Header Banner
Header Banner
Header Banner
Header Banner

Tödliche Tollwut

Tödliche Tollwut

In vielen Provinzen des Landes grassiert die Tollwut, mehrere Menschen sind bereits gestorben. Das größte Problem scheint zu sein, dass beinahe allen Leuten nicht wirklich klar ist, wie gefährlich diese Virusinfektion ist, die nicht nur bei Tieren, sondern auch beim Menschen ausnahmslos immer tödlich verläuft, wenn sie nicht sofort behandelt wird.

Die Nutztierbehörde erklärte folgende Provinzen als besonders gefährdet und kategorisierte diese als „epidemische Zonen“: Chachoengsao, Chanthaburi, Chiang Rai, Chonburi, Kalasin, Khon Kaen, Mukdahan, Nakhon Ratchasima, Nakhon Si Thammarat, Nan, Nonthaburi, Phatthalung, Phetchabun, Prachinburi, Prachuap Khiri Khan, Rayong, Samut Prakan, Satun, Si Saket, Songkhla, Surat Thani, Surin, Trang und Ubon Ratchathani.
Eine epidemische Zone ist ein Gebiet, in dem eine tödlich verlaufende Krankheit von Tieren auf Menschen übertragen wird, in diesem Fall Tollwut, hieß es von offizieller Seite.

Um es noch einmal deutlich zu sagen: Ein Mensch, der von einem tollwütigen Tier infiziert wird, muss sterben, wenn er sich nicht unmittelbar nach der Übertragung der Krankheit in ärztliche Behandlung begibt.

Eine Umfrage des Gesundheitsamtes brachte die erschreckende Erkenntnis zu Tage, dass die meisten Thais – über 95 Prozent der Befragten – das nicht wissen. Daher kann nicht oft genug darauf hingewiesen werden, wie tödlich diese Erkrankung ist.

Ein Teil der Tourismushochburg Hua Hin in der Provinz Prachuap Khiri Khan wurde zur „roten Tollwutzone“ erklärt, weil ein älterer Mann an Tollwut starb. Er war von einer infizierten Katze gebissen worden.

Der Chef des Gesundheitsamtes von Prachuap Khiri Khan, Surin Suebsueng, sagte, der 61-Jährige sei vor etwa zwei Monaten gebissen worden und habe danach nicht den Arzt aufgesucht. Das hatte tödliche Folgen, weil er das mit dem Leben bezahlte. Er starb in einem Krankenhaus in Hua Hin. Dem Mann konnte nicht mehr geholfen werden. Bei der Autopsie wurde die Todesursache festgestellt.

Danach wurden Mitarbeiter des Gesundheitsamtes mobilisiert, um herauszufinden, welche Leute mit der inzwischen verstorbenen Katze Kontakt hatte, damit diese geimpft werden können, falls es nicht schon zu spät ist.

Den letzten tödlichen Tollwutfall verzeichnete Hua Hin 2004. Surin wies noch einmal darauf hin, dass Leute, die von einem Säugetier gebissen, gekratzt oder auch nur abgeleckt wurden, sich ohne Verzug gegen Tollwut impfen lassen müssen. Es sei fahrlässig, hier abzuwarten.

Gehen Sie nicht davon aus, dass Sie nicht infiziert werden, denn die Inkubationszeit von Tollwut in einem menschlichen Körper kann bis zu sechs Monate oder ein Jahr betragen. Alle infizierten Patienten sterben. Es gibt keine Heilung“, sagte Surin.

Der 61-Jährige, der an Tollwut verstarb, war im Januar von einer Katze in die Hand gebissen worden. Er ging nicht zum Arzt. Erst, als er Schluckbeschwerden hatte und unter Fieber litt. Ihm konnte nicht mehr geholfen werden.

Die Seuchenschutzbehörde gab die Anzahl der tödlich verlaufenden Tollwuterkrankungen in Hua Hin mit fünf an. In diesem Jahr starben bereits Menschen in Nakhon Ratchasima, Songkhla, Surin und Trang an Tollwut.

Unterdessen drückte der Gouverneur von Bangkok, Aswin Kwanmuang, seine Besorgnis darüber aus, dass die Anzahl der Tollwutfälle in der Hauptstadt ansteigt. In Bangkok soll es 100.000 streunende Hunde, sogenannte Soi Dogs, geben.

Man müsse Maßnahmen gegen das tödliche Virus entwickeln und die Situation ganz genau beobachten, sagte er.

Die Stadtverwaltung wies die Gesundheitsämter in allen 50 Bangkoker Bezirken an, mobile Einsatzteams in die Gemeinden zu entsenden, damit diese Haustiere impfen können. Gleichzeitig sollen mittels einer Aufklärungskampagne die Eigentümer von Haustieren dazu aufgefordert werden, ihre Vierbeiner impfen zu lassen.

Tödliche Tollwut
Tödliche Tollwut

Bislang sind in Bangkok sechs Tiere in vier Bezirken aufgefunden worden, in denen Tollwut nachgewiesen werden konnte. Bei den Bezirken handelt es sich um Don Mueang, Chatuchak, Bang Khen und Bang Sue.

Auch in anderen Provinzen wird mobil gemacht, um die Tollwut einzudämmen bzw. einen Ausbruch zu verhindern: In Ayutthaya sind mobile Einsatzteams unterwegs, um Hunde und Katzen zu impfen und Streuner zu sterilisieren.

Im Bezirk Khao Chakhan in der Provinz Sa Kaeo werden Touristen mittels Plakaten vor den Affen im Tempel Wat Tham Khao Chakhan und im Wald Khao Chakhan gewarnt. Die Affen könnten ebenfalls Überträger von Tollwut sein.

Aus Pattaya wurde berichtet, dass sich streunende Hunde hinter dem Banglamung Hospital zu einem Rudel zusammengeschlossen haben und die Gegend unsicher machen. Sie besetzten einen Parkplatz in Naklua, Soi 13, und es ist nicht ungefährlich, sich ihnen zu nähern.

Anwohner beklagen sich darüber, dass die Hunde Motorradfahrer jagen – es kam zu Unfällen – und auch beißen. Da auch Chonburi zur „epidemischen Zone“ erklärt wurde, hoffen die Anwohner, dass gegen die wilden Hunde endlich etwas unternommen wird.

Ähnliche Beiträge