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„Schande für Deutschland“: Schäuble schimpft über AfD

„Schande für Deutschland“: Schäuble schimpft über AfD

Er möge sie nicht und sie mögen ihn nicht, sagte Finanzminister Wolfgang Schäuble anlässlich einer Podiumsdiskussion über die AfD, und fügte hinzu, die AfD sei „eine Schande für Deutschland.

Schäuble gibt sich nach den Wahlerfolgen der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg dünnhäutig und wirft der AfD vor, gegen Minderheiten und Ausländer Vorurteile zu schüren.

Schon im September hatte Schäuble die Partei mit Rechtsextremen verglichen und sagte, bei der AfD handele es sich um eine hemmungslose Gruppe, die alle demagogisch missbrauche, was man nur missbrauchen könne. Der Chef der AfD, Bernd Lucke, ließ diese Kritik nicht kommentarlos über sich ergehen und bezeichnete Schäuble als „niveaulos“.

Auch wenn Lucke Schäubles Kommentare als „niveaulos“ bezeichnete, so nahm er sich diesen anscheinend doch zu Herzen. Der Chef der AfD will von dem rechten Image wegkommen und sich von AfD-Mitglied Martin Sichert trennen und diesen aus der Partei ausschließen. Sichert hatte gesagt, dass „die zwei größten Massenmörder“ den Zweiten Weltkrieg gewonnen hätten. Lucke kündigte Konsequenzen an und will Sichert aus der Partei ausschließen. Sichert suchte mit Lucke eigentlich die Versöhnung, doch daraus wurde nichts.

Das rechte Image wird für den Parteichef immer belastender.

Ein anderer Vorfall half da auch nicht gerade: Im norddeutschen Stockelsdorf hielt ein AfD-Mitglied einen Vortrag, in dem es offensichtlich ebenfalls um den Zweiten Weltkrieg ging.

Während des Vortrages behauptete das AfD-Mitglied, dass die Gaskammern im Konzentrationslager Dachau erst nach dessen Befreiung durch die Alliierten gebaut wurden. Weiter ging es in dem Vortrag mit dem Bericht über einen angeblichen KZ-Überlebenden, der von seinen Erlebnissen berichtete ohne je in einem KZ gewesen zu sein.

Zu diesem Vortrag eines seiner Mitglieder äußerte sich Lucke bislang nicht.

Die Alternative für Deutschland zog in den letzten Monaten nicht nur in drei Landesparlamente ein, sie holte zudem bei den Europawahlen im Mai sieben Prozent. Die Mitgliederzahlen der AfD vervierfachten sich seit Gründung vor eineinhalb Jahren. Waren es im März über 4.500 Mitglieder, sind es jetzt knapp 20.000 Mitglieder, Tendenz steigend.

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