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Rauchverbot an Stränden

Rauchverbot an Stränden

Die Behörden begannen damit, das Rauchverbot an 24 Stränden in 15 Provinzen durchzusetzen. Ein Akademiker sieht in den Rauchern aber eher eine geringe Gefahr: Alle Thais seien schuld daran, dass immer mehr Müll an Stränden und im Meer zu finden ist.

Der stellvertretende Dekan der Fakultät Fischereiwesen an der Kasetsart Universität und prominenter Umweltschützer, Thon Thamrongnawasawat, der schon auf so einige Missstände hinwies, warnte vor den wachsenden Müllmengen im Meer, die auf Dauer an die Küste gespült werden.

Das Rauchverbot betrifft neben vielen anderen Stränden auch Hua Hin und Patong auf Phuket sowie einige Stände auf zwei Inseln im Golf von Thailand: Koh Tao und Koh Samui.

Wer gegen das Rauchverbot verstößt, muss mit einer Geldstrafe von 100.000 Baht und/oder einem Jahr Gefängnis rechnen. Es soll allerdings eine 90-tägige Schonfrist geben. Das bedeutet, dass das Rauchverbot „mit aller Härte des Gesetzes“ erst ab 1. Februar 2018 greift, hieß es seitens des Umweltministeriums.

Das bedeutet aber nicht, dass Rauchen an den Rauchverbots-Stränden weiterhin toleriert wird. Das Pilotprojekt soll im Erfolgsfall mit ziemlicher Sicherheit auf alle thailändischen Strände ausgeweitet werden.

Zu den Stränden gehören Chalok Ban Kao, der drittlängste Strand auf Koh Tao und Bo Pud im Nordosten von Koh Samui nahe Flughafen. Beide Inseln gehören zur Provinz Surat Thani.

Die beliebtesten Strände auf Koh Samui sind Chaweng und Lamai. Beide scheinen jedoch zurzeit nicht vom Rauchverbot betroffen. Auch nicht Haad Rin auf der benachbarten Insel Koh Phangan. An diesem Strand finden immer die Vollmondpartys statt. Der Patong-Strand auf Phuket an der Andamanenküste fällt jedoch unter das Verbot. Hier ist auch der Auslöser zu suchen, weil extrem viele Zigarettenkippen im Sand gefunden wurden.

Unter das Verbot fallen die kleinen Inseln Koh Kai Nai und Koh Kai Nok, Khao Lak nördlich von Phuket in Phangnga und drei Strände in Krabi: Phra Ae, Klong Dao und Kor Kwang.

An allen Stränden sollen in naher Zukunft „Raucherecken“ entstehen. Zumindest in Chonburi sind das gläserne Häuschen, die wie Bushaltestellen aussehen. Es dürfte innen ganz schön warm werden.

Chalok Ban Kao und Bo Pud haben bereits diese Raucherzonen, auch Bang Saen in Chonburi, das vom Verbot ebenfalls betroffen ist. Weitere Verbote: Dong Tarn auch in Chonburi, sowie der Strand in Pattaya und in Jomtien. Am Strand von Hua Hin ist das Rauchen ebenso verboten wie in Khao Takieb, ebenfalls in der Provinz Prachuap Khiri Khan.

Wenn Hotels versuchen, das Verbot zu unterlaufen, so ist dies nicht gestattet: Das Ministerium wies deutlich darauf hin, dass Strandhotels, die für ihre Gäste Liegestühle bereitstellen, alle Aschenbecher entfernen müssen.

Das Gesetz verbietet außerdem, dass Leute ihren Müll am Strand zurücklassen oder ungeklärte Abwässer ins Meer laufen.

Mit den neuen Restriktionen sollen die Küsten des Landes geschützt werden, die unter erheblichen Druck geraten sind.

Anfang November wurden an den Stränden von Hua Hin und Pranburi innerhalb weniger Tage 100 Tonnen Müll eingesammelt.

Umweltschützer Thon sagte, dass alle Thais dafür verantwortlich seien, weil jeder Verantwortung trägt, wenn es um Müll ginge. Müll sei bereits im Golf von Thailand gewesen, anderer Müll würde von Flüssen ins Meer gespült. Dort verbindet er sich zu Müllinseln, die im Golf von Thailand treiben und irgendwann auch an die Küsten gespült werden.

Der Müll an der Küste von Hua Hin und Pranburi landete dort wegen einer geänderten Strömung an, erklärte Thon.

Pranburi ist wie Hua Hin ein bei Touristen bliebter Strand, rund 30 Kilometer südlich von Hua Hin gelegen.

„Vorfälle wie dieser stellen uns im einem schlechten Licht dar, weil wir so viel Plastikmüll produzieren“, sagte er.

Müll im Meer kann Tiere verletzen oder gar töten wie beispielsweise Meeresschildkröten – sofern sie bislang den thailändischen Suppentöpfen entkommen konnten – oder Delphine.

Thon bat die Thais darum, den Verbrauch von Plastiktüten zu beschränken und Müll richtig zu entsorgen.

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