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Süß, mittelscharf, scharf – unterschiedliche Senfsorten

Süß, mittelscharf, scharf – unterschiedliche Senfsorten

Da wir es ja gewohnt sind, das Jeder, zu allem und zu jeder Zeit seinen Senf dazu gibt, reden wir heute einfach mal über den Senf!

Senf, auch bekannt als Mostrich ist ein Gewürz, dass schon seit vielen hundert Jahren angebaut und genutzt wird. Ursprünglich aus China, gelangte es über Spanien in die europäischen Länder. Bereits im 8. Jahrhundert wird Senf in einer Schrift Karls des Großen in Mitteleuropa erwähnt und wurde an den europäischen Tafeln bald zu einem wichtigen Gewürz.

Papst Johannes XXII (1316 bis 1334), ernannte einen seiner Neffen zum „Grand moutardier du pape“ – zum „Großen päpstlichen Senfbewahrer“.

Die Senfpflanze gehört zu den Kreuzblütlern und ist ein botanisches Multitalent. Rotkohl, Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl und Kohlrabi gehören ebenfalls zu dieser Gruppe. Zur Herstellung von Senf, so, wie wir ihn kennen, benötigt man Senfsamen, diese bestehen aus drei verschiedenen Sorten (weiß, brau, schwarz), die zu Pulver verarbeitet werden. Hinzu kommen Wasser, Salz, Essig und eventuell weitere Gewürze.

Am bekanntesten und häufigsten hergestellt, wird Senf aus weißen und braunen Körnern, auch als mittelscharfer Senf bekannt. Diese sind aromatisch und etwas milder im Geschmack, als die schwarzen Senfkörner. Hier in Thailand werden für uns Farangs verschiedene Varianten angeboten; mittelscharfer, süßer (meist für die Bayern mit ihrer Weißwurst) und extra scharfer. Englischer Senf gehört dazu. (Colman’s Senfpulver) Hengstenberg-Senf in Tube oder Glas. Tommy’s, verschiedene Senfsorten aus den USA und Australien (Geschmacksache).

Händlmaier Senf
Händlmaier Senf

Neu kommt jetzt „Händlmaier“ auf den Markt – da sollten Sie mal den Superscharfen probieren, der hat was!

Dijon-Senf steht ebenfalls in den Regalen. Klassischer Dijon-Senf ist fein gemahlen und scharf. Nach Dijon-Verfahren hergestellt ist auch der Düsseldorfer Löwensenf. Kremser Senf wird aus grob gemahlenen gelben und braunen Senfsamen, etwas Zucker, unvergorenem Weinmost und Weinessig, ursprünglich aus der Region Krems, hergestellt. In Österreich wird er umgangssprachlich auch als Süßer Senf bezeichnet, ist jedoch würziger als der in Deutschland ebenso bezeichnete Bayerische Senf. Rotisseur-Senf oder körniger Senf ist eine allgemeine Bezeichnung für nur grob geschroteten Senf, der weniger hitzeempfindlich und deshalb zum Würzen von Grillfleisch und ähnlichem geeignet ist.

Die Senfpflanze liefert ein großes Spektrum an gesunden Bestandteilen. Er ist reich an Mineralstoffen, wie Kalzium, Magnesium, Eisen, Folsäure und den Vitaminen A und B6.

Unterschiedliche Senfsorten
Unterschiedliche Senfsorten

Weiter enthält Senf kein Cholesterin, nur 4,1 Gramm Fett, Natrium und einen hohen Kaliumgehalt (138 mg). Außerdem sind 6,1 Gramm Kohlenhydrate, 6,1 Gramm Proteine und in 100 Gramm ungefähr 86,5 Kalorien (kcal) enthalten. Die phenolischen Komponenten (simpel gesagt, die Bio-Bodenbestandteile) und die anderen verschiedenen Teile der Senfpflanze, wie Samen, Senfblätter und Senföl bieten nicht nur einen einzigartigen Geschmack, sondern auch viele gesundheitliche Vorteile.

Es ist bekannt, dass die Senfpflanze eine hohe therapeutische Wirkung in Bezug auf verschiedenste Erkrankungen besitzt. Senf hat entgiftende Eigenschaften, bietet einen gewissen Schutz vor verschieden Krebserkrankungen und Diabetes, hat eine stimulierende Wirkung auf die Nerven, lindert Muskelschmerzen und wirkt unterstützend zur gesund Erhaltung des Herzens.

Weiter fördert er eine gesunde Haut und Haare, senkt den Cholesterinspiegel und hilft Frauen in den Wechseljahren.

Eine fette Bockwurst ohne Senf? Undenkbar! Schließlich bringt Senf die Verdauung auf Trab.

Senfkörner beinhalten größere Mengen an Vitamin A, welche die Gesunderhaltung der Augen unterstützen kann und wichtige Fasern, die zu einer gesunden Verdauung beitragen. Das im Senfkorn enthaltene Magnesium dient der Erhaltung von gesunden, gut funktionierenden Blutgefäßen und bewahrt vor Krämpfen. Er ist ein wunderbares Würzmittel, egal ob in Gemüsegerichten, zu Fisch, kaltem Fleisch, Wurst oder Würstchen.

Auch zu Herstellung vieler Soßen, seien es Dressings für Salat oder Rezepte für Marinaden zum Beispiel für Gegrilltes oder zu fertig gegrillten Speisen ist er eine Bereicherung. Die Österreicher haben noch den Estragon-Senf – leider importiert ihn bisher keiner, ich lasse ihn mir einfach mitbringen.

So, jetzt habe ich auch meinen Senf dazu gegeben!

Euer Herby

herby

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