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Stimmen die Angaben über die anfallende Müllmenge?

Stimmen die Angaben über die anfallende Müllmenge?

Während bei der Müllkrise in Pattaya kein Ende in Sicht ist, streiten sich die Stadtbeamten mit Müllabfuhrunternehmen um die richtigen Zahlen. Umstritten ist, wie viel Müll im Seebad anfällt – der so oder so nur schleppend abgeholt wird.

Die Militärregierung soll es richten, denn die Stadtbeamten wandten sich an den Nationalen Rat für Ruhe und Ordnung (NCPO) und forderten diesen auf, eine Studie in Auftrag zu geben, mit der herausgefunden werden soll, wie viel Müll in Pattaya tatsächlich anfällt.

Laut Angaben eines Müllabfuhrunternehmens produzieren die Einwohner des Seebads täglich 450 Tonnen Müll, das wären zehn Prozent mehr als letztes Jahr.

Stadtratspräsident Anan Angkhanawisan will nicht sagen, dass die Zahl nicht der Wahrheit entspricht, will sie aber auch nicht recht glauben. „Wir wissen nicht, ob das wirklich stimmt“, sagte Anan, der sich an Polizeigeneral Phopanan Lueangphanuwat wandte, der dem NCPO behilflich ist, im Seebad für Ruhe und Ordnung zu sorgen.

Pattaya gibt Jahr für Jahr über 300 Millionen Baht für die Müllabfuhr aus. Durchschnittlich werden für die Entsorgung pro Tonne 1.600 Baht bezahlt.

Für das Geld gibt es dann stinkende Müllwagen, aus denen während der Müllentsorgung eine braune Brühe läuft. Wenn die Müllabfuhr denn kommt und den Müll abholt. Manchmal dauert es nur drei Tage, bis geleerte Mülltonnen wieder voll sind, aber es dauert noch weitere zehn Tage oder zwei Wochen, bis wieder ein stinkender Müllwagen, aus dem die braune Suppe läuft, vor Ort ist.

Der Anspruch Pattayas, ein Familienreiseziel von hoher Qualität zu sein, ist einfach nur lächerlich, wenn man sich Tag für Tag die überquellenden Mülltonnen ansieht. Keinen scheint es zu stören, niemand scheint schnelle Abhilfe schaffen zu wollen. Ob es nun 450 Tonnen Müll pro Tag sind oder nur 350 Tonnen: Der nicht abgeholte Müll verschandelt das Stadtbild und verpestet die Luft. Bleibt nur die Frage, weshalb nicht schon längst die Cholera oder eine andere Krankheit ausgebrochen ist bei all dem Dreck, der in der Hitze auf den Straßen vergammelt.

Doch Anan interessiert sich dafür nicht, sondern nur fürs Geld. „Dem Staat entsteht großer Schaden, wenn die Angaben über die Müllmenge falsch sind“, sagte er.

Zurzeit ist eine Person dafür verantwortlich darüber Buch zu führen, wie viel Müll täglich eingesammelt wird. Diese Person ist bei einem privaten Abfallentsorger angestellt, erklärte Anan, der meinte, dass dieser Angestellte ihm versicherte, man würde bei der Firma ein computergestütztes System benutzen, um festzustellen, wie viel Müll jeden Tag anfällt.

Die Information sei abgesichert, das heiße, die Firma stelle durch Sicherheitsmaßnahmen sicher, dass die Zahl nicht manipuliert sei. Das Unternehmen habe nichts dagegen, falls die Stadt Pattaya selbst Untersuchungen anstellen wolle.

Anan kann das alles nicht überzeugen. Er sagte, er mache sich am meisten darüber Gedanken, wie der Müll gewogen wird.

Was wohl passiere, wenn Wasser aus eingeweichtem Müll nicht entfernt werde, fragte er. Das sei ein wichtiges Thema, denn es ginge um das Budget, das Pattaya täglich ausgebe. Um die letzten Zweifel auszuräumen, beauftragte er seinen Vize, den vorerwähnten Polizeigeneral Phopanan damit, zusammen mit Experten, Stadtinspektoren und Soldaten das Wiegen des Mülls zu kontrollieren.

Falls die sich daraus ergebenden Resultate zeigen, dass weniger Müll anfällt als gedacht, kann diese neue Informationen für den Budgetplan Pattayas berücksichtigt werden, sagte Anan, der sich an dieser Stelle nicht weiter über die seit Monaten andauernde Müllkrise äußerte.

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