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Sonne, Sand und See

Sonne, Sand und See

Wieder einmal gab es einen Bericht in einer britischen Zeitung über die Tourismus- bzw. Sexindustrie in Pattaya. Wie man ahnen kann, war der Artikel wenig schmeichelhaft. Auslöser war der Balkonsturz einer Thailänderin, die laut Aussagen der Polizei beim Sex mit einem britischen Staatsbürger über die Brüstung gefallen war.

Wäre es umgekehrt gewesen, hätte kein Hahn danach gekräht. Da diesmal aber eine Frau fiel, und eine Thai dazu, wurde der Mann gleich festgenommen. Grund für die britische Presse, sich erneut näher mit Pattaya zu beschäftigen. Mag sich jeder HALLO-Leser selbst Gedanken über diesen Artikel machen. Auszüge:

Pattaya ist das Zentrum der thailändischen Sexindustrie, in der Frauen und Mädchen für Sex verkuppelt werden – oftmals für nur ein paar Pfund.
Mit seinen idyllischen Stränden und der kristallklaren blauen See könnte Pattaya die Definition des Paradieses sein.

Aber wenn man die Oberfläche dieses thailändischen Paradieses ankratzt, wird darunter Schäbiges zum Vorschein kommen.

Auf der berüchtigten Walking Street des Seebades, wo Tausende sogenannte Bargirls ihre Dienste anbieten, können Touristen T-Shirts mit dem Slogan „Gute Jungs kommen in den Himmel, böse Jungs kommen nach Pattaya“ kaufen.

In der Straße reihen sich knallige Go-Go-Bars mit Neonlichtern aneinander, es werden Stangentanz, Sexshows, billige Drinks und mehr versprochen. Leicht bekleidete Frauen in Schuhen mit Absätzen so hoch wie Wolkenkratzer bieten Touristen Massagen an, während auf Schildern gefragt wird: Magst du sexy Ladys?

In Pattaya muss man oft nicht lange auf Ärger warten. Als Costa del Crime bezeichnet, ist die Stadt ein Ort, in der sich westliche Kriminelle vor der Justiz verbergen können. Wenn Gauner einst nach Marbella flohen, um dort die Früchte ihres kriminellen Lebens zu genießen, gehen sie jetzt nach Thailand, das alles bietet, das Spanien einst bot, und noch mehr – Sonne, See und Sex –, und Beamte sind offenbar bereit, für einen gewissen Preis nicht so genau hinzusehen.

Ein Expat, der in Thailand 25 Jahre lang gearbeitet hat, behauptet: „Die Polizei ist sehr geschmeidig. Ein idealer Ort für Bösewichter. In Thailand sind sie unberührbar. Großbritannien muss um Auslieferungen betteln.

Im Land gibt es geschätzte 2,8 Millionen Prostituierte, etwa 40.000 sind Kinder, die zum Sex gezwungen werden. Das ist ein lukratives Geschäft, das um die 4,5 Milliarden Pfund pro Jahr generiert, zehn Prozent des thailändischen BIP.

Allein in Pattaya gibt es über 1.000 Bars und Massagesalons. Es wird behauptet, dass in der Stadt 27.000 Prostituierte arbeiten, deretwegen eine Million Touristen pro Jahr kommen. Und das trotz der Tatsache, dass Prostitution im Land illegal ist.

Männer zahlen eine Bar-fine von rund 13 Pfund, um mit einer Prostituierten allein sein zu können. Mit dem Mädchen und dem, was dann passiert, treffen sie eine gesonderte finanzielle Vereinbarung.
Die Human Help Network Foundation Thailand bezieht sich auf Quellen, die behaupten, dass Kinderprostitution so lukrativ ist, dass vor der Küste Schiffe ankern, damit man nicht von der Polizei entdeckt wird. Weiterhin wird gesagt, Sexarbeiterinnen sind nicht nur VollzeitProstituierte, sondern arbeiten oft in Büros, wollen das schnelle Geld.

2016 kündigten die Regierung und die erste Tourismusministerin des Landes an, gegen Prostitution vorzugehen und die Sexindustrie auszuradieren.

Aber es ist nicht nur der Sex, der Ausländer anzieht: Billiger Grundbesitz, niedrige Lebenshaltungskosten und das ganze Jahr über Sonnenschein machen das Land attraktiv.

Für Kriminelle, die aus dem Blickfeld sein wollen, scheint das ein perfektes Paradies. Aber es endet nicht immer gut. Letztes Jahr wurde der britische Geschäftsmann Tony Kenway, 39, erschossen. Ermittler behaupten, er war Organisator eines Wolf of Wall Street-Betruges, indem Kleinanläger um ihr Erspartes gebracht wurden. Kenway hatte an der Costa del Sol gelebt, bevor er nach Pattaya zog.

Eine Quelle sagte: In den letzten 20 Jahren war Internetbetrug der einfachste Weg, um Geld zu machen. Die Betrüger haben Massen von Geld verdient. Der einfachste Weg das Geld zu waschen, ist das Bargeschäft. Die meisten Bars, die sie kaufen, machen Verlust und sind nur ein Vorwand für kriminelle Aktivitäten.

Phil Robertson von Human Rights Watch in Bangkok erklärte: „Prostitution in Thailand ist immer noch illegal, das macht Sexarbeiterinnen wehrlos. Thailands Arbeitsgesetze schützen sie nicht, das bedeutet, dass sie lange arbeiten müssen, manchmal die ganze Nacht, und vor betrügerischen Chefs und gewalttätigen Kunden nicht geschützt sind.

Viele werden aus völlig verständlichen Gründen Prostituierte. Sie wollen Geld verdienen, um ihren kranken Eltern zu helfen oder sie haben schon als Jugendliche ein Kind bekommen.
Viele dieser Frauen hoffen, einen einsamen Ausländer zu finden, der sich um sie kümmert, ihre Schulden zahlt und ihre Familie unterstützt. Aber oft funktioniert es nicht so wie gedacht.

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