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Thais fürchten Asiaten die Englisch sprechen können

Thais fürchten Asiaten die Englisch sprechen können

Jetzt ist es soweit: Es wurde immer wieder gewarnt, aber die Zeit verging schnell ohne dass sich viel ändern konnte. Die Einführung der Asiatischen Wirtschaftsgemeinschaft (AEC) am 31. Dezember letzten Jahres erlaubt es Arbeitnehmern aus ASEAN-Ländern bestimmte Tätigkeiten in Thailand zu übernehmen. Thais fürchten diese Facharbeiter, weil diese gut Englisch sprechen. Bekanntlich ist die englische Sprache für die Mehrheit der Thais ein Buch mit sieben Siegeln.

Thais fürchten Asiaten die Englisch sprechen können
Thais fürchten Asiaten die Englisch sprechen können

Das allgemein schlechte Englisch der Thais, die darauf womöglich auch stolz sind, weil „man in Thailand ja Thai spricht und daher kein Englisch benötigt“, dürfte spätestens jetzt zur Bürde werden. Schüler und Studenten, Lehrer und Professoren sowie Regierungsbeamte fürchten jetzt die AEC, obwohl sie auch viele Chancen bietet.

Wie das HALLO berichtete, stufte der EF English Proficiency Index 2015 die Englischkenntnisse der Thais mit „sehr gering“ ein. Von 16 asiatischen Ländern kam Thailand auf Rang 14 (schlimmer ist es nur noch in Kambodscha und der Mongolei), in der Weltrangliste steht Thailand auf Rang 62 von 70 untersuchten Ländern. Wie das HALLO in seinem Artikel anmerkte, ist besonders zu beklagen, dass sich die Englischkenntnisse der Thais in den letzten Jahren sogar verschlechterten. Kein Wunder also, dass jetzt die Angst umhergeht.

Berufsschüler Tothsaporn Thongdee, 20, der in Chonburi auf eine Berufsschule für Buchhaltung geht, fragt sich, ob seine Englischkenntnisse ausreichen, um Karriere zu machen. „Ich glaube, ich bin gut in Buchhaltung, aber ich bin nicht so sicher, ob ich nach meinem Abschluss einen Job finden kann, denn mein Englisch ist nicht so gut.

Laut dem AEC-Vertrag dürfen Berufstätige aus acht Sparten auch in anderen Ländern arbeiten. Dazu gehören neben Buchhaltern auch Ingenieure, Vermesser, Architekten, Krankenpfleger und andere medizinische Dienstleister, Zahnmediziner sowie Dienstleister in der Tourismusindustrie.

Man stelle sich vor, man kommt in einem Hotel an die Rezeption und wird dort von einer Filipina in fließendem Englisch begrüßt. Das ist keine Zukunftsmusik mehr.

Das bestätigte die 16 Jahre alte Kanjana Kiewpimai, die einen Kurs als Hotelfachfrau belegt hat: „Arbeitnehmer kommen aus anderen Ländern her, um zu arbeiten. Der Wettbewerb wird für diejenigen verschärft, die darauf nicht vorbereitet sind.

Premierminister General Prayuth Chan-ocha, dessen Englischkenntnisse ebenfalls zu wünschen übrig lassen, sagte, dass Thais besser Englisch lernen sollen, denn dies sei ein Schwachpunkt, wenn es um die AEC ginge. Thais sollen ihre Fähigkeiten verbessern, weil sie auf dem AEC-Arbeitsmarkt stärkerem Wettbewerb aus den Nachbarländern ausgesetzt seien, sagte Regierungssprecher Oberst Sansern Kaewkamnerd.

Thais fürchten Asiaten die Englisch sprechen könnenWährend Thais fachlich durchaus mithalten können, wird es auf dem Arbeitsmarkt mehr Wettbewerb geben, weil Leute mit besseren Englischkenntnissen im Vorteil sein werden“, sagte Amornrat Kreetatorn, 54, Leiterin des Chetupon Commercial College. Thailändische Schüler haben fachlich durchaus etwas zu bieten, aber wegen der mangelnden Englischkenntnisse seien sie erheblich benachteiligt, sagte sie.

Ich sehe einen Zustrom von Facharbeitern aus Ländern wie den Philippinen, die in Thailand Jobs machen, bei denen man Englisch können muss“, sagte sie. „Unsere Schüler müssen verstehen, dass nur Leute auf dem neuesten Stand sind, die auch Englisch sprechen.

Der Vizesekretär der Berufsschulbehörde (Ovec), Wanich Uamsri, sagte, dass die schlechten Fremdsprachenkenntnisse der thailändischen Berufsschüler an dem Bildungssystem lägen, das das Erlernen einer anderen Sprach erschwere. Hinzu kämen der Einfluss der thailändischen Kultur und eine geringe Motivation der Schüler, eine andere Sprache zu erlernen.

Er sagte: „Thais sind gute Arbeiter, aber sie haben keine Fremdsprachenkenntnisse, was ihre Berufsaussichten mindert.“ Abschließend fügte er hinzu, dass der nicht erwarte, dass „unsere Lehrer und Schüler in kurzer Zeit Fremdsprachenexperten werden, aber wir wollen ihr Vertrauen stärken, indem Englisch gesprochen wird.

Mittels eines Programms will Ovec erreichen, dass die Englischkenntnisse von Lehrern und Schülern gleichermaßen verbessert werden und ein kleines Büchlein herausgegeben wird, in dem die 1.000 gebräuchlichsten Englischwörter stehen.

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