Header Banner
Header Banner
Header Banner
Header Banner

Neues Teenager-Schwangerschaftsgesetz geplant

Neues Teenager-Schwangerschaftsgesetz geplant

Bei den thailändischen Politikern scheint sich langsam herumzusprechen, dass man Jugendlichen den Sex nicht verbieten kann. Daher will der Gesundheitsausschuss der Nationalversammlung (NLA) ein neues Gesetz erlassen, das die Anzahl der Schwangerschaften bei Jugendlichen reduzieren soll.

Statistiken zeigen, dass immer mehr Jugendliche schwanger werden, auch wenn mehrere Maßnahmen ergriffen wurden, um das zu verhindern. Dazu gehörte auch die Einführung von Sexualkundeunterricht. Im Jahr 2011 waren laut Gesundheitsministerium 54 von 1.000 Müttern zwischen 15 und 19 Jahre alt.

Die meisten Schwangerschaften unter Jugendlichen gibt es laut UNICEF in den Provinzen Chonburi, Prachuap Khiri Khan, Rayong und Samut Sakhon.

Jet Siratharanon, Vorsitzender des NLA-Gesundheitsausschusses, sagte auf einem Seminar über das Thema öffentliche Gesundheit, dass mehr getan werden müsse, um die steigende Zahl jugendlicher Mütter einzudämmen.

Lassen Sie mich ganz offen sein, wir können die Teenager nicht vom Sex abhalten. Im Gegensatz zu früher verändert sich die Welt schnell, daher muss Safesex gefördert werden.

Der Sexualkundeunterricht, den es in vielen (aber nicht allen) Schulen Thailands gibt, könne die Teenager nicht auf ihr Sexualleben vorbereiten. Auch sei dieser Unterricht nicht dazu geeignet, dass Jugendliche verantwortungsvolle Entscheidungen in ihren sexuellen Beziehungen treffen können, sagte Jet.

Sexualkundeunterricht solle daher praktischer werden und sich an den modernen Zeiten orientieren. Die Haltung diesbezüglich müsse sich ändern.

Ich denke, Thailand sollte sich an Schweden orientieren, denn dort wurde der Sexualkundeunterricht 1955 an allen Schulen eingeführt. Die Kinder lernen alles über Sex und sogar etwas über Geschlechtskrankheiten. Auch, wenn bei uns Sexualkunde Teil des Lehrplans ist, so ist es vielen Lehrern zu peinlich, darüber zu reden“, erklärte Jet. „Es ist auch notwendig, Teenagerinnen beizubringen, dass sie sich nicht unter Druck setzen lassen, eine sexuelle Beziehung einzugehen bevor sie dazu bereit sind.

Jet sagte das neue Gesetz sei ein wichtiger Schritt vorwärts. Ungeplante Schwangerschaften bei jungen Mädchen haben Auswirkungen auf die Entwicklung Thailands. Junge Mütter würden häufig ihre Ausbildung abbrechen. Thailand habe in dieser Richtung bislang keine konstruktiven Fortschritte gemacht.

Das neue Gesetz sieht vor, dass die Rechte von Müttern mit ungewollten Kindern geschützt werden und sie trotz Schwangerschaft ihre Ausbildung fortsetzen können. Bislang werden in der Regel werdende Mütter vom Schulunterricht ausgeschlossen, sobald die Schwangerschaft bekannt wird.

In Thailand scheint auch die Meinung vorzuherrschen, dass man Teenager zum Sex verführe, wenn man mit ihnen über dieses Thema spricht. Als in Bangkoker Schulen Kondomautomaten installiert wurden, mussten diese wieder abgebaut werden, weil sich Eltern von Schülern darüber beschwert hatten.

Daher sagte Pornpan Bunyarathapan, Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Nationalen Reformkomitees: „Änderungen müssen in der Familie beginnen.“ Die traditionelle Einstellung und althergebrachte Moralvorstellungen der Thais machen Gespräche über Sex innerhalb der Familie schwierig, fügte sie hinzu.

Hinzu kommt, dass viele ungewollte Schwangerschaften die Folge einer Vergewaltigung sind. Hier sind die Täter häufig im Umfeld der Familie des Opfers zu finden.

Offensichtlich kann Jet Siratharanon als Rebell bezeichnet werden, denn sein Vorschlag, dem das Gesundheitsministerium folgte, in Schulen und Berufsschulen Kondomautomaten zu installieren, um nicht nur ungewollte Schwangerschaften, sondern auch die Verbreitung von Aids zu verhindern, wurde von der Bildungskommission (OBEC) mit wenig Begeisterung aufgenommen.

OBEC-Generalsekretär Kamol Rodklai sagte, er sei strikt gegen die Strategie und werde das Aufstellen der Automaten nicht gutheißen. Das Ministerium müsse andere Wege finden, um ungewollte Schwangerschaften und Aids zu verhindern. Er sagte, solche Automaten sollten vielmehr in öffentlichen Toiletten und in Unterhaltungsetablissements zu finden sein anstatt in Schulen. Außerdem gebe es Kondome in Supermärkten.

Ähnliche Beiträge