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Roboter

Roboter

Liebe Leser,
wurden Sie beim Aufrufen von bestimmten Webseiten schon mal gefragt, ob Sie ein Roboter oder ein Mensch sind? Meistens wird man dann aufgefordert, eine vertrackte Zahlenkombination einzugeben oder ein bestimmtes Feld anzuklicken. Es ist also schon soweit gekommen, dass Maschinen mit künstlicher Intelligenz sich im Internet tummeln, und das nicht zu knapp!

Die Roboter … aber woher kommt der Begriff? Nicht aus dem russischen, wie so oft behauptet wird, sondern aus dem tschechischen, robota, das mit „Frondienst“ oder „Zwangsarbeit“ übersetzt werden kann. Ähnlich gab es im Spätmittelhochdeutschen für einen „Arbeiter im Frondienst“ den Begriff robâter, robatter. Jedenfalls hat es etwas mit Arbeit zu tun, was den Begriff ja nicht unbedingt beliebter macht.

Während der Entwicklung von Handhabungsgeräten, die immer komplizierter wurden, kamen Entwickler auf die Idee, sie „Roboter“ zu nennen. Spätestens ab diesem Zeitpunkt wurde das Wort „Roboter“, welches ursprünglich ja nur für humanoide Roboter (Arbeiter) verwendet wurde, fast beliebig für verschiedene Geräte benutzt.

Ihre Küchenmaschine ist also ein Roboter genauso wie Ihr Rasenmäher oder Ihre geliebte Waschmaschine.

Gewissenhaft wie wir Deutsche, Schweizer, Österreicher und natürlich Japaner sind, wurde in komplizierten Regelwerken genau definiert, was einen „Roboter“ ausmacht. Dies hier detailliert auszuführen, erspare ich uns lieber.

Die meisten dieser metallenen Jungs arbeiten, wenn man die Haushaltsroboter ausklammert, in der Industrie. Da wird genietet, geschweißt, gebohrt und gepresst, was das Zeug hält. In der Nahrungsmittelindustrie wird geerntet, sortiert, gewaschen und geputzt. Automatisches backen, dekorieren und garnieren und was weiß ich für Anwendungen, sind längst Standard geworden.

In den Automatensälen der 60er Jahre, in denen früher hunderte von Drehern arbeiteten, stehen heute automatisch bestückte, elektronisch programmierte und gesteuerte Alleskönner. Die frühere Arbeiterschaft musste sich neue Jobs suchen oder pensionieren lassen. Auch im modernen Büro hat Kollege Roboter längst Einzug gehalten. Ein Computer mit allen angeschlossenen Geräten hat die Planung und Ausführung übernommen. Die Sekretärin, die bekanntlich auch für den Kaffee zuständig ist, übergibt diese wichtige Aufgabe an einen Kaffeevollautomaten. Nur den Service und den Kaffeesatz darf sie noch selber übernehmen.

Längst wird in der Medizin mit Unterstützung durch Kollege Roboter operiert oder diagnostiziert. Im Weltraum ist der Roboter der König. Ohne Sauerstoff und Nahrung kann er ohne Zeitfenster auf fremden Planeten herum krabbeln und die Gegend analysieren. Auch im Kinderzimmer ist er längst angekommen. Es wird nach Kindeslust geballert, gespielt und gefüttert (Barbie).

Es gibt eigentlich keinen Bereich in unserem Leben, welcher nicht automatisiert wurde.

Roboter
Roboter

In unserem Verständnis ist ein Roboter eher ein Wesen, welches zumindest so ähnlich aussieht, wie wir selbst. Also aufrechter Gang, Kopf, Hände und Füße. Sprechen muss er auch können und uns jeden Wunsch erfüllen. Der Roboter wird also in der Zukunft wieder ein persönlicher Arbeitssklave für jedermann.

Technisch realisiert werden Roboter hauptsächlich im Zusammenspiel der Disziplinen Mechanik, Elektrotechnik und Informatik. Inzwischen hat sich aus der Verbindung dieser drei Disziplinen die Mechatronik entwickelt. Um autonome Systeme zu entwickeln, die eine gewisse Eigenständigkeit aufweisen, werden immer mehr wissenschaftliche Disziplinen in die Robotik eingebunden. Hier liegt ein Schwerpunkt der Verbindung von Konzepten der Künstlichen Intelligenz oder der Neuroinformatik und ihrer biologischen Vorbilder (Biologische Kybernetik).

Ebenfalls als Roboter bezeichnet man mobile Einheiten, die zum Aufspüren, Entschärfen oder Sprengen von Bomben oder Minen eingesetzt werden wie der sogenannte TALON-Roboter.

Auch gibt es Roboter, die in Trümmern nach verschütteten Menschen suchen können. Mittlerweile gibt es auch einen sogenannten Killer- oder Kampfroboter, ist ja klar, wo sich was entwickelt, sind die Militärs nicht weit weg.

Autonomous Underwater Vehicles sind autonome Tauchroboter für Aufgaben im Meer und anderen Gewässern.

Die künstliche Intelligenz entwickelt sich rasant, und vielleicht werden eines nicht fernen Tages die Roboter, oder wenigstens einige von ihnen, ein eigenes „ICH“ entwickeln und sich fragen: Warum sollen wir, die Robbies, alles machen, und die faulen Humanoiden (das sind wir!) liegen nur mit ihren Handys herum. Entsprechende Filmvorlagen gibt es ja bereits.

Da bin ich froh, dass mein Bierchen noch vom Braumeister kommt, obwohl der auch schon mächtig viel Elektronik am Braukessel hat.

In diesem Sinne an alle Humanoiden und Roboter ein kräftiges „Prost“!
Bis demnächst …

Euer Herby

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