Header Banner
Header Banner
Header Banner
Header Banner

Riverside-Promenade in juristischer Bredouille

Riverside-Promenade in juristischer Bredouille

Die Kontroverse um die geplante neue Promenade am Chao Phraya River in Bangkok wird so schnell nicht beigelegt werden, zumal die Bangkoker Stadtverwaltung (BMA) darauf besteht, das Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Nachdem kritisiert wurde, dass das Projekt überstürzt geplant worden war und eine Bedrohung für Anwohner, Kultur und Ökosystem sein könnte, gibt es jetzt auch noch eine juristische Problematik.
Krai Tungsanga, Mitglied des Verbandes der Ingenieurberater Thailand (CEAT), sagte, dass die BMA mit der Beauftragung des Technologieinstitutes König Mongkut Ladkrabang (KMITL), das gegen Bezahlung eine Studie erstellt hat, mehrere Gesetze nicht eingehalten wurden.
Das KMITL hatte, mit der Khon Kaen University als Beraterin, 120 Millionen Baht erhalten, um eine Studie über die 57 Kilometer langen Flussufer am Chao Phraya River zu erstellen. Die Studie beschäftigt sich mit den möglichen Auswirkungen des Projekts auf die ansässigen Gemeinden.
Das KMITL wurde ferner damit beauftragt, das Design für die Promenade zu erstellen und öffentliche Anhörungen durchzuführen, um die Meinung der Öffentlichkeit einzuholen, insbesondere der Anwohner in den betroffenen Vierteln.
Krai behauptet, dass KMITL dafür gar nicht befugt gewesen sei, denn KMITL habe keine Lizenz, um Ingenieursstudien durchzuführen. Nur Privatfirmen können solch eine Lizenz erhalten, und daher dürfen auch nur diese entsprechende Studien gegen Bezahlung vornehmen.
Sein Verband, so Krai, werde sich an den Ingenieursrat wenden, um zu entscheiden, ob das KMITL gesetzlich zu den übertragenen Arbeiten überhaupt befugt war.
Seiner Meinung nach nicht, und er nannte gleich drei Gesetze, gegen die verstoßen wurde. Eine Person kann nicht als Ingenieur arbeiten, wenn sie keine Lizenz vom Ingenieursrat erhalten hat. Laut Bildungsgesetz und König-Mongkut-Technologieinstituts-Gesetz ist das Institut lediglich befugt, zu lehren und der Gesellschaft der Bildung dienende Dienstleistungen anzubieten.

Das KMITL entstand aus dem Zusammenschluss von drei technologischen Hochschulen.
Um das zusammenzufassen“, sagte Krai, „kann das KMITL der Gesellschaft kostenlose Beraterdienste anbieten, sollte das aber nicht für Geld tun dürfen.
Krais Verband will sich an den Ingenieursrat wenden, der sich mit dem Fall KMITL beschäftigen soll. Dieser solle dann für eine „Bestrafung“ sorgen, falls das Institut tatsächlich gegen Gesetze verstoßen haben sollte.
Die neuen Behauptungen, die gegen das 8,4-Milliarden-Baht-Projekt sprechen, kommen zu einer Zeit, in der die BMA eine neue Ausschreibung begonnen hat, weil es zuvor Beschwerden über die Ausführungen des Projekts gab, dazu gehören Timing, öffentliche Anhörungen und Planungspannen.
Kritiker meinen, dass die siebenmonatige Planungsfrist zu kurz sei, um Experten zu erlauben, tief greifende Studien über die Auswirkungen des Projekts zu erheben.

Trotz der Behauptung des KMITL, dass es die Teilnahme der Öffentlichkeit begrüße, sagen die Kritiker des Projekts, insbesondere der Verband Siamesischer Architekten, dass Behörden nicht in den Dialog getreten sind, um unterschiedliche Meinungen einzuholen.
Der ehemalige Präsident des Ingenieursinstituts Thailand, Tontrakul Yomnak, sagte, die Leute, die das bauen, müssten wohl „über 1.000 Säulen“ in das Flussbett hämmern. Das werde negative Auswirkungen auf die Gebäude in der Umgebung haben, und auch auf die Lebewesen im Fluss.
Das Projekt soll gleichzeitig als Wehr dienen, damit die Stadt während der Regenzeit trocken bleibt. Kritiker sagen, die Anwohner würden aus ihren Häusern vertrieben, damit sie Platz für den Bau schaffen.
Doch all diese Vorwürfe scheinen auf taube Ohren zu stoßen. Schon im Juli sollen die ersten Säulen in den Fluss „gehämmert“ werden, wenn denn mit der kurzfristig angesetzten Ausschreibung alles planmäßig verläuft. Die Bauzeit wird mit 18 Monaten angegeben.

Beitragsquelle : http://www.bangkokpost.com/news/special-reports/1233302/riverside-promenade-could-find-itself-in-legal-battle

Ähnliche Beiträge