Header Banner
Header Banner
Header Banner
Header Banner

Stornierungen treffen Phuket schwer

Stornierungen treffen Phuket schwer

Rund die Hälfte der Touristen in Phuket kommt aus China. Nun machen sich die Tourismusbehörden in Thailand Sorgen, weil die Chinesen eine Reihe von Reservierungen storniert oder Buchungen nicht vorgenommen hat. Der Grund ist die Bootskatastrophe vom 5. Juli.

Knapp zwei Wochen nach dem Unglück waren für Juli und August bereits über 7.000 Zimmer storniert worden. Die Zahl stieg stetig, weil die Hotels erst nach und nach diese Stornierungen meldeten. Pro Jahr kommen etwa drei Millionen chinesische Touristen nach Phuket und machen damit etwa 50 Prozent der dortigen Tourismusbranche aus. Nach Thailand kommen um die zehn Millionen Chinesen jährlich.

Kongsak Kupongsakorn, der Präsident des Hotelverbandes Süd, sagte, 19 Mitgliedshotel haben bereits über Stornierungen berichtet, 160 weitere müssten noch Bericht erstatten. Die Auswirkungen der Bootskatastrophe, bei der fast 50 chinesische Urlauber starben, sind weit reichend und seien in dem Maße nicht vorhersehbar gewesen, sagte er.

Chatchai Tipsunavee, Staatssekretär im Ministerium für Tourismus und Sport, sagte, eine massive Anzahl von Hotelreservierungen sei storniert worden, obwohl doch die thailändische Regierung nach der Katastrophe sogleich Maßnahmen ergriff. Den Anteil der Stornierungen schätzte er zu diesem Zeitpunkt auf zehn bis 15 Prozent.

Chiaya Rapuepol, Präsident des Geschäftsverbandes Andaman Sea, sagte, der Bootsunfall könnte in den nächsten zwei Monaten der Tourismusindustrie Verluste in Höhe von bis zu 42 Milliarden Baht bescheren. Er rief die Regierung dazu auf, das Vertrauen der Besucher in die Touristensicherheit in Thailand so schnell wie möglich wiederherzustellen, damit sich der Schaden für die Tourismusindustrie in Phuket – hier werden jährlich 350 Milliarden Baht verdient – nicht ausweitet.

Über die Bootskatastrophe mag weltweit berichtet worden sein, aber nur kurz. Die Höhlenkinder überschatteten zu diesem Zeitpunkt alle anderen Nachrichten. Die einzige Ausnahme stellt China dar, denn bei den vielen toten Chinesen war das Unglück ein großes Thema dort, wichtiger als die Höhlenkinder.

Napat Prodthong, Gouverneur von Phuket, verlangt, dass der Staat ein Kommandozentrum gründet, in dem alle Touristenaktivitäten in Phuket und der benachbarten Provinz Phang Nga geregelt werden.

Er schlug vor, dass Kontrollpunkte eingerichtet werden, an denen ein- und auslaufende Boote und Schiffe inspiziert werden. Thailändische Behörden könnten so effektiver für Sicherheit sorgen und Gesetze anwenden, die für das Betreiben eines Boots oder Schiffs, für den Kapitän, die Besatzungsmitglieder und die Passagiere gelten.

Das Kommandozentrum könnte in Phang Nga entstehen, das dann auch verantwortlich ist für Phuket, Krabi und Trang, sagte er und fügte hinzu, dass Phuket zumindest eigene Schiffe haben wird, die zum Kommandozentrum gehören und in Ao Por sowie in den Häfen Ratchata und Chalong stationiert sind. Überwachungskameras sollen aufgestellt werden, um die Touristen zu filmen, die sich an Bord begeben bzw. Boote und Schiffe verlassen.

Laut seinen Schätzungen würde so ein Kommandozentrum in Phang Nga nebst anderen Einrichtungen 500 bis 600 Millionen Baht kosten. Damit könnte die Sicherheit von Touristen auf der Andamanensee erhöht werden.

Unterdessen arbeiten der Gouverneur von Phuket und andere Behördenvertreter in Andamanen-Provinzen mit Vize-Admiral Somneuk Prempramoj zusammen, Kommandeur der Marineeinheit, die für Phuket und andere Provinzen an der Andamanensee zuständig ist. Sie sollen zusammen mit den Betreibern von Häfen und Vertretern der Tourismusindustrie für die Sicherheit von Touristen sorgen. Die Regierung verkündete unterdessen, die Sicherheitsmaßnahmen verstärken zu wollen, um in Zukunft solche Katastrophen zu verhindern. Die große Zahl von Booten, Bootsbetreibern und sogar Häfen macht es allein on Phuket schwierig, diese Industrie kontrollieren zu wollen.

Die Marine hat Personal abgestellt, um den Behörden dabei zu helfen, das Vertrauen in die Sicherheit wiederherzustellen und die Sicherheitsmaßnahmen weiter zu verbessern, indem beispielsweise schon frühzeitig vor schlechtem Wetter gewarnt wird. Die Tourismusbehörden und andere zuständige Organisationen sollen präventive Maßnahmen ergreifen, dazu gehört auch dafür zu sorgen, dass den Passagieren gezeigt wird, wie Schwimmwesten richtig benutzt werden.

Vize-Admiral Somnuek sagte, die Marine werde der Regierung den Vorschlag unterbreiten, Artikel 44 der Übergangsverfassung zu benutzen – der Artikel gibt Premierminister General Prayuth Chan-ocha absolute Macht –, damit die Behörden in Phuket schnellstmöglich Gesetze und Vorschriften in Bezug auf die Sicherheit auf Booten und Schiffen durchsetzen können.

Beitragsquelle : https://www.thaivisa.com/forum/topic/1048604-phuket-hit-as-chinese-cancel-room-bookings/

Ähnliche Beiträge