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Spartacus – Ein Sklavenheld aus der Vergangenheit

Spartacus – Ein Sklavenheld aus der Vergangenheit

Heute beschäftigen wir uns mit einem Mann, der bereits vor 2.086 Jahren, gestorben ist. Die Rede ist von dem Sklaven Spartacus, der nicht friedlich im Bett starb.

Spartacus, dt. Spartakus (getötet 71 v. Chr. in der Zweiten Schlacht am Silarus), war ein  römischer Sklave und Gladiator. Historische Bedeutung erlangte er als Anführer eines nach ihm benannten Sklavenaufstandes im Römischen Reich.

Laut der Quellenlage römischer Geschichtenschreiber stammte Spartacus aus Thrakien, was letztlich aber nur Vermutung bleibt. In der historischen Forschung gibt es über sein frühes Leben kaum gesicherte Erkenntnisse, die bekannten Quellen dazu sind sehr vage. Appian ein Histo-
riker aus Alexandria beschreibt ihn als Thraker (indogermanisches Volk bzw. eine Völkergruppe in der Antike), der einst auf Seiten der Römer kämpfte, dann aber gefangen genommen und als Gladiator in Capua (Gegend um Neapel) verkauft wurde.

Plutarch (Griechischer Historiker), schreibt, dass dieser Thraker nicht nur über einen starken Körper, sondern auch über einen starken Geist verfügte, sehr gebildet und intelligent war, und vermutete in diesem Sklaven eine kultivierte Abstammung.

Spartacus türmte nach einer Rebellion mit circa 70 anderen Gladiatoren im Jahre 73 v. Chr. aus der Gladiatorenschule des Gnaeus Cornelius Lentulus Batiatus in Capua und scharte zahlreiche weitere Sklaven, vor allem aus den landwirtschaftlichen Großbetrieben, den so genannten Latifundien, um sich.

Große Mengen aus den Reihen der verarmten, landlosen Freien schlossen sich ihm ebenfalls an. Als Anführer der aufständischen Sklaven im dritten Sklavenkrieg (73–71 v. Chr.), erzielte er mit seinem (befreiten) Sklavenheer, auf seinem Zug von Süd- nach Norditalien zahlreiche militärische Erfolge gegen die römischen Legionen. Und das, obwohl sich mehrmals einzelne Abteilungen von seinem Heer abspalteten und daraufhin vernichtet wurden. Andere Sklavenführer des Aufstandes waren Crixus, Gannicus und Oenomaus.

Zugetragen hat sich die ganze  Geschichte in etwa so:

Nach dem Ausbruch aus der Gladiatorenschule plünderten die geflohenen Sklaven erst einmal ausgiebig die Gegend um Capua und zogen sich auf den Vesuv zurück, der zu dieser Zeit nur gequalmt hat. Von dort aus plünderten die Jungs dann gründlich die umliegenden Ortschaften – nicht Pompeji, das war schon weg.

Im Frühjahr 72 v. Chr. begann Spartacus mit seinen Truppen (!) in Richtung Gallia Cisalpina (Norditalien) zu ziehen. Der römische Senat schickte ihm zur Abwehr zwei prätorianische Armeen entgegen.

Diese wurden von Spartacus kurzer Hand niedergemacht, er verlor dabei allerdings seinen genialen Heerführer Crixus. Spartacus zog bis nach Mutina (heute Modena), wo er ein weiteres römisches Heer, circa 10.000 Mann stark, vernichtend schlug.

Aus unbekanntem Grund zog Spartacus aber nicht weiter nach Gallien (ich vermute, er hatte Angst vor den Galliern), obwohl der Weg über die Alpen frei gewesen wäre, sondern marschierte mit seiner Armee 71 v. Chr. wieder Richtung Süden.

Der Senat hatte inzwischen Crassus das Kommando über acht Legionen erteilt, mit dem Auftrag, die Rebellenarmee zu vernichten. Crassus als echter Profi, schlug Spartacus in mehreren Schlachten und drängte ihn immer weiter in den Süden Italiens, bis die Rebellenarmee an der Straße von Messina stand (da geht’s rüber nach Sizilien).

Spartacus bezahlte dort  kilikische Piraten, die ihn und 2.000 seiner Männer nach Sizilien übersetzen sollten. Er wurde jedoch von den Piraten betrogen, die zwar sein Geld nahmen, aber dann die Rebellen im Stich ließen. Spartacus zog sich mit seinen Truppen nach Rhegium (Calabrien) zurück und Crassus’ Truppen bauten mehrere Befestigungen, um die Rebellen auszuhungern.

Mittlerweile war Pompeius  aus Spanien zurückgekehrt und wurde vom Senat in den Süden geschickt, um Crassus zu unterstützen. Auch Marcus  Lucullus war vom Senat zu Hilfe gerufen worden und landete mit Truppen aus Mazedonien in Brindisium.

Beide Feldherren griffen jedoch nicht mehr in den Kampf mit Spartacus ein, da dieser von den nahenden Legionen gehört hatte und sich entschloss, Crassus’ Befestigungen zu durchbrechen und sich zum Kampf zu stellen. In der folgenden Schlacht wurde die Rebellenarmee komplett aufgerieben und Spartacus selbst fiel.

6.000 Rebellen wurden gefangengenommen und von Crassus entlang der Via Appia von Rom nach Capua gekreuzigt. Etwa 5.000 Rebellen gelang nach der Schlacht die Flucht, sie trafen auf dem Weg nach Norden jedoch auf die Legionen des Pompeius und wurden dann  „restlos niedergemacht“. Die Legende von Spartacus war geboren!

Übrigens hat besonders die Linke und Kommunistische Szene in Deutschland diesen Mythos um Spartacus aufgegriffen. Während des Ersten Weltkriegs wurde im Deutschen Reich von marxistischen Kriegsgegnern in der SPD unter deren  Protagonisten Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht die Spartakusgruppe gebildet, aus der im November 1918 der Spartakusbund hervorging. Dieser berief sich in seinem Namen auf den Sklavenanführer als Symbolfigur für die Erhebung der Unterdrückten gegen ihre Ausbeuter. Aus dem Spartakusbund ging am 1. Januar 1919 während der revolutionären Umbrüche in Deutschland zusammen mit anderen linksrevolutionären Gruppierungen die Kommunistische Par-
tei Deutschlands (KPD) hervor.

Spartacus war ganz bestimmt kein KPD Mitglied und hatte ganz andere Ideen und Ziele.

 

Euer Herby

herby

 

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