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Razzia bei Betreibern des Filmportals Kinox.to

Mit einer groß angelegten Razzia hat die Generalstaatsanwaltschaft Dresden versucht, die Betreiber des Filmportals Kinox.to festnehmen zu lassen. Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ meldet, hätten sächsische Ermittler sechs Wohn- und Geschäftsräume durchsucht. Die beiden mutmaßlichen Hauptverantwortlichen, zwei Brüder im Alter von 21 und 25 Jahren, trafen sie jedoch nicht im Haus ihrer Eltern in der Nähe von Lübeck an.

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden neben gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzung und Steuerhinterziehung auch räuberische Erpressung und Brandstiftung vor. Nach den Flüchtigen werde nun europaweit gefahndet. Zwei weitere mutmaßliche Beteiligte wurden im Raum Neuss und Düsseldorf festgenommen.

Nach Informationen des „Spiegel“ unterhielten die Kinox.to-Betreiber Kontakte zu den Verantwortlichen der Vorgängerseite Kino.to, die Mitte 2012 zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt wurden. Kinox.to zähle bei den Seitenaufrufen zu den Top 50 der deutschsprachigen Webseiten. Dort werden die Filmangebote nicht selbst gehostet, sondern lediglich Links zu Abrufquellen gelistet. Neben Kinox.to sollen die Betreiber weitere Webseiten zur illegalen Verbreitung urheberrechtlich geschützten Materials unterhalten. Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen („GVU“) rechnet in einem Schreiben an ihre Mitglieder die Seiten movie4k.to, boerse.sx und mygully.com ebenfalls dem Betreiberkreis von kinox.to zu. Zudem sollen sie die Filehoster freakshare.com und bitshare.com betrieben haben.

Das Portal kinox.to ist wie die übrigen genannten Betreiberseiten in Deutschland weiterhin online erreichbar. In einer aktuellen Meldung weisen die Betreiber jedwede Urheberrechtsverletzungen von sich, da sie nur Links zu Filmen weiterleiten würden. – In Österreich sind die Seiten kinox.to und movie4k.to jedoch seit Oktober gesperrt. Nach einer Entscheidung des OGH zur Internetzensur kann in Österreich einem Provider untersagt werden, den Zugang zu einer Webseite zu vermitteln, sobald ein Dritter behauptet, durch diese in seinen Rechten verletzt zu werden. Eine unabhängige Prüfung ist nicht vorgesehen. Auch auf EU-Ebene können solche Seiten nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes auf Antrag gesperrt werden.

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