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Straßenhändler weg!

Straßenhändler weg!

Aller Kritik zum Trotz will die Bangkoker Stadtverwaltung (BMA) weiterhin Händler von Straßen und Bürgersteigen der Hauptstadt verbannen und so, wie die Kritiker meinen, den Charme Bangkoks vernichten.

Nachdem frustrierte Händler demonstrierten und verlangten, dass diese Politik nicht weiter betrieben wird und für Händler gesperrte Stellen wieder geöffnet werden, kündigten die Behörden an, ihre Maßnahmen auf andere Viertel auszuweiten. Unter anderem wäre dann auch Chinatown betroffen.

Die Maßnahmen der BMA machten deutlich, dass die Händler nicht in Gebiete zurückkehren könnten, die von ihnen befreit worden seien, meinte sinngemäß der Bangkoker Vizegouverneur Sakoltee Phattiyakul.

Händler hatten sich bei einer Demonstration vor dem Regierungssitz darüber beschwert, dass ihre Lebensgrundlage zerstört wird, zumal sie auch nur ungenügend entschädigt wurden. Sakoltee sagte, man habe aber nach Möglichkeiten gesucht, die Händler in anderen Vierteln unterzubringen. Dazu gehören Asok und Memorial Bridge.

Über die Jahre hat die Stadt die Händler gezwungen, ihre Stammplätze zu verlassen und ihnen zum Ausgleich Ersatzstandorte angeboten. Die Händler monierten jedoch oft, dass diese neuen Stellen unpraktisch und weit entfernt seien.

Der Bangkoker Gouverneur Aswin Kwanmuang, der diese Politik unterstützt, sagte, dass ihm die Tausenden vertriebenen Händler zwar leid täten, er aber auch Mitgefühl mit den Millionen von Fußgängern habe, die die Bürgersteige nicht benutzen können, wenn sich auf diesen Händler breit machten.

Die Händler fanden wahrscheinlich den Mut, vor dem Regierungssitz zu demonstrieren, weil die Händler in der Khao San Road sich kürzlich gegen die Behörden durchsetzen konnten.

Was die Touristenstraße betrifft, sagte Sakoltee, dass die Bezirksverwaltung Stellen auf dem Bürgersteig festlege, auf denen verkauft werden dürfe, und wer dort verkaufen wolle, müsse sich registrieren lassen. Wer sich nicht an die Vorschriften halte, so Sakoltee weiter, werde aus der Khao San Road verbannt und verklagt.

Yada Pornpetrumpa, eine Repräsentantin der Händler der Khao San Road, erzählte einen Tag vor Sakoltees Kommentar das genaue Gegenteil. Sie sagte, dass die Einteilung in Zonen fehlgeschlagen sei, weil es nicht genug Platz für alle Händler gebe. Das wurde von einem Mitarbeiter der Bezirksverwaltung bestätigt, der meinte, das Problem sei keinesfalls gelöst.

„Es geht um eine Auseinandersetzung zwischen Händlern und Gebäudeeigentümern“, sagte Apichart Saenmanot von der Bezirksverwaltung Phra Nakorn. „Wenn wir die Händler einfach ihre Stände auf den Gehsteigen errichten lassen, wäre das gegenüber den Eigentümern ungerecht. Sie wollen nicht, dass ihre Läden blockiert werden.“

Daher versuche man jetzt, einen Kompromiss zu finden, das sei aber gar nicht so einfach, weil sowohl Händler als auch Gebäudeeigentümer nicht nachgeben wollen und nur ihre eigenen Interessen sehen, sagte Apichart.

Er fügte hinzu, dass das neu eingeführte Verbot, tagsüber nicht mehr verkaufen zu dürfen, bestehen bleibt. Yada, die sich fragt, was das soll, sagte, es sei durchaus möglich, dass sich die Händler auch darüber hinwegsetzen und schon tagsüber ihre Stände aufbauen.
Vizegouverneur Sakoltee sagte, die Stadtverwaltung suche auch nach Wegen, wie die Händler in Chinatown „reguliert“ werden können, ein weiteres geschäftiges Viertel, das auch bei Touristen sehr beliebt ist. Wie bei der Khao San Road war auch bezüglich Chinatown vor rund einem Jahr versprochen worden, dass hier alles so bleibt, wie es immer war. Ein leeres Versprechen, wie es scheint.

Doch allein mit Chinatown ist es nicht getan. Beamte der Stadtverwaltung bestätigten, dass man nach weiteren Vierteln Ausschau halte, in denen Händler den Autoverkehr blockieren, Bürgersteige versperren oder die Umgebung „verdrecken und unhygienisch machen.“

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