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Qualität statt Quantität

Qualität statt Quantität

Über 35 Millionen Touristen kamen letztes Jahr nach Thailand. Stephanie aus München war am 29. Dezember die 35-millionste Touristin im Jahre 2017.

Auf der einen Seite wollen die Tourismusbehörde TAT und das Ministerium für Tourismus und Sport den Qualitätstourismus fördern, auf der anderen Seite aber keinesfalls einen Rückgang der Zahl der Touristen riskieren.

Wie aber kann der Ruf des Landes, es handle sich um ein billiges Reiseziel, in ein Image geändert werden, wonach es sich bei Thailand um ein Qualitätsreiseziel handelt?

Der neue Tourismus- und Sportminister Weerasak Kowsurat sagte, dass er die Fundamente des Tourismus im Land reparieren wolle, das soll bedeuten, dass Sehenswürdigkeiten renoviert oder attraktiver gestaltet werden. Gleichzeitig sagte er, er wolle ein neues Komitee einsetzen, das Probleme des Sektors lösen soll. Er will mit anderen Behörden zusammenarbeiten, um Logistik- und Verkehrsprobleme zu überwinden, die Flughäfen sollen ausgebaut werden, es soll mehr öffentliche Toiletten geben.

Das Ministerium will Online-Plattformen fördern, auf denen Produkte angeboten werden, und mittels neuen Marketingwerkzeugen an die Anforderungen der modernen Tourismusindustrie anschließen.

Die Organisation plant außerdem, dass Geschäftsleute gebeten werden, lokale Produkte herzustellen und diese zum Verkauf anzubieten, damit die entsprechenden Gemeinden für Touristen interessant werden.

Weerasak sagte kürzlich, er wolle den Tourismus im Laufe des Jahres auf drei Gebieten verbessern. Die größte Priorität sei es, eine Liste mit Sehenswürdigkeiten zusammenzustellen, die nicht mehr so beliebt sind wie einst oder renovierungsbedürftig sind. Das Ministerium wird dann überprüfen, wie man diese Orte für den Tourismus fördern kann.

Die zweite Priorität sei, dass die Humanressourcen im Land verbessert werden müssen. Das soll heißen, dass die Bürger die Tourismusindustrie besser verstehen sollten. Um das Problem anzugehen, sollen Bildungsinstitute entsprechende Kurse anbieten und Fachbereiche, die speziell auf die Tourismusindustrie zugeschnitten sind.

Schließlich steht auf der Prioritätenliste noch die Schaffung einer Tourismusklinik, die einen Beratungsservice für Geschäftsorganisationen und Geschäftsleute anbieten soll.

Herausforderung China
Yutthasak Supasorn, Gouverneur der Tourismusbehörde TAT, sagte, es gebe Pläne, wonach im Laufe dieses Monats im kanadischen Toronto ein neues TAT-Büro entstehen solle. Weiterhin sollen vier oder fünf Marketing-Repräsentanten im Laufe des Jahres in China stationiert werden, die die dort bereits existierenden fünf verstärken.

China ist ein wichtiger Markt für den thailändischen Tourismus. Wir müssen immer noch hart mit den chinesischen Behörden zusammenarbeiten, um die Marktqualität zu verbessern, und das Problem der Null-Dollar-Touren zu lindern, die die thailändische Tourismusindustrie seit Jahren belasten.
Das ist ein Teil des Maßnahmenkatalogs, um mit dem chinesischen Markt umzugehen, der weiterhin der größte bleiben wird.

Auch in den kommenden Jahren wird die Mehrzahl der Touristen aus China kommen, in den nächsten ein bis zwei Jahren geschätzte zwölf Millionen pro Jahr, das ist etwa ein Drittel aller ausländischen Besucher.

Die Tourismusbehörde hofft, im Laufe des Jahres ihr erstes Büro in Südamerika öffen zu können, damit der Markt in der Region ausgebaut werden kann. Insbesondere aus Brasilien, Chile und Kolumbien kommen viele Touristen nach Thailand.

Bessere Infrastruktur
Ittirit Kinglake, Präsident des Tourismusverbandes Thailand (TCT), sagte, die Industrie werde weiterhin wachsen, aber der Verband dränge die Regierung, die Infrastruktur zu verbessern, dazu gehöre der Ausbau von Flughäfen in Phuket, Krabi und Chiang Mai, damit Besucher komfortabler reisen können und man mit der steigenden Zahl in- und ausländischer Touristen auch zurande käme.
Die Flughäfen Suvarnabhumi, Don Mueang und Phuket haben immer noch Probleme, weil sie überfüllt sind, das führt zu langen Schlangen vor den Schaltern der Immigration. Das muss verbessert werden“, sagte Ittirit.

Er sagte, dass viele Touristen aus China und Indien keine Lust hätten, zehn Tage lang zu warten, um das in der Heimat beantragte Visum zu erhalten. Stattdessen bemühen sie sich um ein sogenanntes Visa on Arrival, dort würden sie sich aber in langen Warteschlangen wieder finden, weil es zu wenige Beamte der Immigration gibt.

Der TCT rät den Behörden auch, alle Formen von Transport, dazu gehören nicht nur Flugzeuge und Busse oder Taxis, zu verbessern, die nicht nur die Hauptstadt mit den Provinzen verbindet, sondern vor allem auch Sehenswürdigkeiten in abgelegenen Gebieten.

Der Tourismusverband empfiehlt der Regierung zu Investitionen in Internet und Online-Plattformen, damit die Besucher mit Daten in Echtzeit ausgestattet werden können, weil Touristen Mobiltelefone nutzen.

Der Verband schätzt, dass 2018 bis zu 38 Millionen ausländische Touristen nach Thailand kommen könnten. Diese würden um die 2,14 Billionen Baht umsetzen.

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