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Noch mehr Chinesen!

Noch mehr Chinesen!

Experten fordern Thailand inzwischen auf, unbedingt die Touristenattraktionen zu schützen, weil der Massenansturm aus China nicht zu bremsen ist.

Reiseveranstalter und Online-Reisebüros freuen sich darüber, dass der chinesische Internetgigant Alibaba mit den thailändischen Tourismusbehörden zusammenarbeiten will, um einen „smarten und digitalen“ Tourismus zu entwickeln. Allerdings werden hier mögliche negative Auswirkungen durchaus gesehen.

Kritiker äußerten ihre Sorge über ein potentielles Monopol, nachdem der Alibaba-Konzern und thailändische Behörden auf unterschiedlichen Gebieten zusammenarbeiten wollen, dazu gehört auch der Tourismus. Einige Leute empfahlen, dass es an der Zeit wäre, dass die Behörden Sehenswürdigkeiten wegen des steigenden Massentourismus schützen.

Die thailändische Tourismusbehörde TAT schloss einen Deal mit Alibaba, wonach die Kooperation mit Fliggy ausgebaut werden soll, das ist Alibabas Online-Reisebüro und der in China führende Reiseveranstalter. TAT, jetzt offizieller Partner von Fliggy, wird dafür sorgen, dass es von Online-Reiseführern bis zu elektronischen Ticketsystemen alles gibt, was die moderne Reisewelt zu bieten hat.

Ob es einem gefällt oder nicht, wir können Alibaba nicht verbieten, Thailand zu betreten. Daher ist die beste Herangehensweise sicherzustellen, dass sich die Reiseunternehmen vor Ort sich auf den verschärften Wettbewerb einstellen können“, sagte der ehemalige TAT-Gouverneur Pradech Phayakvichien. „Sie sollten sich überlegen, wie sie aus dieser Zusammenarbeit die meisten Vorteile ziehen können“, schlug er vor. „Im digitalen Zeitalter brauchen wir Technologie, die uns dabei hilft, uns mit der Welt und potentiellen Kunden zu verbinden.

Er fügte hinzu, dass aber das Wichtigste für Thailand sei, „dass wir unsere Touristenattraktionen schützen. Wir müssen die Standards unserer Sehenswürdigkeiten beibehalten oder verbessern. Wenn wir unsere Strände zerstören, kann uns Alibaba wohl kaum helfen, Reisen dorthin zu verkaufen.

Der bekannte Meeresbiologe Thon Thamrongnawasawat, sagte, dass die Zusammenarbeit die Proportionen chinesischer Touristen ändert, die nach Thailand kommen. Während die meisten chinesischen Touristen in Thailand Gruppenreisende seien, so gebe es Potential, mehr Individualreisende für das Land zu interessieren. Dann wäre es bei der Einreise nicht mehr so voll und lokale Händler würden auch etwas vom Kuchen abbekommen. Thon wies jedoch darauf hin, dass weder Anzahl der Touristen noch das Geld, das sie ausgeben, das Maß aller Dinge sein sollten. Die Zahlen seien schon sehr hoch.

Statistiken zeigen, dass die thailändische Tourismusindustrie inzwischen von den chinesischen Besuchern abhängig ist. Bis April waren 30 Prozent aller ausländischen Touristen Chinesen, sagte Thon, der ein Mitglied des Nationalen Komitees für Tourismus ist. Thon schätzt, dass die Tourismusbranche in diesem Jahr drei Billionen Baht generiert – ein Drittel hiervon wird von chinesischen Touristen stammen.

Aber es gibt inzwischen Sorge, dass der Massentourismus, und es werden im Zuge der Zusammenarbeit mit Alibaba vermutlich noch sehr viel mehr Chinesen kommen, Touristenattraktionen beschädigt oder gar zerstört. Diese müssen daher geschützt werden.
Thon, der sich schon immer für die Umwelt einsetzte und dafür sorgen konnte, dass die berühmte Maya Bay geschlossen wird, damit sich der dort befindliche weltberühmte Strand aus dem Film The Beach erholen kann, hat vor, die Anzahl der Besucher in allen Meeresnationalparks zu beschränken. Es sollen nicht mehr als sechs Millionen Touristen jährlich sein.

Wir befinden uns bereits in einer Tourismusfalle“, sagte Thon. „Um die zehn Millionen Chinesen besuchen Thailand jedes Jahr und generieren eine Billion Baht. Was wird passieren, wenn sie mit uns nicht mehr zufrieden sind, was wird dann aus der thailändischen Tourismusindustrie?

TAT-Gouverneur Yuthasak Supasorn freut sich auf die Zusammenarbeit mit Alibbaba, die Online-Plattformen des Internetgiganten und die Entwicklung von Marketingkanälen, die der thailändischen Tourismusindustrie zugutekommen.

Laut Yuthasak führe die Partnerschaft zu einem verstärkten Wettbewerb zwischen kleinen und mittelständischen Tourismusbetrieben in Bezug auf die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen, die mehr Chinesen für das Land interessieren werden.

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