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Studenten fördern Tourismus

Studenten fördern Tourismus

Als drei Studenten sahen, wie ein Mann, den sie Onkel nannten, den Schlamm eines Strandes in Nakhon Si Thammarat lobte, gründeten sie ein Spa-Business. Angeboten werden neben Spa-Paketen auch abgepackte Produkte.

Nachdem Chitlada herausfand, dass das chinesische Dorf Chak Ngeaw in Pattaya Rikschafahrten anbietet und chinesische Frauenkleidung (Qipao) vermietet, und Chitlada so dem Seebad eine ganz andere Seite abgewinnen konnte, setzte sie sich mit den Dorfvorstehern in Verbindung und zeigte ihnen, wie sie ihre Nachbarschaft in sozialen Medien vermarkten können.

Als Orachun in den Bergen von Kanchanaburi herumkletterte, um ein Homestay mit einem Minenthema zu finden, kam sie auf die Idee, ein Buch mit Fotografien herauszugeben, damit Touristen in das Gebiet kommen, in dem zwischen den 40er und 90er Jahren die Zinnminen boomten.

Das sind ein paar Projekte von Studenten, die Tourismus am College of Social Communication Innovation an der Srinakarinwirot University studieren. Sie stellten ihre Ergebnisse in einer Ausstellung im Siam Center vor.

Ihre Aufgabe hatte darin bestanden, existierende, aber bislang unbekannte Sehenswürdigkeiten auf moderne Weise für thailändische und ausländische Touristen zu erschließen.

Diese Projekte zeigen, dass es in Thailand sehr wohl Touristenattraktionen gibt, die von den älteren dort lebenden Einwohner nicht richtig vermarktet werden. Doch der jüngeren Generation, die sich auch mit den sozialen Medien auskennt, könnte es vielleicht durchaus gelingen, Abenteurer auf die Kaffeeplantagen von Loei zu holen oder Leute nach Chumphon, die nach Seepferdchen tauchen.

Einige Studenten konzentrierten sich darauf, kulturelle Gebiete zu erschließen wie Chitlada das chinesische Dorf. Danuchae Veerathanon, 22, und seine Gruppe kontaktierten die Behörden in Nonthaburi, um die Kochkünste der ethnischen Mon auf Koh Kret als Reiseziel für Gastronomietouristen anzubieten. Die Spezialität hier sind gebratene Blumen.

Thanaporn Rahothan, 22, und ihre Gruppe fuhren nach Kudeejeen in Bangkoks Nachbarschaft, in der die Nachfahren von Thai-Portugiesen wohnen, die während der Regentschaft von König Taksin in Ayuttaya lebten. Dort gibt es eine Bäckerei, in der von der portugiesischen Küche beeinflusste thailändische Nachspeisen auf Holzkohlefeuer hergestellt werden. Die Studenten erdachten Logos und wählten Kanäle auf sozialen Medien, um die Leute für die Fabrik und die dort hergestellten Esswaren zu interessieren.

Sie haben uns zuerst nicht geglaubt, weil vorher schon mal Stundenten versucht hatten, das zu vermarkten. Sie gaben aber auf“, sagte Thanaporn. „Aber wir haben der Familie beigebracht, hier vor allem den jüngeren Mitgliedern, wie sie die sozialen Medien mit Inhalten füttern und Postings zu bestimmten Zeiten frei schalten können.

Rossakon Sangkanphets Gruppe vermarktet mit dem Golden Bay Spa Schlamm in Nakhon Si Thammarat. „Die Leute da unten dachten, dieser Onkel ist bekloppt, weil er so besessen von dem Schlamm am Ao Thong war. Einige Besucher haben aus Spaß mit Schlamm geworfen und merkten, dass er ganz weich war, und der Onkel ließ ihn untersuchen, und dann stellte man fest, dass der Schlamm gut für die Haut ist, so gut wie der vom Toten Meer“, sagte Rossakon.

Sie und ihre Gruppe halfen dem Onkel bei der Eröffnung eines Spas. Eine Schlammmassage gibt es auf dem Boot eines Fischers, wohl einmalig in Thailand, Preis 1.650 Baht für zweieinhalb Stunden draußen auf See.

Eine Gruppe arbeitete mit dem einzigen Resort auf Koh Sriboya zusammen, damit Besucher auf die Insel in der Provinz Krabi kommen. Eine weitere Gruppe arbeitete mit den ethnischen Lua-Farmern des Dorfes Kokong in der Provinz Nam. Sie bauten ein zwei Meter hohes Maskottchen, damit Leute auf das Dorf aufmerksam werden.

Die Geschäftspläne der Studenten sollten von den Leuten vor Ort aber beachtet werden, weil sich sonst wohl nicht die erwartete Zahl von Besuchern einstellen wird.

Einige der älteren Leute sind nicht offen für soziale Medien“, sagte Chanya Burinkul, eine der Studentinnen. „Es gibt einen Generationsunterschied, der Diskussionen manchmal schwierig macht. Sie fragen, warum es so oder so sein müsse. Wir mussten das dann genau erklären.

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