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Schönes Koh Samet

Schönes Koh Samet
Schönes Koh Samet
Schönes Koh Samet

Touristen, die zur Ferieninsel Koh Samet in der Provinz Rayong reisten, sollte man mit Nachsicht behandeln, wenn sie sich wunderten, weshalb sie für den Nationalpark – und Koh Samet ist einer – eine Eintrittsgebühr zahlen mussten.

Koh Samet wurde zuletzt immer kommerzieller, die Ferieninsel wurde regelrecht ausgebeutet, genau wie jeder andere Touristenstrand in Thailand auch. Trotz der natürlichen Schönheit gibt es überall Händler, Motorräder und sogar Schnellboote und die allgegenwärtigen Jetskis und Banana Boats.

Nun stehen auf der Insel keine Wolkenkratzer wie sie beispielsweise die Strände in Pattaya zupflastern und gleichzeitig verschandeln, aber es entstanden immer mehr Resorts, um der wachsenden Anzahl von Touristen Genüge zu tun. Irgendwann sah dann Koh Samet nicht mehr so aus wie ein Naturschutzgebiet. Es sah stellenweise eben doch eher nach Pattaya aus.

Bereits Anfang der 80er Jahre gab es Anzeichen dafür, dass die Insel von der Mafia kontrolliert wurde. Am Candlelight Beach gab es zu dieser Zeit nur eine Bungalowanlage. Die Idylle wurde weggewischt, wenn man sich mit der Eigentümerin unterhielt, die sechs Bungalows und ein Restaurant betrieb.

Sie erzählte, dass ihr Ehemann in Rayong wegen einer Auseinandersetzung um die Bungalowanlage erschossen worden war. Sie betrieb die Anlage tapfer weiter, bis Investoren kamen und ihr die Anlage abkauften. Die wurde abgerissen, und am gesamten Strand und in den dahinter liegenden Hügeln entstanden neue Bungalowanlagen.

Langsam aber sicher wurde die Insel übernommen und entwickelt, das heißt zugebaut. Die Besucher mussten bei Ankunft zwar eine Gebühr für die Erhaltung des Nationalparks entrichten, diese floss aber in die Taschen korrupter Beamter und Angehöriger der Mafia.

Es wird geschätzt, dass monatlich mindestens drei Millionen Baht Einnahmen aus diesen Gebühren abgezweigt wurden. Monat für Monat. Ein unglaublich hohes Einkommen!

Jetzt wollen die Behörden durchgreifen und Koh Samet dem Staat bzw. der Öffentlichkeit zurückgeben, wie es heißt, damit die Insel wieder so aussieht wie vor 40 Jahren, als Camping die Norm war und die abendliche Unterhaltung aus einem Touristen mit Gitarre bestand.

Zunächst wurde der Chef des Nationalparks Koh Samet versetzt. Gehen mussten auch 80 seiner Mitarbeiter.

Verboten werden soll neben Jetskis und Banana Boats möglicherweise auch das Leihen von Motorrädern. Liegestühle und Sonnenschirme sind bereits weg. Illegal gebaute Landestege sollen abgerissen werden. Nur noch zwei offiziell gebaute sollen übrig bleiben. Ende der 80er Jahre gab es überhaupt keine, und Touristen mussten durch das Wasser waten, wenn sie an den Strand wollten.

Geplant ist angeblich, dass Bungalowanlagen am Strand auf einer Länge von zehn Kilometern abgerissen werden sollen.

Es wird sich zeigen, ob sich der Chef der Nationalparkbehörde hier durchsetzen kann. Es geht um Hunderte Millionen von Baht, die hier jeden Monat verdient werden.

Falls die jetzige Aktion durchgehalten wird, und in Thailand muss bei solchen Dingen immer erst einmal abgewartet werden, könnte Koh Samet ein Präzedenzfall werden, dass sich die Behörden und der Staat sehr wohl durchsetzen können, um Touristenattraktionen wie die Strände zu schützen, damit sie auch in Zukunft von Reisenden besucht werden.

Ein Strand auf Koh Samet
Ein Strand auf Koh Samet

Kommerz und Korruption führten in letzter Zeit immer öfter und immer schneller zur Zerstörung der natürlichen Ressourcen. Der schnelle Baht zählte, nicht aber Nachhaltigkeit.

Der Massentourismus auf Koh Samet mag darunter leiden, wenn die Behörden ihre Pläne umsetzen, aber Naturschutz und Massentourismus schließen sich gegenseitig aus.

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