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Scientology im Museum

Scientology im Museum

Der Geheimdienst in Bayern soll sich um einen ungewöhnlichen Fall kümmern: Es gibt einen Verdacht, wonach Scientologen in einem der berühmtesten Münchner Museen zu viel Macht erlangt haben sollen.

Der Vorwurf lautet, dass die umstrittene US-Sekte Scientology das Haus der Kunst infiltriert haben soll, eines der wichtigsten Kunstmuseen in München. Im Zentrum des Verdachts steht der Personalchef, der für Einstellungen und Gehälter zuständig ist.

Trotz dieser wichtigen Position ist der Mann technisch gesehen seit Mitte der 90er Jahre nur als Berater angestellt, was sehr ungewöhnlich ist.

Isabell Zacharias vom Kulturausschuss der bayrischen SPD war die erste, die Gerüchten nachging, wonach ein führendes Mitglied der Scientologen im staatlichen Museum beschäftigt sein soll.

Das ist ein Gebäude mit einer gewissen Geschichte. Es wurde von den Nazis in den 30er Jahren gebaut und weltweit bekannt. Und jetzt hat ein Mann eine wichtige Position, der zu einer Organisation mit faschistoiden Strukturen gehört“, sagte sie.

Zacharias behauptete, ihr lägen Informationen vor, wonach auch andere Angestellte im Museum Mitglieder der kontroversen Sekte sind. Diese Leute seien jedoch nicht in höheren Positionen der Geschäftsführung beschäftigt.

Meines Erachtens geht das gar nicht“, erklärte sie, und „wenn wir über eine Privatorganisation redeten, würde mich das nicht kümmern, aber das ist eine staatliche Institution, die jedes Jahr eine hohe Unterstützung erhält.

In Deutschland ist Scientology anders als in den USA nicht als Kirche anerkannt und gilt als Sekte. Entsprechend groß ist die Skepsis gegenüber dieser Organisation, die von einem Science-Fiction-Autor gegründet wurde und so prominente Leute wie Schauspieler Tom Cruise zu ihren Jüngern zählt.

Scientology im Museum

Gerichte hatten geurteilt, dass die Gruppierungen Aktivitäten verfolgt, die gegenüber Freiheit und Demokratie subversiv eingestellt sind, und daher eine bessere Überwachung angebracht sei.

Scientologen haben in Bayern kein Berufsverbot. Aber seit 1996 müssen Bewerber für den öffentlichen Dienst ihre Mitgliedschaft in der Sekte offen legen. Das Haus der Kunst ist trotz öffentlicher Gelder jedoch kein Teil des öffentlichen Dienstes.

Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle, Vorstandsvorsitzender im Haus der Kunst, bestätigte, dass der bayrische Geheimdienst mit der Angelegenheit betraut worden ist. „Uns allen ist der Ernst der Lage klar“, sagte Spaenle.

Für Zacharias ist die Reaktion der bayrischen Regierung ein Skandal: „Sie wissen seit 25 Jahren, dass jemand in der Geschäftführung des Museums ein Scientologe ist.

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