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Scharfes Vorgehen gegen E-Zigaretten

Scharfes Vorgehen gegen E-Zigaretten

Die Verhaftung eines Pärchens in Pathum Thani, das angeblich E-Zigaretten verkauft haben soll, ist nur ein Fall, bei dem es um das verschärfte Vorgehen gegen E-Zigaretten geht. Besitz und Verkauf sind in Thailand verboten. Die Höchststrafe beträgt zehn Jahre Haft. Die Raucher von E-Zigaretten verlangen vom Gesetzgeber eine Gesetzesänderung, weil das Gesetz angeblich auf falschen Informationen beruht.

Das verhaftete Duo verkaufte Produkte, die in Thailand seit 2014 illegal sind, die aber nachweislich weniger gesundheitsschädlich sind als Zigaretten, die mit Tabak hergestellt wurden.

E-Zigaretten sind Metallzylinder, in denen eine nikotinhaltige Flüssigkeit verdampft wird. Die Facebook-Seite des verhafteten Pärchens war sehr beliebt. Das könnte ein Indikator dafür sein, dass Raucher durchaus bereit sein könnten, auf E-Zigaretten umzuschwenken.

Thailand gehört jedoch zu den wenigen Ländern, in denen der Import, die Produktion, der Verkauf und auch der Besitz von E-Zigaretten verboten ist. Das sollte überprüft werden. Ein Totalverbot ist zu extrem, und die Strafe von bis zu zehn Jahren Gefängnis viel zu hoch.

Alternativ könnten E-Zigaretten genauso reguliert werden wie die traditionellen Tabakprodukte. Das wäre eine konservative Herangehensweise, die von den Gegnern ebenso akzeptiert werden könnte wie von den Rauchern.

Es gibt viele Studien und Diskussionen über die Vor- und Nachteile von E-Zigaretten. Es mag stimmen, dass E-Zigaretten nicht so harmlos sind, wie sie manchmal hingestellt werden. Die Gefährlichkeit hängt hauptsächlich von den Stoffen ab, die verdampft werden und welcher Geschmack vom Raucher gewählt wird, den unterschiedliche Hersteller anbieten. Es gibt aber eine Reihe von Studien, die keinen Zweifel daran lassen, dass E-Zigaretten weniger schädlich sind als herkömmliche Zigaretten. Diese Tatsache sollte nicht übersehen werden, denn das hätte positive Auswirkungen auf Raucher.

Beispielsweise fanden Forscher von Cancer Research UK heraus, dass der Genuss von E-Zigaretten weitaus sicherer ist als das Rauchen von Tabak. Laut ihrer Studie haben Leute, die mindestens sechs Monate lang gänzlich auf E-Zigaretten umsteigen, weniger giftige und krebserregende Stoffe in ihrem Körper als Leute, die konventionelle Tabakprodukte konsumieren. Bei dualen Rauchern, das heißt solchen, die E-Zigaretten und normale Zigaretten rauchen, konnte dieser erhebliche Rückgang toxischer Stoffe nicht festgestellt werden.

Wenn E-Zigaretten auch nicht dabei helfen können, dass Raucher ihre Nikotinsucht besiegen, so kann diese Art des Rauchens sie aber von dem krebserregenden Giftcocktail bewahren, den sie mit jeder herkömmlichen Zigarette aufnehmen.

Daher sind in den meisten Ländern der Welt E-Zigaretten auch erlaubt, nur in einigen wenigen sind sie verboten. Das Europäische Parlament nahm sich der Angelegenheit an und erließ eine Verordnung über Standardisierung und Qualitätskontrolle für E-Zigaretten und die dafür benötigten Flüssigkeiten. So müssen beispielsweise die Zutaten genau aufgelistet werden, ähnlich wie bei Lebensmitteln.

Thailand könnte wie die EU an die Angelegenheit herangehen. Die thailändischen Tabakkontrollgesetze gehören mit zu den strengsten der Welt. Das Land könnte dieselben Restriktionen für E-Zigaretten erlassen, die schon für Tabakprodukte gelten wie beispielsweise eingeschränkte Werbemöglichkeiten oder Gesundheitswarnungen auf Verpackungen und ein Verkaufsverbot an Minderjährige. Produzenten sollten aufgefordert sein, Angaben über die Zusammensetzung der Flüssigkeiten zu machen.

Das Totalverbot von E-Zigaretten zwingt Raucher, die gerne umsteigen wollen, diese im Ausland zu kaufen und zu schmuggeln oder sie von unlizenzierten Händlern zu kaufen. Der Staat bekommt in diesem Fall natürlich keine Steuern, und eine Qualitätskontrolle für diese Produkte existiert dann auch nicht.

Hier sollte der Gesetzgeber wirklich überlegen, ob er nicht moderater an die Angelegenheit herangehen will. Ein Totalverbot ist jedenfalls der falsche Weg.

Beitragsquelle : https://www.bangkokpost.com/opinion/opinion/1379783/time-to-wake-up-on-e-cigs

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