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Sündenfall im Sündenbabel

Sündenfall im Sündenbabel

Die Discothek „808 First Class Clubbing“ in der Walking Street hat wegen eines Sündenfalls, über den sogar in der „Bangkok Post“ berichtet wurde, einen Spitznamen erhalten: Oraldisco.

Der Vorfall, der sich dort ereignete, spielt sich täglich tausendfach in Pattaya ab. Aber solange es hinter geschlossenen Türen geschieht, in Short-Time-Zimmern in Bars, in Hotelzimmern nach der Auslöse von Bargirls, oder in dunklen Ecken in Gentlemen-Clubs und damit der Schein gewahrt bleibt, ist die Welt in Ordnung. Wenn aber publik wird, was in Pattaya wirklich vor sich geht, dann ist die Empörung groß.

Auf Facebook erschien ein Foto, das einen Asiaten in der Discothek stehend zeigt. Vor ihm kniet ihm zugewandt eine Thai mit dem Rücken zur Kamera. Die Frau machte sich offensichtlich oral an dem Herrn zu schaffen, so die Interpretation des Fotografen.

Das Foto führte in sozialen Netzwerken zu Kritik, einem Aufschrei und der schockierenden Feststellung, dass, so in einer Pressemitteilung der Polizei, „der Vorfall den Ruf Pattayas schädigte.“ Daher sei man bemüht, die beiden Personen zu fassen und wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses zu bestrafen.

Es wäre nicht wirklich überraschend, wenn auch der Fotograf, der das Foto auf Facebook einstellte, von der Polizei oder einer Spezialeinheit zur Überwachung des Computerkriminalitätsgesetzes gejagt wird, denn in Thailand wurden schon immer die Boten geschlachtet, die unangenehme Begebenheiten nicht verursachten, sondern auf diese aufmerksam machten. Das hat in Thailand lange Tradition.

Die Geschäftsleitung der Diskothek bekam schon ihre Strafe: Die Disco musste zehn Tage lang schließen, nachdem sie Besuch von Polizei und Soldaten bekam. Offensichtlich handelte es sich um einen Akt, der die nationale Sicherheit bedrohte.

Der Chef der Touristenpolizei von Pattaya, Polizeioberst Sukthat Pumpunmuang, sagte, der Mann sei Südkoreaner gewesen und die Frau eine Thai. Bei ihr handle es sich vermutlich um eine Prostituierte. Diese würden wegen der vielen Razzien an der Beach Road jetzt wohl in Pubs und Nachtclubs ihr Unwesen treiben.

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