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Regierung gegen „Free Hug“

Regierung gegen „Free Hug“

Ein Mann und eine Frau, die Trauernden kostenlose Umarmung anboten, um deren Schmerz zu lindern, mussten sich für ihre Taten entschuldigen. Die Militärregierung verurteilte die Umarmungen als „unangemessen“.

Teerawat Pinpanichakarn sagte, er sei verantwortlich für das unerwartete „Free-Hug-Drama“, das am Siam Square begann. Da er auf ein positives Echo stieß, habe er fast eine Woche weitergemacht. Schließlich ging er zum Sanam Luang. Dort bot er zusammen mit einer Frau kostenlose Umarmungen an.

Es war das Bild dieser Frau, deren Identität unbekannt ist, die Fremde umarmte, und einen Protestschrei in sozialen Medien auslöste.
Regierungssprecher Oberst Piyapong Klinpan gestand Teerawat „gute Absichten“ zu, die „aber zu unangemessenen Ergebnissen führten“.
Eine Umarmung ist immer ein Zeichen der Liebe“, philosophierte der Oberst. „Liebe kommt von Herzen. Solch eine Aktivität wäre etwas anderes, wenn eine ältere Person oder ein Mann sie vornimmt – stattdessen handelte es sich um eine Frau.“

Teerawat berichtete, er sei von den Behörden einbestellt worden, die ihn fragten, weshalb er „den König in seine Aktivitäten einbeziehe“. Er sagte, er versuche die Botschaft der Liebe zu verbreiten.
Erinnern Sie sich an die Hexenjagden, wenn jemand kein schwarz trug? Das führt zu Spaltung“, schrieb er auf seiner Facebook-Seite. „Lasst uns tun, was der König uns gelehrt hat, und wir sollten uns gegenseitig lieb haben.
Teerawat führte aus, er habe keine versteckten Motive und entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten, die er ausgelöst habe. Er forderte die Öffentlichkeit auf, nicht die Frau zu jagen, die auf den Fotos zu sehen ist.
Das war meine Idee, und ich übernehme dafür die Verantwortung“, sagte er. „Sie hat damit nichts zu tun.
Teerawat sagte, er und seine Freunde seien von der gesellschaftlichen Bewegung „Free Hugs“ durch den Australier Juan Mann inspiriert worden.
Ich wollte Thais in der Zeit der Trauer trösten und jedem Mut machen“, sagte er.

Das gefiel Regierungssprecher General Sansern Kaewkamnerd nicht. Er sagte, solch ein Verhalten sei un-thai.
Ist diese Aktivität im Hinblick auf unsere herrliche thailändische Kultur und der jetzigen Staatstrauer angemessen? Anstatt kostenlose Umarmungen anzubieten, sollte sich die Jugend anderen Aktivitäten hingeben, die angemessen sind.
Der Philosoph Oberst Piyapong sagte, man könne Liebe auf anderen Wegen weitergeben. Beispielsweise indem Nahrungsmittel kostenlos verteilt werden.
Die Begebenheit erinnert an das Buch „Die Verlassenen“ bzw. dessen Verfilmung unter dem Titel „The Leftovers“. Nachdem zwei Prozent der Weltbevölkerung gleichzeitig verschwinden, versuchen die Verlassenen, auf unterschiedliche Weise mit ihrer Trauer zurechtzukommen. Zu ihnen gehört auch ein Mann, der den Hinterbliebenen Umarmungen anbieten, um ihnen den Schmerz zu nehmen.

Pornchai Sereemongkonpol wunderte sich in einem Kommentar in der „Bangkok Post“ über die Aufregung, die kostenlose Umarmungen verursachten, weil Umarmungen ein Zeichen für Liebe seien. Pornchai weist darauf hin, dass es mehrere „Hugging-Gruppen“ gab oder gibt, aber nur Teerawat von den Behörden einbestellt wurde. Weiterhin führt Pornchaus aus:
Ich kann verstehen, dass jemand aus konservativen Gründen besorgt ist. Ehrlich gesagt, sehe ich keinen Grund, so pingelig bei einer Angelegenheit zu sein, bei der mit hehren Motiven das Andenken an den König geehrt werden soll. Ich kann kein Problem erkennen, wenn Leute am Grand Palace kostenlose Umarmungen anbieten. Es ist ein weiterer Service, der den Trauernden angeboten wird so wie kostenloses Essen oder kostenlose Motorradfahrten und schwarze Schleifen. Wenn die Trauernden auf diese Weise versorgt werden, weshalb sollte ihnen nicht emotional geholfen werden?

Auf Twitter kommentierte jemand: Umarmen gehört nicht zur asiatischen Kultur. Sex sehr wohl.
Mit dieser Einstellung hat dieser Romantiker sicherlich sehr viel Erfolg bei Frauen.

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