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Rohingya: Deutschland unterstützt mit 20 Millionen Euro

Rohingya: Deutschland unterstützt mit 20 Millionen Euro

Mehr als 800.000 Rohingya leben in Kutupalong in Behelfsbauten: auf seiner Reise nach Bangladesch hat Außenminister Sigmar Gabriel (58) weitere 20 Millionen Euro an Hilfsgeldern für das Flüchtlingslager zugesagt. „Die internationale Gemeinschaft muss dafür sorgen, dass die Versorgungslage auch weiterhin gut genug bleibt“, betonte Gabriel.

Es ist eine der Flüchtlingskrisen, die erst vor Kurzem ins Zentrum der öffentlichen Wahrnehmung gerückt ist. Seit Ende August hat Bangladesch über 600.000 Rohingya aufgenommen, die aus der Provinz Rakhine im benachbarten Myanmar geflohen sind, sehr viele von ihnen wurden in Kutupalong untergebracht.

Die Rohingya sind eine muslimische Minderheit. Im mehrheitlich buddhistischen Myanmar werden sie nicht als Staatsbürger anerkannt, immer wieder kommt es zu Vertreibungen. Viele Rohingya suchen Zuflucht im benachbarten Bangladesch: bereits vor Beginn der aktuellen Krise lebten dort etwa 400.000 Rohingya.

Die Hilfsbereitschaft Bangladeschs ist überwältigend, doch das Land stößt an seine Grenzen. Bangladesch ist der am dichtesten bevölkerte Flächenstaat der Welt und leidet noch immer unter den Folgen schwerer Überschwemmungen. Die Sicherheitslage ist angespannt, zudem zählt Bangladesch zu den ärmsten Ländern der Welt.

Auch die Reise setzte ein Zeichen für die internationale Unterstützung in der Krise. Gabriel reiste nicht allein: begleitet wurde er von der europäischen Außenbeauftragten Federica Mogherini, Japans Außenminister Taro Kono und Schwedens Außenministerin Margot Wallström.

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