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Silberstangen in der U-Bahn nicht zum Tanzen geeignet

Silberstangen in der U-Bahn nicht zum Tanzen geeignet

Neben den wichtigen Meldungen in den vergangenen Wochen gab es auch einen Bericht über einen Vorfall, der als „ungebührlich“ bezeichnet wurde. Dieser Vorfall bedeutete keine Bedrohung für die nationale Sicherheit, schaffte es aber dennoch in die Mainstream-Medien. Von den zuständigen Behörden wurde der Vorfall heftig kritisiert und natürlich auch von all denen, die sonst auch nichts zu tun haben und bei jeder Kleinigkeit meinen, sich mit einer Meinung einbringen zu müssen.

Da ich glaube, dass ich auch zu dieser Kategorie gehöre, dachte ich, dass ich den Leuten meinen Standpunkt darlege. Während Überreaktion eine favorisierte Beschäftigung in diesem Land zu sein scheint, denke ich, dass es das Beste ist, den Vorfall in die richtige Perspektive zu rücken.

Lange Rede, kurzer Sinn, es geht um die Frau, die in einem U-Bahnwaggon eine Silberstange für eine Tanzvorführung benutzte. Nein, bei ihr handelte es sich nicht um eine Frau, die für die Patpong übte, sondern es handelte sich um eine Frau mit dem Namen Wunsen, die eine Stangentanzlehrerin ist.

Sie turnte an der Stange in dem U-Bahnwaggon herum, ließ sich dabei filmen und postete das Video auf ihrer Facebook-Seite. Wie es im Internet heutzutage so geht, bekam Wunsen mit dem Video ihre 15 Minuten Berühmtheit. Einige Betrachter waren von ihrer akrobatischen Darbietung beeindruckt, generell gab es aber eine negative Meinung – so etwas wie: „Warum ist da eine Frau, die im Waggon an der Stange tanzt?

Doch damit nicht genug. Die „Bangkok Post“ berichtete, dass sich sofort ein MRT-Sprecher meldete und verkündetete, dass „diese Art von Aktivität gefährlich und illegal ist“  und man überlege, die Frau zu „bestrafen.“

Wunsen antwortete und sagte, sie wolle sich an die U-Bahnbetreiberin wenden und sich für ihr Verhalten entschuldigen.

Während ein Tanz in einem Verkehrsmittel als provokativ angesehen werden kann, das dafür bekannt ist, dass die Leute auf ihre Handys starren, bin ich nicht sicher, wo hier das Problem ist. Ich glaube, sie sollte gelobt werden, weil sie Bewegungsübungen gemacht hat, und dafür, dass sie in eine langweilige U-Bahnfahrt etwas Würze gebracht hat – für sich und für die anderen Fahrgäste. Es kann sein, dass ich mit dieser Meinung allein dastehe. Und bevor die Angelegenheit aus dem Ruder läuft, sollten Fahrgäste daran erinnert werden, wofür Silberstangen in der U-Bahn da sind:

  • Lehnen Sie sich an die Stange, sodass kein anderer sie nutzen kann, fürs Tanzen schon gar nicht.
  • Falls sich ein anderer an der Stange festhält, fassen sie diesen mit ihrer Hand so nahe wie möglich in der Nähe der Hand des anderen Fahrgastes an, damit dieser sich unwohl fühlt und sich schließlich eine andere Stange sucht.
  • Umarmen Sie die Stange, um ihre Einsamkeit zu zeigen.
  • Was auch immer Sie machen, um eine Stange für sich allein zu haben, geben Sie vor, ihr schlechtes Benehmen selbst nicht zu bemerken.

Sumati Sivasiamphai

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