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Müllpläne in der Kritik

Müllpläne in der Kritik

Die Stadtverwaltung Pattaya hat ihren Blick auf eine ungenutzte Mülldeponie in Khao Mai Kaeo gerichtet. Dort soll eine Müllverbrennungsanlage entstehen. Doch Beamte, die für das Gebiet zuständig sind, scheinen wenig begeistert darüber zu sein, dass hier Müll aus Pattaya gelagert und später verbrannt werden soll.

Die Müllverbrennungsanlage wurde als Lösungsvorschlag unterbreitet, damit die 1.000 Tonnen Müll, die täglich in Pattaya, Bang Lamung und Sattahip anfallen, sich in Luft auflösen.

Elf von 16 Gemeinden sprachen sich für diese Idee aus, die übrigen Gemeindevertreter fehlten bei der entsprechenden Sitzung – auch die Beamten aus Khao Mai Kaeo waren nicht erschienen.

Der Vorsitzende der Stadtverwaltung von Pattaya, Anan Angkhanawisan, sieht darin ein Zeichen der Uneinigkeit, wie er es ausdrückte. Boykott wollte er es nicht nennen. Seiner Meinung nach sei die alte Deponie in Khao Mai Kaeo der „richtige Ort“, um eine Müllverbrennungsanlage zu bauen. Man könne diese aber an anderer Stelle entstehen lassen, wenn die zuständigen Beamten damit nicht einverstanden seien, sagte er.

Für den Bau wird ein Grundstück von 30 Rai benötigt, das in einem Gebiet liegt, in dem der Müll aus Pattaya, Bang Lamung und Sattahip problemlos herangeschafft werden kann, sagte Anan.

Wenn denn die Beamten aus Khao Mai Kaeo nichts gegen die Pläne hätten, dort eine Müllverbrennungsanlage zu bauen, dann könne die alte Deponie entsprechend wieder genutzt werden.

Zunächst müsste der dort liegende Müll gesichtet und weggeschafft werden, sagte Anan. Hier müsse man sich mit den zuständigen Beamten auseinandersetzen, um einen gemeinsamen Weg zu finden.

Müllpläne in der Kritik
Müllpläne in der Kritik

Der Bau einer Müllverbrennungsanlage ist vom der King Mongkut’s University of Technology North Bangkok vorgeschlagen worden. Diese rechnete aus, dass hierfür ein Budget von etwa einer Milliarde Baht benötigt wird.

Über die immer noch nicht gelöste Müllkrise der Stadt ist offenbar nicht geredet worden. Nach wie vor wird der Abfall von der Müllabfuhr nur unregelmäßig abgeholt. Viele Mülltonnen quellen über, manchmal stapelt sich der daneben liegende Müll höher als die Tonnen. Es stinkt.

Pattaya, Familienreiseziel für Qualitätstouristen mit großem Geldbeutel, so jedenfalls der Wunsch der Tourismusbehörde TAT, bietet einen jämmerlichen Anblick.

Inzwischen scheinen sich die Bürger zu arrangieren, was bleibt ihnen auch anderes übrig. Kinder spielen neben dem Müll, hoffentlich nicht in ihm, Leute setzen sich neben den Müll auf Bänke und an Tische oder hängen ihre Wäsche daneben auf, die dann gleich die richtige Duftnote auf den Weg bekommt. Da muss man wenigstens nicht mehr die Nase rümpfen, wenn man an einer übervollen Mülltonne vorbei kommt, weil das eigene Hemd schon diesen Geruch ausstrahlt.

Unterdessen sagte Chao Nokyu, Mitarbeiter der Umweltschutzbehörde, dass das schwarze Meerwasser, verantwortlich für Pattayas neuen Spitznamen „Schwarze Lagune“, das auch in Bang Salee gesichtet wurde, kein Abwasser sei, dass ins Meer geleitet wird.

Wegen starker Regenfälle sei ein Abwasserbecken übergelaufen, das mit dem Abwassersystem verbunden sei. Das schwarze Wasser sei wegen des Regens ins Meer gelangt. Die Farbe sei durch Sedimente entstanden, die nicht auf hohe See hinaustransportiert wurden.

Zuvor war ähnlich schwarzes Meerwasser in der Bucht von Pattaya und davor in Jomtien gesichtet worden, was die Lust der Touristen auf ein Bad im Meer stark verminderte.

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