteilungen setze.

Laut UNESCO gibt es viele Herausforderungen, denen sich das Land in Bezug auf das Bildungssystem gegenübersehe.

Dazu gehört unter anderem, dass zwar 99 Prozent aller Schüler die Grundschule (in Thailand sechs Jahre) abschließen, aber nur 85 Prozent die Mittelschule (vergleichbar mit der Hauptschule).

50 Prozent der Schüler werden in einer Sprache unterrichtet (Thai), die nicht ihre Muttersprache ist.

Zwölf Prozent erreichen in Rechnen nicht die gewünschte Punktzahl beim Abschluss der Grundschule.

Mit Abschluss der Mittelschule können nur 50 Prozent der Schüler richtig lesen und nur 46 Prozent richtig rechnen.

Nur 45 Prozent der Schulen haben ein Minimum an sanitären Einrichtungen, nur 60 Prozent haben Zugang zu Trinkwasser.

Nur 80 Prozent der ärmeren Schüler beenden die Mittelschule, während diese von 100 Prozent der wohlhabenden Schüler abgeschlossen ist.

3,9 Millionen Thais können keine einfachen Sätze lesen.

Ein Drittel der Schüler zwischen 13 und 15 Jahren waren zwischen 2010 und 2015 Mobbing ausgesetzt, wobei 29 Prozent von ihnen physische Gewalt erlebten.

Positiv ist zu vermelden, dass Thais vor Gericht ziehen und das Recht auf Bildung einklagen können. Das gibt es zurzeit nur in 55 Prozent aller Länder.

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