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Shakespeare-Film bleibt verboten

Shakespeare-Film bleibt verboten

Das Verwaltungsgericht wies eine Petition von Regisseurin und Produzent eines umstrittenen Films zurück, der vor fünf Jahren von der Zensur verboten wurde.
Die Aufführung des Films „Shakespeare Must Die“ (Shakespeare muss sterben) wurde untersagt, weil Inhalte des Films unter den Bürgern des Landes Zwietracht auslösen könnte, so die damalige Begründung der Zensoren.

Der Film von Regisseurin Smanrat „Ing K“ Kanjanavanich und Produzent Manit Sriwanichpoom ist eine Adaption des Shakespeare-Stückes „Macbeth“.
In dem Stück geht es um den königlichen Heerführer Macbeth, der den König ermordet und sich selbst zum König krönt. Während er sich zum Tyrannen wandelt, wird er von seiner Frau Lady Macbeth zu immer neuen Schandtaten angestiftet. Das Stück endet mit dem Untergang des Ehepaares.
In dem Film werden parallel zwei Geschichten erzählt. Die eine handelt von einem General, der nach einem Mord König wird, die andere von einem Land, deren größenwahnsinniger Führer abergläubisch ist und eine mörderische Diktatur anführt. Er wird „Großer Führer“ genannt und hat eine Furcht einflößende Frau aus High-Society-Kreisen.

Das Verwaltungsgericht wurde aufgrund einer Petition der Filmemacher tätig. Es entschied, dass die Geschichte, wenn auch fiktional, zur Zwietracht im Volk führen könne. In dem Film sind Fotos des Studentenaufstandes 1976 in Bangkok und gewalttätige Szenen der Rothemden-Demonstrationen zu sehen.
Produzent Manit sagte, man werde gegen das Urteil Berufung einlegen. „Ich habe nicht das Gefühl, dass wir gerecht behandelt wurden.
Der Film wurde mit Unterstützung des Fonds Thai Kem Kaeng (Starkes Thailand) und des Kulturministeriums, Abteilung Vergleichende Kunst und Kultur, während der Regierung Abhisit Vejjaijva gefördert. Verboten wurde der Film, als Yingluck Shinawatra Regierungschefin war.

Das damalige Verbot kommentierte Manit mit einer Anspielung auf den Filmtitel: „Zensor muss sterben“.
Regisseurin Ing K war kürzlich Co-Regisseurin der kritischen Dokumentation „Citizen Juling“ (Bürger Juling), in der es um einen Lehrer geht, der in Südthailand erschlagen wurde. Sie hatte schon einmal einen kontroversen Film gedreht: „My Teacher Eats Biscuits“ (Mein Lehrer isst Kekse). Der Film ist in Thailand nie gezeigt worden.

Shakespeare Must Die“ ist der zweite thailändische Film, der unter dem Filmgesetz von 2008 komplett verboten wurde. Der andere Film ist „Insects in the Backyard“ (Insekten im Hinterhof) von Tanwarin Sukkhapisit. Der Film wurde 2010 verboten, weil er laut Zensoren eine Gefahr für die öffentliche Moral sei. Der Film enthält viel Sex und Szenen mit Prostituierten. Aus Protest verbrannte Regisseurin Tanwarin den Film öffentlich.

Auch sie legte beim Verwaltungsgericht Beschwerde ein. 2015 urteilte das Gericht, dass der Film zwar die öffentliche Moral nicht gefährde, aber eine Szene mit „pornographischem Inhalt von drei Sekunden Länge“ herausgeschnitten werden müsse. Geschähe dies, könne der Film für ein Publikum ab 20 Jahren freigegeben werden.

Beitragsquelle : https://www.thaivisa.com/forum/topic/996889-ban-on-%E2%80%98divisive%E2%80%99-shakespeare-film-upheld/

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