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Philippinen: Reise- und Sicherheitshinweise

Philippinen: Reise- und Sicherheitshinweise
In Marawi gilt nach schweren Kämpfen der philippinischen Sicherheitskräfte mit terroristischen Gruppen in ganz Mindanao bis mindestens Ende 2018 das Kriegsrecht. Diese Maßnahme beinhaltet unter anderem die Einführung von Ausgangsperren, die Einrichtung von Militärposten sowie die Aussetzung der Habeas-Corpus Rechte (Grundsatz der unverzüglichen Haftprüfung vor Gericht).
In mehreren Regionen des Landes besteht die Gefahr terroristischer Anschläge und von Entführungen, sowohl zu Land als auch zur See. Reisenden wird geraten, besonders vorsichtig zu sein, Reise- und Ausflugspläne gegebenenfalls nochmals zu überdenken und den Anweisungen von Sicherheitskräften unbedingt Folge zu leisten.
Drogenbesitz und Drogenhandel werden von den philippinischen Behörden unnachgiebig bekämpft. Der Besitz oder Konsum auch geringer Mengen von Drogen wird strikt geahndet.
Landesspezifische Sicher-heitshinweise (Teilreisewarnung, 13.12.17)
Angesichts der Sicherheitslage und akuter Entführungsgefahr wird vor Reisen in folgende Regionen oder Gebiete gewarnt:
  • Zamboanga Peninsula (Region IX)
  • Northern Mindanao (Region X)
  • Davao-Region (Region XI), einschließlich der Insel Samal, aber mit Ausnahme von Davao City
  • Soccsksargen (Region XII)
  • Autonomous Region of Muslim Mindanao (ARMM) mit dem Sulu-Archipel, also den Inseln zwischen Mindanao und Ost-Malaysien (wie Tawi-Tawi, Sulu, Basilan)
  • Sulu-See
  • Süd-Palawan (südlich von Puerto Princesa)
Von nicht erforderlichen Reisen in andere Regionen von Mindanao und in der Mindanao-See und den übrigen Regionen von Palawan wird abgeraten.
In diesen Gebieten sind unterschiedliche Gruppen von islamistischen Terroristen und Rebellen aktiv, es kommt immer wieder zu Anschlägen sowie Kampfhandlungen mit der philippinischen Armee und Sicherheitskräften. So gibt es seit mehreren Wochen massive Gefechte mit zahlreichen Todesopfern in und um Marawi.
Die in der Region operierende islamistische Terrorgruppe Abu Sayyaf ist für Entführungen und Ermordungen vor allem auf Mindanao und in der Sulu-See verantwortlich und zielt vermehrt auf ausländische Entführungsopfer. Am 26. Februar 2017 wurde von ihr eine deutsche Geisel ermordet, nachdem sie bereits im November 2016 in der Sulu-See verschleppt und die Reisegefährtin getötet worden war. Auch ortskundige Ausländer sind dort derzeit besonders gefährdet.
Terroristische Anschläge und Entführungen können im gesamten Gebiet der Philippinen nicht ausgeschlossen werden.
Im April 2017 ist es in Bohol und Umgebung und in Davao zu Gefechten zwischen schwer bewaffneten Gruppen und philippinischen Sicherheitskräften gekommen. In Manila im Stadtteil Quiapo kam es im selben Zeitraum wiederholt zu Bombenanschlägen. Veranstaltungen und Orte großer Menschenansammlungen sind besonders gefährdet.
Die philippinische Polizei wurde landesweit bis auf Weiteres in eine erhöhte Alarmbereitschaft versetzt und seit Anfang September 2016 besteht landesweit ein „State of Lawlessness“, der die philippinische Armee mit dem Recht zur Ausübung polizeilicher Aufgaben ausstattet.
Reisende sollten sich stets über die Sicherheitslage vor Ort informieren und Warnmeldungen der Behörden beziehungsweise aus den örtlichen Medien ernst nehmen.
Krieg gegen Drogen
Auf den Philippinen wird ein harter Krieg gegen Drogen geführt, dem seit Juli 2016 bereits über 7.000 Menschen zum Opfer gefallen sind. Die Warnungen der Behörden vor illegalem Drogenbesitz, der in den Philippinen mit harten Gefängnisstrafen geahndet wird (ab 5 g lebenslange Freiheitsstrafe möglich, bei Festnahme in einem Flug- oder Fährhafen wird strafverschärfend Handel unterstellt), sollten unbedingt befolgt werden.

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