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Phimai: Anwohner bleiben

Phimai: Anwohner bleiben

Die Behörde für Bildende Künste (FAD) beruhigte über 1.600 Familien, die in der Nähe des Historischen Parks in Phimai in der Provinz Nakhon Ratchasima leben und sagte, sie können bleiben. Die Familien hatten befürchtet, man vertreibe sie von Grund und Boden.

Die Urbanisierung der Stadt Phimai ging schnell und ohne Kontrolle vor sich. Die Behörde musste das gesamte Gebiet unter Denkmalschutz stellen, damit das Kulturerbe geschützt werden kann“, sagte FAD-Direktor Anant Chuchote. „Aber unsere Maßnahme, die Stadt als historische Stätte auszuweisen wird nicht zu Umsiedlungen führen. Anwohner dürfen bleiben“, sagte er zu Journalisten.

Die FAD sorgte unter den Einwohnern von Phimai für Unruhe, die prompt demonstrierten, weil 2.658 Rai zur historischen Stätte erklärt wurden, was womöglich bedeutet hätte, dass sie hätten umziehen müssen. Sie waren vor dem Protest darüber informiert worden, dass eine Einspruchsfrist von 30 Tagen abgelaufen sei. Angeblich hätten sie Mitte Oktober ein Schreiben erhalten, das sie über den Beschluss der Behörde für Bildende Künste informierte.
Rund 400 Anwohner protestierten daraufhin und sagten, sie hätten dieses Schreiben nie gesehen. Sie marschierten zur Bezirksverwaltung und drohten mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht.

Gleichzeitig sagten einige der Anwohner in Phimai, sie könnten anhand von Eigentumsurkunden beweisen, dass sie das Recht hätten, auf dem Land zu wohnen. Es handle sich nicht um eine widerrechtliche Besetzung.

Jaruk Wilaikaew, Chef der FAD-Abteilung 12, zuständig für Phimai, wurde von Einwohnern eingeladen, die befürchten, finanzielle Verluste hinnehmen zu müssen. Jaruk beruhigte die Leute und meinte, sie könnten nach wie vor ihre Grundstücke verkaufen, Häuser bauen oder ihre Immobilien bei Krediten als Sicherheit angeben.

Es gebe einige wenige Vorschriften seitens der FAD, sagte er. Dazu gehöre, dass die Häuser nur zwei Stockwerke oder neun Meter hoch sein dürfen. Anwohner können keine Eigentumsurkunden über Stellen erhalten, an denen sich historische Gebäude, Teiche oder Monumente befinden.

Jaruk sagte, die Dorfbewohner, die den Protest organisierten, hatten versucht, Eigentumsurkunden über ein Grundstück zu erhalten, auf dem ein historischer Teich steht, der 1.800 x 750 Meter misst.

Die Leute demonstrierten, weil sie etwas missverstanden haben. Ihr Recht über die Grundstücke wird nicht angetastet. Aber wenn sie vorhaben, weiter zu demonstrieren, dann müssen sie die Gerichte anrufen“, sagte Jaruk.

Phimai: Anwohner bleiben
Phimai: Anwohner bleiben

Die FAD erklärte bereits 1936 die Khmer-Tempelanlage Phimai im Bezirk Nai Mueang zu einem Kulturerbe und stellte die Sandsteinmonumente aus dem 11. Jahrhundert unter Denkmalschutz.
Die jüngsten Bemühungen um Phimai, mit den Gebäuden wurde der Khmer-König Suyarvarman I. verehrt, werden als Signal gedeutet, dass Thailand bei der UNESCO beantragen will, die Anlage als Weltkulturerbe zu listen.

Ganz überzeugt sind die Einwohner nach der weiteren Einlassung der Behörde nicht. Sie haben in der Stadt Schilder aufgestellt und verlangen nach wie vor, dass nicht die gesamte Stadt zur historischen Stätte erklärt wird, sondern nur der eigentliche Park, in dem die Ruinen stehen.

Touristen lassen sich unterdessen von dem Aufruhr nicht beeindrucken und fahren nach wie vor nach Phimai, einer der wichtigsten Khmer-Tempelanlagen in Thailand.

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