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Opfer von Schwertangriff erzählt

Opfer von Schwertangriff erzählt

Am 9. Mai 2016 wurde ein Amerikaner auf Koh Samui mit einem Schwert angegriffen und erlitt schwere Verletzungen. Der Täter saß sieben Monate in Haft.
Der Angriff fand in Nathon statt, in der Nähe des alten Immigrationsbüros. Während dieses Angriffs wurde dem Amerikaner erhebliche Wunden an Kopf und Beinen zugefügt.

Bei dem Opfer handelt es sich um den 32 Jahre alten amerikanischen Staatsbürger Timothy C., der auf Koh Samui lebte und arbeitete. Er benötigte für ein Projekt zusätzliche Tischler. Daher begab er sich zu einer Tischlerei und wurde dort mit dem ebenfalls 32 Jahre alte Chaiyarat I. bekannt gemacht, Spitzname Sam. Timothy übergab Sam mehrere Werkzeuge, mit denen dieser arbeiten sollte.
Am Tag des Angriffs fuhr Timothy zu Sams Zimmer, um dort die Werkzeuge abzuholen. Laut Timothy war Sam bei der Ankunft „high“, er sah sich im Fernsehen Zeichentrickfilme an. Sam schien aufgeregt und griff zum Schwert. Timothy, der die Gefahr spürte, rannte weg. Auf der Straße wurde Timothy von einem Mann getreten und fiel zu Boden. Dann kam Sam mit dem Schwert und hieb Timothy in Arm, Wade und Bauch. Timothy stand auf und rannte auf eine Gruppe von Leuten zu. Sein Verfolger rief den Passanten zu, sie sollten verschwinden, wenn sie nicht verletzt werden wollten. Sam schlug wieder mit dem Schwert auf Timothy ein, diesmal traf er den Kopf.
Nach dem Hieb auf meinen Kopf wartete ich darauf, dass er das Schwert wieder hob, ergriff sein Handgelenk“, erzählte Timothy. „Er griff dann seinerseits nach meiner Hand. Er war so high und so stark, dass er mir die Schulter auskugelte. Ich kann immer noch die Spuren seiner Fingernägel an meinen Handgelenken sehen. Ich konnte nichts anderes machen als festzuhalten. Ich konnte meinen Arm nicht mehr benutzen, konnte aber festhalten. Ich warf ihn herum, schlug ihn nieder und drückte ein Knie auf seine Hand mit dem Schwert auf den Boden. Die Polizei kam innerhalb von Sekunden.

Nach dem Angriff wurde Timothy im Nathon-Samui-Hospital behandelt. Seine Schulter wurde gerichtet, seine Kopfwunde versorgt. Dann wurde er ins Bangkok Samui Hospital gebracht, wo er weiter behandelt wurde. Sein beinahe abgetrenntes Ohr wurde angenäht, seine Kopfwunde erneut versorgt, die Muskeln in seinem Bein zusammengenäht, schließlich wurde er auf Gehirnschäden untersucht.
Nach dem Angriff konnte sich Timothy nur mit einer Krücke fortbewegen. Wegen der Schulterverletzung konnte er nur eine benutzen. Überhaupt konnte er nur den rechten Arm und das linke Bein benutzen. Weil zudem zwei Zehen gebrochen waren, konnte er sich nur sehr eingeschränkt fortbewegen. Heute, sechs Monate später, hat er nach wie vor Schmerzen im Fußgelenk. Das Ohr ist schief.
Der Mann, der Timothy angriff, wurde von der Polizei festgenommen und saß etwa sieben Monate in Haft. Sam sagte der Polizei, Timothy habe ihn geschlagen, aber bei einer Untersuchung in einem Krankenhaus konnten keine Spuren festgestellt werden. Es kam dann heraus, dass Sam erst kürzlich aus dem Gefängnis entlassen worden war, wo er wegen eines Gewaltverbrechens drei Jahre gesessen hatte. Weiterhin war er wegen mehrerer Drogenvergehen vorbestraft.
Im Dezember 2016 wurde Sam wegen Körperverletzung belangt. Die Strafe galt mit der Untersuchungshaft als abgegolten, er wurde entlassen.

Timothy sagte: „Ich will einfach von vorne anfangen und sagen, ich liebe Thailand. Ich liebe Thailand, denn es ist insgesamt ein großartiges Land, nicht, weil ich jemand bin, der hier Urlaub macht und sich in das Leben eines Touristen verliebt. Ich wurde eingeladen, um im Königreich zu arbeiten, und ich habe mit einem amerikanischen Pass sicherlich eine ganze Auswahl an Ländern, in denen ich leben könnte.
Ich habe in vielen Ländern gelebt und gearbeitet. Ich habe eine gute Ausbildung und eine offene Persönlichkeit. Ich habe Thailand sieben Jahre lang als meine Heimat gewählt, während ich auch in anderen Ländern gearbeitet habe, und ich hatte insoweit geplant, auch in Zukunft in Thailand zu leben.
Jeder, der in Thailand oder einem anderen Entwicklungsland lebte, weiß, dass das Rechtssystem nicht perfekt ist, aber meistens wird guten Menschen geholfen und die schlechten Menschen werden bestraft.
In meinen sieben Jahren habe ich sehr wenig mit der Polizei oder hässlichen Situationen zu tun gehabt. Ich habe in dieser Zeit sicherlich alles gesehen, was so passieren kann. Ich hätte mir aber nie vorgestellt, dass ich beinahe ein weiterer Eintrag in der Todesfallstatistik werde, sei es nun ein Verkehrsunfall oder durch Gewalteinwirkung.
In meinem Land war es mir als Mitarbeiter eines Rüstungskonzerns erlaubt, eine Waffe zu tragen. Ich hatte diese Lizenz und hatte die Autorität, von ihr Gebrauch zu machen. Wenn das dort passiert wäre, hätte ich den Mann nach den ersten beiden Hieben erschossen. Wenn ich ihn erschossen hätte, wäre ich nicht so schwer verletzt worden und hätte gleichzeitig in Notwehr gehandelt.
Da ich weiß, dass basierend auf mehreren Faktoren vieles schrecklich falsch laufen kann, entschloss ich mich, die Situation mit Worten zu entschärfen anstatt mich offensiv zu verteidigen. Ich glaube immer noch, dass ich, falls ich ihn vorher entwaffnet hätte, selbst im Gefängnis gelandet wäre. Es wäre auch ziemlich schmutzig geworden.
Ich mache jetzt von meiner Möglichkeit Gebrauch, in jedem Land leben und arbeiten zu können. Das thailändische Justizsystem ist nicht gerecht und stößt mich ab. Das ganze System wird von einer Person mit Vorurteilen nach unten gezogen.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich jemals wieder in Thailand leben will, es sei denn, ich kann sicher sein, dass die Richterin gemaßregelt oder entlassen wird. Sie verdient es nicht, auf dem Richterstuhl zu sitzen. Ich habe nach dem Urteil meine Firma verkauft, mein Haus, meine Fahrzeuge. Ich habe alles von Wert liquidiert. Ich wurde derartig im Stich gelassen, dass ich keine weitere Sekunde bleiben konnte.
Ich war so sicher, dass der Mann mindestens zwölf Jahre Gefängnis bekommt. Als sie ihn laufen ließen, hatte ich das Gefühl, dass das Land, das ich so lange meine Heimat nannte, mich nicht nur um Stich gelassen hat, sondern noch mit dem Messer in meiner Wunde herumstocherte.

Beitragsquelle : http://www.samuitimes.com/victim-of-samui-sword-attack-speaks-out/

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