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Senioren erhöhen Haushaltsschulden

Senioren erhöhen Haushaltsschulden

Supapan Pullbangyung, Angestellte im öffentlichen Dienst, gibt knapp die Hälfte ihres Gehalts für die Pflege ihres 75 Jahre alten Vaters aus, der an Diabetes und Demenz leidet.

Sie gehört zu denjenigen, die sich um die ins Alter gekommenen Eltern kümmern. Das kostet durchschnittlich ein Drittel des Einkommens der Berufstätigen. Da die Senioren nicht nur immer älter werden, sondern es wegen der geburtenschwachen Jahrgänge zukünftig mehr Senioren als jetzt geben wird, dürfte dieses Problem immer größer werden und wächst so schnell wie in kaum einem anderen Land in Südostasien.

Bis 2040 wird nach Schätzungen die Anzahl der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter um elf Prozent sinken. Gleichzeitig steigen die Kosten pro Haushalt für die Versorgung der Senioren, was dazu führt, dass die schon hohen Privathaushaltsschulden, die ca. 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmachen, weiter steigen. Das geht zu Lasten von Konsum und Wirtschaft.

Ich kämpfte monatelang, und es dauerte eine Weile, bis ich mich darauf einstellen konnte“, sagte Supapan, die in Nonthaburi lebt. Sie gibt monatlich etwa 15.000 Baht für ihren Vater aus, sagte sie. Das ist kaum weniger als die Hälfte ihres Verdienstes.
In einer Kultur des Respekts gegenüber den Eltern, in denen Familien sich um die Senioren kümmern müssen, bedeutet das oft, dass sie die Kosten nicht mehr tragen können, sobald die Eltern Großeltern wurden.

Hinzu kommt, dass Sparen nicht gerade das Steckenpferd der thailändischen Bevölkerung ist und viele Leute kaum sich selbst, geschweige denn den Eltern helfen können. Sind die Leute dann selbst alt, haben sie überhaupt nichts.

Mehr als ein Viertel der 66 Millionen Thais treffen laut einer Studie von 2014 keine Vorkehrungen für eine wie auch immer geartete Altersvorsorge, was die Regierung erwägen lässt, das Rentenalter anzuheben und Unternehmen dazu aufzufordern, mehr ältere Leute einzustellen.

Das wird für die jüngeren Generationen eine Belastung“, sagte Sutayut Osornprasop, ein Experte für Gesellschaftsentwicklung, der für die Weltbank arbeitet.
Haushalte, die sich um Senioren kümmern, geben dafür pro Monat laut Health Insurance System Research Office mindestens 7.620 Baht aus. Das sind mehr als 28 Prozent des Durchschnittseinkommens der Haushalte von 26.915 Baht monatlich.

Kangsadan Sagulpongmalee, 40, Dozentin in Phetchaburi, kümmert sich um ihren 70 Jahre alten Vater, der an Diabetes erkrankt ist. Er wurde letzten Dezember an der Wirbelsäule operiert und erholt sich in einem Privatsanatorium für Senioren in Ayutthaya. „Die Kosten sind sehr hoch“, sagte Kangsadan. „Mein Gehalt als Dozentin reicht vorne und hinten nicht. Ich muss die Ersparnisse meiner Eltern angreifen.

Kangsadan will ihren Vater in einem Haus in der Nähe ihrer Arbeitsstelle unterbringen, sobald er sich erholt hat, damit sie sich besser um ihn kümmern kann. „Ich mache für meine Eltern was immer nötig ist. Das ist sehr teuer, aber ich versuche mein Bestes, um alles zu regeln.
Da in den ländlichen Gebieten Thailands weniger verdient wird als in den Städten bedeutet das für einige, wieder aufs Land zu ziehen, um sich um die Eltern zu kümmern. So auch Noppasorn Suebsai.
Wenn wir auf dem Land leben, geben wir auch nicht so viel aus, dann ist es insgesamt billiger“, sagte die 21-Jährige, die in Bangkok eine Ausbildung als Krankenschwester macht. „Ich glaube nicht, dass es zu schwierig wird, mich um meine Eltern zu kümmern.

Beitragsquelle : http://www.bangkokpost.com/news/general/960565/growing-number-of-seniors-inflating-household-debt

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